"Pana" mit der späten Erlösung gegen Aue: Dynamo gewinnt Sachsenpokal!

Dresden - Was hätte der Kapitän für eine Geschichte schreiben können! Am Mittag machte Dynamo Dresden die Verlängerung mit Stefan Kutschke bekannt, wenige Stunden später gegen den verhassten Rivalen Erzgebirge Aue hätte der Stürmer seine SGD allein zum Sachsenpokalsieger schießen können.

Panagiotis Vlachodimos (r.) schießt die SGD in der Verlängerung zum Pokalsieg.
Panagiotis Vlachodimos (r.) schießt die SGD in der Verlängerung zum Pokalsieg.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Es reichte aber trotzdem, weil der zur Halbzeitpause eingewechselte Panagiotis Vlachodimos (110./116.) die Schwarz-Gelben spät erlöste und in der Verlängerung beide Tore zum 2:0-Pokalsieg erzielte.

Schon in den ersten 45 Minuten hätte "Kutsche" gleich zweimal Dynamo in Führung köpfen müssen. Erstmals auf Flanke von Tom Zimmerschied (18.), als der Mittelstürmer aber über das Tor zielte.

Elf Minuten später das zweite Mal. Jakob Lemmer schlug einen Freistoß auf Lars Bünning, der in Richtung Fünfmeterraum auf Kutschke köpfte, den dieses Mal Aue-Keeper Martin Männel an der Führung hinderte.

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Kollege Zimmerschied hätte schon in der 4. Minute ganz schnell die Weichen stellen dürfen, traf aber von der linken Kante des Fünfmeterraums nur das Außennetz.

Ansonsten gab's da die üblichen Rangeleien und Scharmützel - auf wie neben dem Platz. Pyrotechnik aus dem Auer Block, Schmähgesänge aus dem Dresdner und eine Rudelbildung nach knapp einer halben Stunde, bei der Kutschke natürlich nicht fehlen durfte.

Er und Aues Boris Tashchy sahen dafür den gelben Karton.

Die Dynamo-Fans peitschten ihr Team über 120 Minuten nach vorn.
Die Dynamo-Fans peitschten ihr Team über 120 Minuten nach vorn.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Panagiotis Vlachodimos schießt Dynamo Dresden in der Verlängerung zum Sieg

Es stand nicht nur Derby drauf: Aues Boris Tashchy (r.) legt sich hier mit Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke an.
Es stand nicht nur Derby drauf: Aues Boris Tashchy (r.) legt sich hier mit Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke an.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Letzterer hatte in den ersten 45 Minuten die größte Chance der Veilchen (35.), stellte aber bei seinem Schuss aus 17 Metern Dynamo-Keeper Daniel Mesenhöler nur vor kleinere Probleme.

Dresden überlegen, aber vor dem Tor nicht effizient genug: Diese Platte bekamen die 27.159 Fans im Rudolf-Harbig-Stadion auch in den zweiten 45 Minuten vorgespielt. Warum sollte sich das große Dynamo-Problem auch ausgerechnet im letzten Saisonspiel noch einmal lösen?

Etwa, weil Neu-Coach Thomas Stamm auf der Tribüne saß? Nein, so schnell geht es nicht!

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Beweis: Niklas Hauptmann (61.) musste auf Pass von Lemmer eigentlich nur noch direkt schießen. Doch er nahm das Spielgerät lieber noch einmal an und wurde im Anschluss geblockt.

Die gleiche Situation, nur aus anderer Position, auch bei Vlachodimos (68.). Als Maximilian Thiel (73.) per Freistoß nur den Außenpfosten traf, hätte sich das mal wieder fast gerecht.

Es musste die Verlängerung richten, in der auch der für Kutschke eingewechselte Meißner zunächst keine seiner zahlreichen Chancen (2x 98./108.) nutzte.

Doch dann kam "Pana".

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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