Dynamo empfängt spielstarken Aufsteiger Elversberg: Alle Augen auf Keeper Drljaca

Dresden - Achtung, da kommt ein spielstarker Aufsteiger, der zudem in Torlaune ist. In vier Spielen traf die SV 07 Elversberg schon 13-mal - sooft wie kein anderer. Auch im DFB-Pokal musste Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen vier Buden hinnehmen und schied beim 3:4 im Saarland aus. Da wird es am morgigen Samstag auf einen im Kader von Dynamo Dresden besonders ankommen: Torhüter Stefan Drljaca (23).

Stefan Drljaca (23) spielte drei Jahre lang im Nachwuchs der SV Elversberg, unter anderem in der B-Junioren-Bundesliga. Das Foto stammt vom 11. Oktober 2015.
Stefan Drljaca (23) spielte drei Jahre lang im Nachwuchs der SV Elversberg, unter anderem in der B-Junioren-Bundesliga. Das Foto stammt vom 11. Oktober 2015.  © imago/eibner

Vorteil für den 23-Jährigen: Er ist in Homburg, 20 Kilometer entfernt von Elversberg, geboren. Drei Jahre hütete er das Tor im Nachwuchs der SVE, bevor es ihn über die TSG 1899 Hoffenheim zu Borussia Dortmund zog. Auch sein Vater schnürte einst die Töppen für die 13.000-Seelen-Gemeinde. Er kennt den Gegner also bestens.

"Ich vergleiche den Verein gern mit Hoffenheim. Es ist eher ein Dorf, man hat dort seine Ruhe, die mediale Beachtung und damit auch den Druck hat eher Saarbrücken", so Drljaca.

"Die SVE wurde über Jahre hinweg aufgebaut, der Kern der Mannschaft ist schon lange zusammen. Immer wieder wurde das Team punktuell verstärkt. Und was es kann, musste Leverkusen erfahren. Das ist ja nicht irgendwer, sondern die Nummer drei in Deutschland", weiß er, dass dies am Samstag kein Spaziergang wird.

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Aber nicht nur Bayer musste vor allem die offensive Klasse der Elversberger anerkennen. Rot-Weiss Essen und der FSV Zwickau kassierten jeweils fünf Gegentore, der VfB Oldenburg drei.

Oberstes Ziel am Samstag für Stefan Drljaca (23, vorn): Er will im Gegensatz zum ersten Heimspiel der Saison gegen den TSV 1860 München seinen Kasten sauber halten. Das wäre schon die halbe Miete.
Oberstes Ziel am Samstag für Stefan Drljaca (23, vorn): Er will im Gegensatz zum ersten Heimspiel der Saison gegen den TSV 1860 München seinen Kasten sauber halten. Das wäre schon die halbe Miete.  © DPA/Robert Michael

Dynamo Dresden muss gegen die SV 07 Elversberg besser verteidigen

Im Juni wechselte Stefan Drljaca (23) von Dortmunds Zweiter nach Dresden und ist seither die Nummer 1.
Im Juni wechselte Stefan Drljaca (23) von Dortmunds Zweiter nach Dresden und ist seither die Nummer 1.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dresden ist also gewarnt. Da darf es in der Dynamo-Abwehr nicht so vogelwild zugehen wie bei Viktoria Köln zwischen der 15. und 45. Minute. Da verlor Dresden die Partie.

Vor allem über das Tor zum 1:2 wurde überall diskutiert. Knapp eine Minute spielte sich die Viktoria im und am Dresdner Strafraum den Ball zu, ohne dass ein Schwarz-Gelber eingriff.

"Wir haben das ausgewertet, haben es intern mit dem Defensivverbund angesprochen und auch mit dem Trainer", sagt Drljaca.

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"Das betrifft nicht nur uns vier oder fünf in der Abwehr, natürlich müssen wir alle verteidigen. Wir haben uns gerade das zweite Tor nach einmal angeschaut. Wir wissen, was falsch war. Das darf uns nicht mehr passieren", sagt die Nummer 1 der SGD.

Dann kann ja am Samstag nichts mehr schiefgehen und Dynamo kann seinen zweiten Heimsieg feiern - mit Drljaca als Fels in der Brandung.

Titelfoto: IMAGO/Eibner, Picture Point/Gabor Krieg

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