Dynamo-Trainer sieht "klare Tätlichkeit": Jonas Sterner im Krankenhaus

Dresden - Plötzlich herrschte Aufregung nach dem 0:3 der Dynamos in Düsseldorf. Dresdens Jonas Sterner wurde durch die Mixed-Zone geführt, musste mit dem Krankenwagen ins Klinikum gebracht werden: Verdacht auf eine schwere Gesichtsverletzung. Gute Besserung!

Von Fortuna-Angreifer Cedric Itten (links) wurde Dynamo-Abwehrspieler Jonas Sterner (rechts) im Gesicht getroffen.  © IMAGO/Maximilian Koch

Es war kurz vor Schluss, eine Szene, die Trainer Thomas Stamm richtig erzürnte. Düsseldorf Cederic Itten hatte an der Seitenauslinie die Hand ausgefahren und Sterner voll im Gesicht unterhalb des Auges erwischt.

"Klare Tätlichkeit an Jonas, der jetzt im Krankenhaus ist", erboste sich Stamm. Ob er seinen Linksverteidiger am Abend überhaupt wieder mit heimnehmen konnte, stand nach der Pressekonferenz gegen 21.30 Uhr nicht fest.

"Das wissen wir noch nicht. Es ist ein Notfall. Es kann sein, er muss hierbleiben", sagte Stamm.

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"Ich habe es im Spiel gesehen, dass dies vom VAR nicht gecheckt wird, ist Wahnsinn. Das sagt relativ viel aus", war der Trainer richtig wütend.

Und es war nicht die einzige Entscheidung von Schiri Tom Bauer, mit der er nicht einverstanden war.

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xG-Wert von Dynamo war doppelt so hoch wie der von Düsseldorf

Mit Gesten macht Sterner deutlich, dass er heftig etwas abbekommen hat, doch die Aktion bleibt unbestraft.  © IMAGO/Maximilian Koch

"Es gibt Sachen, auf die wir keinen Einfluss haben. Wir hätten meiner Meinung nach einen klaren Elfmeter an Robert Wagner bekommen müssen, der zuerst im 16er mit der Brust den Ball spielt und dann das hohe Bein an die Brust bekommt. Bei der Ecke zum 0:2 ist es vorher ein klares Foul an Niklas Hauptmann und dann eben die Sache mit Jonas. Müssen wir akzeptieren. Der Schiedsrichter hat diese Linie gewählt", ärgerte er sich. 

Sicher sind es Dinge, die einem Schiri nicht passieren dürfen.

Aber auch seine Jungs haben nicht die Effektivität an den Tag gelegt wie so oft in der Rückrunde.

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"Unser xG-Wert ist doppelt so hoch wie der von Düsseldorf. Ich könnte jetzt sechs, sieben klare Chancen aufzählen, die wir hatten", so der 42-Jährige.

"Die Effizienz hat gefehlt. Und dann ist es sehr, sehr bitter, dass du im direkten Duell, wo du mit Ball gut drin warst, gegen den Ball aber nicht, keine Punkte mitnimmst. Ich finde, wenn du es im Gesamten betrachtest, dann hätten wir es verdient gehabt, Zähler mitzunehmen", sagte er und verschwand, um sich nach Jonas Sterner zu erkundigen.

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