Öffentliches Training fällt aus! Frost bereitet Dynamo Probleme
Dresden - Das Erste, was Thomas Stamm (42) gemacht hat, als er nach dem Wintertrainingslager nach Hause gekommen ist? "Die Kaffeemaschine anschalten", prophezeite Dynamos Coach schon am Vorabend der Rückreise. Denn nicht alles an der türkischen Mittelmeerküste war so gut wie die Trainingsbedingungen.
"Der Kaffee schmeckt mir hier nicht. Prinzipiell trinke ich zu viel Kaffee, daher nutze ich so ein Trainingslager immer, um mal keinen zu trinken. Das geht, nur die ersten Tage gibt es ein bisschen Kopfschmerzen", so Stamm.
Die könnten ihm auch die Platzbedingungen in der heimischen Trainingsakademie bereiten. Schließlich hat es in der sächsischen Landeshauptstadt ordentlich geschneit. Frost und Eisregen tun ihr Übriges.
Die Rasenheizung lief schon seit dem Wochenende auf Hochtouren, war den Massen aber nicht gewappnet.
"Im Notfall - und das ist der Luxus - haben wir einen Kunstrasen. Da läuft die Heizung auch, der wird frei sein. Es ist also nicht so, dass wir gefrorene Plätze haben", so der Schweizer. "Wir haben alles getan, was man tun kann. Dann ist es auch auf höchster Ebene Bundesliga manchmal so, dass Naturereignisse einfach andere Dimensionen annehmen, wo wir einfach wenig Einfluss haben."
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Dynamo Dresden hat in dieser Woche allerlei Platz-Probleme
Ein Opfer müssen aber all die bringen, die ihre Lieblinge nicht in der Türkei in Augenschein nehmen konnten, sich jedoch für diese Woche mal einen prüfenden Blick am Trainingszaun vorgenommen haben. Denn das eigentlich für Dienstag angesetzte öffentliche Training muss "witterungsbedingt" unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, schreibt der Verein.
Stamm ist trotzdem ein Freund von öffentlichen Einheiten, will das auch in diesem Jahr wieder wöchentlich anbieten. Er bleibt gelassen, auch in Sachen Rückbau der Eisfläche vom Winter Game sowie Verlegung des neuen Rasens.
"Schnee hat man schnell geräumt. Der Rasen wird liegen, da sind Profis am Werk. Alles andere ist nicht meine Aufgabe. Anwachsen wird er so oder so nicht. Egal, wie die Bedingungen sind", scherzt der 42-Jährige.
Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel (2)
