Dynamo-Noten gegen Elversberg: Nach einer tollen Halbzeit folgt der Einbruch

Dresden - Erste Niederlage im Jahr 2026 - und das trotz 1:0-Führung. Dynamo musste sich der SV Elversberg vor 29.155 Zuschauern mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Einer tollen ersten Hälfte folgte eine extrem passive zweite. Die wurde bestraft, weil der Gast zwei der drei Chancen eiskalt unter dynamischer Mithilfe nutzte. Die TAG24-Noten.

Spielte zum 20. Geburtstag gut: An Friedrich Müller ließ sich die Niederlage nicht festmachen.
Spielte zum 20. Geburtstag gut: An Friedrich Müller ließ sich die Niederlage nicht festmachen.  © Lutz Hentschel

Tim Schreiber: Bei null Grad im kurzen Trikot. Im Grunde ein solides Spiel. Beim Gegentreffer zum 1:1 (58.) muss er vielleicht den Fuß nehmen, beim verdeckten Schuss zum 1:2 (77.) reagierte er, so gut er konnte, dafür aber nicht einer seiner Vorderleute - Note: 3

Jonas Sterner: Nach wie vor noch nicht in absoluter Topform. Mit ein, zwei Fehlpässen im Aufbau zu viel. Nach vorn zwar agil und vor allem konzentrierter, aber seine Flanken blieben aus - Note: 4

Thomas Keller: In der ersten Hälfte eine Wucht, nicht zu bezwingen. Im zweiten Durchgang zu nachlässig in so mancher Situation. Hatte mit einem Freistoß (82.) das 2:2 auf dem Fuß, rutschte fast mit Abpfiff knapp an einer Flanke vorbei - Note: 3

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Friedrich Müller: Vier Spiele Tribüne, jetzt wieder Startelf. Sah man dem Jungen an seinem 20. Geburtstag nicht an. Spielte abgeklärt - Note: 3

Alexander Rossipal: Mit 114 km/h früh (12.) zur Führung eingeschweißt - was für ein Hammer! Es war sein vierter Saisontreffer. Machte auch sonst ein gutes Spiel - Note: 2

Kofi Amoako (bis 71.): Wie immer die Fleißbiene im Mittelfeld. Nach vorn nicht ganz so auffällig, im Rückwärtsgang umso mehr - Note: 3

Niklas Hauptmann opferte sich auf, aber die Stürmer bekommen kaum Bälle

Christoph Daferner und Co. hatten vorn einen schweren Stand.
Christoph Daferner und Co. hatten vorn einen schweren Stand.  © Lutz Hentschel

Robert Wagner: Hase und Igel. Wo Elversberg hinwollte, war er schon. Hatte immer seinen Fuß irgendwo drin, schloss viele Lücken, klärte oft. Dazu sicher im Passspiel. An ihm lag es nicht - Note: 2

Niklas Hauptmann (bis 79.): Sein Dribbling im Strafraum leitete das 1:0 ein. Noch besser, als er sich gegen drei Elversberger durchsetzte und auf Ceka durchsteckte, der knapp im Abseits stand. Opferte sich auf, grätschte, steckte ein. Ging entkräftet runter - Note: 2

Ben Bobzien (bis 60.): Startelfdebüt! Legte das 1:0 auf. Ansonsten kam er nie so richtig im Spiel an, wurde aber auch nicht so eingebunden - Note: 4

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Vincent Vermeij (bis 60.): Hatte selbst keine Chance, machte die Bälle aber klug fest, half auch im eigenen Strafraum aus und köpfte die Bälle raus. Nach vorn war es zu wenig - Note: 3

Jason Ceka (bis 71.): Agil, quirlig, aber irgendwie brachte er - wie in der Vorwoche - seine Aktionen nicht zu Ende. Das Quäntchen fehlt noch. Verlor beim 1:1 (58.) Torschützen Nicholas Mickelson völlig aus den Augen. Der nutzte den vielen Platz - Note: 3

Christoph Daferner (ab 60.): Hatte das gleiche Problem wie Vermeij, er bekam wenig Bälle. Bei der Flanke von Stefan Kutschke muss er allerdings mit aller Macht das 2:2 (83.) machen - Note: 4

Jakob Lemmer (ab 60.): Versuchte viel, blieb er oft hängen. Mit einer gefährlichen Situation, hatte das 2:2 (90.+4) auf dem Fuß. Nicolas Kristof parierte klasse - Note: 4

Luca Herrmann (ab 71.): -

Nils Fröling (ab 71.): -

Stefan Kutschke (ab 79.): -

Titelfoto: Lutz Hentschel

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