Gonther gibt Dynamo-Trainer Stamm eine Jobgarantie!
Dresden - Es gibt Sportgeschäftsführer, die jagen nach ihrer Ernennung mit der Axt durch den Wald und versuchen, den Verein in blindem Aktionismus auf links zu drehen. Nicht so Sören Gonther (39). Trotz Platz 18 und nur 13 Punkten in der Hinrunde war es für ihn nie ein Thema, Trainer Thomas Stamm (42) infrage zustellen. "Ich bin zu 100 Prozent von ihm überzeugt", sagte er am Freitag bei seiner Vorstellung.
"Ich kannte ihn nicht persönlich, nur aus Gesprächen, wenn ich durch Sky mal vorbeigekommen bin. Aber ich habe seine Arbeit die letzten Jahre schon aufmerksam beobachtet. Es zeigt sich auf dem Platz, dass er ein sehr guter Trainer ist, dass er Spieler entwickeln kann", sagte er und stützt damit den Trainer.
Seit er wusste, dass er den Job antreten wird, hat er sich natürlich mit Stamm in Verbindung gesetzt, gerade nach dem letzten Spiel in Kiel (1:2): "Wir haben jetzt in der Pause die meisten und längsten Gespräche geführt. Da gibt es überhaupt keine Zweifel, dass Thomas Stamm unser Trainer ist. Mehr stärken als ich es hier tue, kann ich ja gar nicht." Punkt! Basta! Diskussion beendet.
"Ich komme nicht hier her und mache tabula rasa. Das macht für mich keinen Sinn. Auch im Hinblick darauf, was Thomas schon hier geleistet hat. Das ist ein klares Statement."
Sören Gonther lobt Thomas Stamm für seine Nachwuchsarbeit
9.15 Uhr hebt am Samstag der Charterflieger Richtung Antalya ab. Bis zum 11. Januar wird Dynamo dort sein Winter-Trainingslager abhalten. Gonther ist natürlich mit dabei. Er will die Tage am türkischen Mittelmeer nutzen, um die Abläufe, die Mannschaft und auch den Trainer noch besser kennenzulernen und vielleicht auch irgendwo Korrekturen vorzunehmen.
"Man darf auch nicht verkennen, was er in seinem ersten Jahr geleistet hat. Und er hat, was in den anderen Jahren zu kurz gekommen ist, den Nachwuchs aus der eigenen Akademie mit eingebaut. Zuletzt Friedrich Müller, da hat auch keiner damit gerechnet, dass er in diesen Spielen auf dem Platz steht. Das ist ja auch ein Verdienst des Trainers und eine Qualität, Spieler besser zu machen."
Stamm kann also beruhigt in die kurze Vorbereitung starten und sich voll auf seinen Job konzentrieren. "Wir wissen, was in der Hinrunde nicht gut war, wir haben die Dinge analysiert. Wir haben zwei, drei Sachen verändert, auch was die individuelle Qualität im Kader betrifft auf den Positionen, die uns besser machen. Dementsprechend wird ihm das die Aufgabe leichter machen", so Gonther. Und Stamm muss es beweisen!
Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch, Lutz Hentschel