Endlich wieder komplett fit: Daferner nimmt Kampf um Dynamo-Sturm an
Dresden - Allein an seinem Jubel hat man ihm angesehen, wie wichtig dieses Tor für Christoph Daferner (28) war. In typischer Mittelstürmer-Manier köpfte Dynamo Dresdens Angreifer bei der Generalprobe zum Ausgleich - und machte deutlich: Ich bin auch noch da.
Denn zum Ende der Rückrunde war Dresdens bester Scorer (fünf Tore/zwei Assists) nicht mehr erste Wahl. Vincent Vermeij (31, drei Tore/ein Assist) hatte ihn verdrängt.
"Natürlich steht die Mannschaft über allem, trotzdem hat natürlich auch jeder seine eigenen Ziele. Aber ich glaube schon, dass meine Torausbeute und auch die Scorerpunkte solide sind für die Hinrunde. Die zwei Verletzungen haben mich ein bisschen geärgert. Das waren auch einfach nervige Sachen", gesteht Daferner.
Erst verletzte er sich an der Hand, im Dezember fehlte der 28-Jährige zweimal aufgrund einer Kopfverletzung. "Aber das muss man dann auch akzeptieren. Von dem her ist es solide. Aber ich möchte auch weiterhin daran anknüpfen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir unsere Ziele erreichen."
Vor vier Jahren musste Daferner bereits schmerzhaft erfahren, wie es sich anfühlt, mit Schwarz-Gelb den Gang in Liga drei anzutreten. Braucht keiner mehr, dieses Gefühl und diese Erfahrung.
Christoph Daferner ist in Sachen Klassenerhalt zuversichtlich
"Prinzipiell ist es nicht so leicht, verschiedene Saisons miteinander zu vergleichen. Damals hatten wir eine halbwegs solide Hinrunde, dann wissen wir alle, wie die Rückrunde lief. Dieses Mal hatten wir wirklich keine gute Hinrunde, das muss man ehrlich sagen", gibt das Geburtstagskind vom Montag zu.
"Ich habe einfach diesen Glauben an den Charakter der Mannschaft, dass wir das Ding noch drehen können. Das macht einen zuversichtlich, und ich verspüre hier auch einfach eine gute Energie", bleibt Daferner optimistisch. Denn er weiß: "Es werden auch in der Rückrunde Rückschläge kommen. Wichtig wird einfach sein, dass wir konstanter punkten."
Der Stürmer wird den Konkurrenzkampf hochhalten, wird sich und Vermeij zu Höchstleistungen pushen sowie seine Rolle annehmen. Egal, wie die aussehen mag.
Denn Daferner bringt die notwendige Einstellung und Ruhe mit: "Wichtig ist, dass wir den Abstand nach vorne verringern und nicht an so viel mehr denken. Sondern einfach bei der Sache bleiben, um ein bisschen Fokus zu haben."
Titelfoto: Lutz Hentschel

