Dynamo holt ersten Sieg des Jahres - Stamm ärgert sich über leichte Gegentore

Antalya (Türkei) - Die SGD hat den ersten Sieg des Jahres eingefahren, zeigte in den zwei Halbzeiten aber auch einige Leistungsunterschiede. Allzu hoch sollte man den 3:2 (1:0)–Sieg gegen den FC Aarau nicht hängen. Die Beine im Trainingslager sind schwer, auch müssen vier neue Spieler integriert werden.

1:0-Torschütze Vincent Vermeij (2.v.r.) klatscht mit seinen Mitspielern ab.
1:0-Torschütze Vincent Vermeij (2.v.r.) klatscht mit seinen Mitspielern ab.  © Lutz Hentschel

"Wäre wünschenswert gewesen, wenn wir die Null gehalten hätten. Das war eigentlich der Plan. Die zwei Gegentore fielen aus dem Nichts. Ansonsten hatten wir die Kontrolle. Ich bin zufrieden, dass sich keiner verletzt hat", bilanzierte Thomas Stamm.

Mit zwei unterschiedlichen Teams ging Dynamos Coach die Partie gegen den Schweizer Zweitligisten an.

Wobei die Startformation um die vier Neuzugänge Thomas Keller, Jonas Sterner, Jason Ceka und Robert Wagner auch durchaus eine für den Rückrundenauftakt gegen Greuther Fürth sein kann.

Deshalb entschied sich Dynamo-Neuzugang Wagner für die SGD
Dynamo Dresden Deshalb entschied sich Dynamo-Neuzugang Wagner für die SGD

"Ich bin bei allen zufrieden, die dazugekommen sind. Beim ein oder anderen, die zuletzt wenig gespielt hatten, hat man gesehen, dass sie immer besser reinkamen, je länger das Spiel ging", so Stamm. "Man kann darauf aufbauen."

Keller bildete mit Sterner, Julian Pauli und Alexander Rossipal die Viererkette, die scheinbar für die nächsten 17 Saisonspiele wieder eine Option sein soll. Gerade Letztgenannter setzte auf Links immer wieder auch starke Akzente nach vorn.

Sein Schuss in der 16. Minute war zu ungefährlich, hätte aber unter anderen Umständen richtig gefährlich werden können. Denn die Position war aussichtsreich.

Dynamo Dresden fängt sich wieder zwei Gegentore aus dem Nichts, kommt aber doppelt zurück

Trainer Thomas Stamm ärgerten wieder einmal die leichten Gegentore.
Trainer Thomas Stamm ärgerten wieder einmal die leichten Gegentore.  © Lutz Hentschel

Deutlich zielstrebiger aber noch die Versuche von Niklas Hauptmann (15.), Kofi Amoako (21.) und Jason Ceka (35.). Auf der Gegenseite hatte Schwarz-Gelb aber auch das ein oder andere Mal Glück – besonders beim Kopfball von Henri Koide (12.).

Immerhin ging es trotzdem mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause, weil Vincent Vermeij (45.) Sekunden vor dem Pfiff auf Ceka-Pass eiskalt verwandelte. Runderneuert ging es in die zweiten 45 Minuten – allerdings auch in Sachen Gegentore.

Zwei waren es im Schnitt in Liga zwei, auch am Dienstagnachmittag waren es wieder deren zwei. Daniel Afriyie (63.) und Berdan Senyurt (72.) bekamen es zu leicht gemacht – und plötzlich stand es 1:2.

Dynamo im Trainingslager: Jetzt ist Freizeit angesagt
Dynamo Dresden Dynamo im Trainingslager: Jetzt ist Freizeit angesagt

"Die Gegentore ärgern mich extrem, auch die Spieler. Denn wir wollten beide Halbzeiten die Null halten. Wir müssen sauberer in den Ballbesitzmomenten sein. Dann hast du mehr Kontrolle und bekommst nicht solche Gegentore wie das erste", erklärte Dynamos Coach.

Aber auch die zweite Dresdner Elf des Tages besitzt Qualität. Das zeigte sich beispielsweise, als das hohe Pressing mal griff. Erst eroberte Luca Herrmann den Ball, legte per Hacke auf Jakob Lemmer (77.), der den Ausgleich erzielte. Zwei Minuten später drehte Herrmann die Partie wieder zu Gunsten der Stamm-Elf. Der Endstand!

Tony Menzel, Sascha Risch und Jan-Hendrik spielten nicht, um die Belastung nach den Verletzungen zuletzt zu steuern. Dominik Kother fehlte, weil er als Abgangskandidat gilt.

Stamm: "Wir sind mit ihm im Austausch. Er muss sich mit dem Verein komplett committen. Das ist aktuell nicht der Fall. Wir setzen die ein, die voll da sind. Er weiß, woran er ist, wir auch. Wenn sich das bis Ende der Woche nicht ändert, wird er auch gegen Essen nicht spielen."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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