Vier gewinnt? Dynamo-Coach Stamm setzt auf seine neue Kette
Antalya (Türkei) - Zurück auf die Vier! Schon das erste Testspiel in Dynamo Dresdens Trainingscamp hatte eine klare Erkenntnis, die auch am Samstag in der Generalprobe gegen Rot-Weiss Essen (1:1) mindestens mal bestätigt wurde. Die SGD setzt nun doch wieder auf die Viererkette.
"Dass wir zur Viererkette zurückgehen, das ist auch das, was Thomas Stamm priorisiert. Das kann sich natürlich auch am Gegner, je nach Gefühl, je nach Personallage immer ändern", erklärt Sportboss Sören Gonther (39).
Stamm bestätigt das auf Nachfrage: "Wir werden in der Rückrunde punktuell auch wieder eine Fünferkette brauchen. Mit den Jungs, die wir jetzt dazubekommen haben, und der Art und Weise, wie wir spielen, haben wir aber das Gefühl, dass das mit der Viererkette gut passen kann. Das hat immer auch mit den Spielertypen zu tun."
Einer ist Neuzugang Thomas Keller (26), der wohl den Platz neben Julian Pauli (20) einnehmen wird - so zumindest lassen es die Camp-Eindrücke vermuten.
"Der hat schon ein bisschen was gesehen. Er ist in einem sehr, sehr guten Alter", beschreibt Gonther die Heidenheim-Leihe. "Es bringt mir niemand was, der gut coacht und der gut erzählen kann, dem aber jeder Stürmer am Rücken wegläuft. Oder der keinen Zweikampf gewinnt."
Beim 3:2-Erfolg gegen den FC Aarau blieb die neu formierte Viererkette um Jonas Sterner (23), Pauli, Keller und Alexander Rossipal (29) in 45 Minuten schadlos, am Samstag gegen Essen gab's in den 60 Minuten ein viel zu einfaches Gegentor. Da hat sich noch einmal gezeigt, dass die Abstimmung nicht hundertprozentig passt.
Zweikampf auf rechts zwischen Jonas Sterner und Konrad Faber
"Das gehört dazu. Wir haben noch nie zusammengespielt, da muss man sich erst mal kennenlernen. Dafür hatten wir jetzt Zeit. Funktionieren muss es gegen Fürth", beschwichtigt Pauli.
Während er und Keller in der Zentrale gesetzt sein sollten, wird der spannendste Zweikampf wohl auf rechts zwischen Sterner und Konrad Faber (28) geführt. "Sie sind auf Augenhöhe. Auf der Position haben wir eine sehr hohe Qualität. Diese Qualität braucht es nicht nur auf der Position, wenn man bis Mai jede Menge Punkte holen will", erklärt Stamm.
Allerdings muss er noch immer den Schlüssel finden, um den Laden hinten zuzuschließen. Denn eigentlich war das für die zwei Testspiele in der Türkei oberste Priorität.
Stamm: "Zu null gibt dir noch mal ein anderes Gefühl, aber ich habe es lieber in dem Spiel wie nächste Woche. Natürlich war das Thema, dass wir beide Spiele zu null gestalten. Am Dienstag ist das die erste Halbzeit gelungen, gestern die zweite. Der Anspruch muss sein, dass das vorne dran steht."
Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel

