Dynamo-Coach Anfang über Duell mit Essen: "Gehen sicherlich nicht als Favorit rein!"

Dresden - "Aufgrund der Ergebnisse gehen wir jetzt sicherlich nicht als Favorit rein. Da ist Rot-Weiss Essen eher der Favorit, auch wenn sie ein Auswärtsspiel haben", gibt Dynamo Dresdens Coach Markus Anfang (49) vor dem Duell am Sonnabend 14 Uhr zu.

Markus Anfang (49) schiebt die Favoritenrolle weg.
Markus Anfang (49) schiebt die Favoritenrolle weg.  © picture point/Sven Sonntag

Die Aussage kam vielleicht überraschend, doch sie ist es rein statistisch nicht.

"Was die Rückrundentabelle betrifft, sind wir nicht diejenigen, die da oben sind. Da haben wir nicht die Punkte geholt. Aufgrund der Ist-Situation muss man nicht überall reininterpretieren, dass wir der Favorit sind", begründet der 49-Jährige.

RWE hat aber nur drei Zähler mehr geholt, trotzdem liegen noch sieben Punkte zwischen beiden Teams.

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Die SGD braucht aber einen Sieg, damit der Vorsprung nicht schmilzt. Anfang: "Da kommt eine Mannschaft, die lange Zeit einen guten Lauf hatte. Aber es ist genauso ein Verein, der oben anklopft, so wie wir das auch wollen."

Zuletzt hat Trainer Christoph Dabrowski (45) seine Art Fußball zu spielen etwas angepasst. Ähnlich wie Dynamo "haben sie mit Außenverteidigern im Zentrum agiert".

Dynamo Dresden nicht der Favorit, aber: "Natürlich wollen wir trotzdem gewinnen!"

Im Hinspiel feierte Rot-Weiss Essen einen effektiven Heimsieg.
Im Hinspiel feierte Rot-Weiss Essen einen effektiven Heimsieg.  © Picture Point/J. Fromme

Essen kommt mit "individueller Qualität" in die sächsische Landeshauptstadt, so Anfang. Auch auf der Trainerbank.

Dass Dabrowskis Vertrag jüngst bis zum 30. Juni 2026 verlängert wurde, "das zeigt auch, dass sie eine gewisse Kontinuität an den Tag legen".

Sportlich fehlt die Konstanz dagegen etwas. Nach Siegen gegen Viktoria Köln, Freiburg II. und Jahn Regensburg, gab es jeweils immer eine Niederlage gegen Preußen Münster, 1860 München und den SSV Ulm.

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Dynamo sollte dennoch gewarnt sein, allein schon aus dem Hinspiel.

Das ging an der Hafenstraße mit 1:3 verloren, weil Schwarz-Gelb seine Chancen nicht machte und Essen eiskalt zuschlug.

Alles Vergangenheit. Außerdem ist es am Ende egal, ob Favorit oder nicht. Letztlich stellt auch Anfang klar: "Natürlich wollen wir trotzdem gewinnen!"

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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