Dynamo-Boss Gonther ackert für die neue Saison: Bis dahin soll der Kader stehen

Dresden - Als Sören Gonther für ein Gespräch Zeit findet, sitzt er im Auto. Der 39-Jährige hat derzeit wenige freie Spitzen, ist mal hier, mal da, immer unterwegs. Wenn er sich doch mal für wenige Stunden am gleichen Ort befindet, telefoniert er. Die Tage und Wochen nach der Saison sind seine härtesten. "Pfingsten?", fragt er lachend. "Überbewertet." Unterwegs für Dynamo.

Sören Gonther (39) bei seiner Vorstellung am 2. Januar. Schon da war er sich sicher, dass der Klassenerhalt gelingen wird.  © Eric Münch

Wie weit ist er denn in Sachen Kaderplanung?

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Zum Trainingsstart Ende Juni oder spätestens zu Beginn des Camps in Windischgarsten soll die Mannschaft zu 95 Prozent stehen", sagt er, ergänzt aber: "Es ist alles nicht ganz so einfach. Durch die WM verschiebt sich viel nach hinten. Zudem wissen manche Vereine noch nicht so richtig, wo die Reise kadermäßig hingehen soll."

Keine Ahnung, ob er damit Hannover meint. Aber genau dort herrscht im Moment so etwas wie Stillstand. Keiner darf geholt werden, keiner abgegeben - zumindest nicht mit laufendem Vertrag. Daher hakt es ein bisschen in Sachen Jonas Sterner (24). Das kann sich - wieder einmal - ziehen, ohne dass Dynamo etwas dafür kann.

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Sterner ist nur einer der Leihspieler, den Gonther gern fest an den Verein binden würde - oder noch einmal ausleihen würde. Aber noch ist nichts spruchreif.

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Sören Gonther zieht den Hut und erklärt das Ziel für die nächste Saison

Bei Jonas Sterner (24) stockt es. Hannover holt derzeit keine Neuen und gibt auch keinen ab.  © IMAGO/Steinsiek.ch

Die Gründe liegen auf der Hand. Das Team hat ab Januar geliefert. Das will er zum Großteil halten.

"Wenn ich jetzt so auf meine ersten fünf Monate zurückblicke, es ist alles so aufgegangen, wie wir uns das gewünscht haben. Wir haben die Erwartungen erfüllt, jedes Spiel war gut. Wir haben 17 super Partien abgeliefert", denkt er an die Rückrunde zurück.

"Ich wusste zur Winterpause und trotz 13 Zählern, das ist kein Himmelfahrtskommando. Sonst hätte ich es nicht gemacht. "Dass alles so aufgegangen ist, toll."

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Er lobt dabei die Spieler, die "große Qualitäten" bewiesen haben. "Das erste Spiel gegen Fürth stand unter enormem Druck. Die beiden extrem unglücklichen Niederlagen in Paderborn und gegen die Hertha haben den noch einmal erhöht. Aber das hat die Mannschaft super weggesteckt und direkt Nürnberg geschlagen. Hut ab!"

Dass es so bleibt, Dynamo "am ersten Spieltag dort anfängt, wo es am letzten gegen Kiel aufgehört hat", deshalb ist Gonther pausenlos auf Achse. Er will von Beginn an eine schlagkräftige Truppe. Und welches Saisonziel hat er? Der Sportchef überlegt nur ganz kurz und sagt dann lachend: "Eine KSC-Saison. Nie etwas mit unten zu tun haben, ruhig im oberen Fahrwasser." Hätte keiner etwas dagegen.

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