Klare Struktur statt Rotation! Jetzt hat Dynamo-Coach Stamm seine Stammelf
Dresden - In der Hinrunde war sie kaum zu erkennen, inzwischen ist sie klar definiert: die Stammelf von Dynamo Dresden. Trainer Thomas Stamm (43) hat seine Formation gefunden - und das zahlt sich aus.
Noch im Herbst rotierte der 43-Jährige regelmäßig. Kaum ein Spieltag verging ohne mehrere Wechsel in der Startaufstellung. Auf der Suche nach der idealen Besetzung probierte Stamm viel aus, Konstanz war Mangelware.
Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Zuletzt setzte der Dynamo-Coach auf Kontinuität: Sowohl gegen den Karlsruher SC als auch gegen Preußen Münster stand dieselbe Anfangsformation auf dem Platz. Auch in den Wochen zuvor blieb es meist bei punktuellen Anpassungen - etwa verletzungsbedingt (Friedrich Müller für Julian Pauli) oder aus taktischen Gründen (Jakob Lemmer für Jason Ceka).
Die Folge: Die Mannschaft wirkt eingespielt, Abläufe greifen besser, das Zusammenspiel ist deutlich stabiler. Ein Vorteil, den auch Stamm aus eigener Erfahrung kennt.
"Ich glaube, es hilft immer, wenn du Jungs neben dir hast, die nicht Woche für Woche wechseln", sagt er. Dennoch stellt der Trainer klar, dass für ihn nicht allein die Eingespieltheit zählt. "Am Ende ist es Leistungssport. Wir wollen Leistung bewerten und die stabilsten Spieler auf den Platz bringen, weil das Punkte bringt", betont der Schweizer.
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Gleich mehrere Dynamo-Profis sind mit Gelb vorbelastet
Dass seine aktuelle Stammelf nicht in Stein gemeißelt ist, zeigt ein Blick ins Mittelfeld: Kofi Amoako (20), Robert Wagner (22) und Niklas Hauptmann (29) stehen jeweils bei vier Gelben Karten und damit unmittelbar vor einer Sperre. In den verbleibenden acht Spielen dürfte es kaum gelingen, diese Konstellation unverändert zu halten.
Stamm ist vorbereitet - und setzt bewusst auf Konkurrenzkampf im Kader. "So blauäugig sind wir nicht. Wir werden alle Jungs brauchen", sagt er. Auch die Reservisten seien trotz geringerer Spielzeit mit den Abläufen vertraut und jederzeit einsatzbereit.
Für das nächste Spiel in Paderborn kann Dresden allerdings aus dem Vollen schöpfen: Aus der aktuellen Stammformation fehlt weder ein gesperrter noch ein verletzter Spieler. Die Voraussetzungen für den nächsten Schritt sind also gegeben - diesmal mit klarer Struktur statt Rotation.
Titelfoto: Lutz Hentschel
