Wehlend übernimmt bei Dynamo als Geschäftsführer: "Idol meiner Kindheit!"

Dresden - Jürgen Wehlend (54) hat den VfL Osnabrück auf Rang fünf der 2. Bundesliga übergeben und sich vor Weihnachten verabschiedet. Jetzt verlässt einen finanziell stabilen Verein, den er als Geschäftsführer mit aufgebaut hat, und beginnt seinen neuen Job am Freitag in gleicher Funktion beim Drittliga-Spitzenreiter.

Daumen hoch: Jürgen Wehlend (54) übergibt Osnabrück als finanziell sehr gut aufgestellten Zweitligisten, der sportlich super dasteht.
Daumen hoch: Jürgen Wehlend (54) übergibt Osnabrück als finanziell sehr gut aufgestellten Zweitligisten, der sportlich super dasteht.  © imago images/Nordphoto

"Wenn Sie eine Anfrage von Dresden bekommen, geht es nicht darum, ob 2. oder 3. Liga. Dynamo ist das Idol meiner Kindheit."

Das sagt der 54-Jährige in einem Podcast der Neuen Osnabrücker Zeitung. Wehlend ist gebürtiger Dresdner, baute in Osnabrück ein Telekommunikations-Unternehmen auf, wurde Geschäftsführer beim VfL und führte die niedersächsischen Veilchen unter die Top-Teams der 2. Liga.

Nun kommt er heim nach Dresden und hat hier selbiges vor. Eigentlich sollte er schon 2016 bei den Schwarz-Gelben starten.

"Das war damals keine Entscheidung gegen Dresden, sondern für Osnabrück. Der VfL war in einer Situation, wo es wichtig war an Bord zu bleiben. Jetzt haben wir eine andere, ich gehe mit einem ruhigen Gewissen." Dynamo holte damals Michael Born, den er nun beerbt.

Wehlend setzt sich hohe Ziele mit der SGD

Das letzte Mal mit VfL-Kleidung. Am 19. Dezember sah Jürgen Wehlend das 0:1 der Osnabrücker gegen Paderborn. Am Freitag wird aus Lila-Weiß Schwarz-Gelb
Das letzte Mal mit VfL-Kleidung. Am 19. Dezember sah Jürgen Wehlend das 0:1 der Osnabrücker gegen Paderborn. Am Freitag wird aus Lila-Weiß Schwarz-Gelb  © imago images/Noah Wedel

Wenn Wehlend in diesem Podcast über die SGD spricht, dann sieht man beinahe seine Augen glänzen. "Ich habe mit vier Jahren angefangen Fußball zu spielen, weil Hansi Kreische mein Idol war. Heute ist er Nachwuchskoordinator im NLZ. Sie sitzen in einer Aufsichtsratsitzung, wo ein Libero wie 'Dixie' Dörner dabei ist - der unumstrittene Libero der DDR-Nationalmannschaft zu meiner Zeit. Das ist dann schon eine Mission, die da ansteht", schwärmt er.

Den leidvollen Weg Mitte/Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre hat der Unternehmer aus der Ferne mitverfolgt. Doch längst ist Dynamo wieder da, finanziell stabil, sportlich zumindest wieder auf dem Weg zurück in die 2. Liga.

"Wenn Sie den Verein so kennen, wie ich ihn kenne aus meiner Kindheit heraus, und wenn Sie wissen, was die Menschen mit Dynamo verbinden, dann möchte ich dazu beitragen, dem Verein seine damalige Reputation zurückzugeben. Daran möchte ich mitwirken", setzt sich Wehlend hohe Ziele mit der SGD.

Osnabrück war am 28. Juni der letzte Dynamo-Gegner in der 2. Liga. Wenn Ende Juli 2021 die neue Saison beginnt, ist der VfL vielleicht auch wieder der erste Gegner - in dieser Liga. Es wäre der erste Erfolg für Wehlend.

Titelfoto: imago images/Nordphoto

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