Dynamo-Serie hält, Aue zu ängstlich, VSG gewinnt Ostderby, SVB-U19 mit klasse Pokalfight!

Deutschland - Ereignisreiches Fußball-Wochenende! Dynamo Dresden blieb beim MSV Duisburg zum dritten Mal in Folge ohne Gegentor und gewann mit 1:0, schiebt sich in der 3. Liga immer näher an die Aufstiegsplätze heran.

Stefan Kutschke (33, r.) machte gegen die Zebras den Unterschied. Am kommenden Samstag (14 Uhr) trifft der Dynamo-Stürmer nun auf seinen Ex-Verein.
Stefan Kutschke (33, r.) machte gegen die Zebras den Unterschied. Am kommenden Samstag (14 Uhr) trifft der Dynamo-Stürmer nun auf seinen Ex-Verein.  © imago/Dennis Hetzschold

Zwar überzeugte die SGD gegen die Zebras spielerisch erneut nicht, doch das ist momentan egal. Die Schwarz-Gelben sind effektiv, lassen defensiv wenig zu und feierten den dritten Dreier in Folge.

Je öfter Dynamo gewinnt, desto größer wird das Selbstvertrauen und desto wahrscheinlicher ist es, dass die Fans auch fußballerisch bald wieder mehr geboten bekommen.

Vor der Länderspielpause steht nun die Partie gegen Zweitliga-Mitabsteiger FC Ingolstadt 04 an, der im Ranking lediglich einen Zähler hinter der Truppe von Trainer Markus Anfang (48) liegt.

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Dynamo Dresden Wieder brutaler Chancenwucher: Dynamo kann auch gegen Essen nicht gewinnen

Es ist also ein richtungsweisendes Verfolgerduell mit einer gewissen Brisanz, immerhin spielt Stefan Kutschke (33) gegen seinen Ex-Klub. Nach seinem goldenen Tor in Duisburg dürfte der Sturmbulle gegen die Schanzer mit viel Schwung und Motivation ins Spiel gehen.

Auf der anderen Seite bekommen es die Dresdner mit Pascal "Paco" Testroet (31) und Patrick Schmidt (29) zu tun, die bekanntlich beide eine SGD-Vergangenheit haben. Das verspricht Spannung.

Stimmung beim FC Erzgebirge Aue nach Derby-Pleite gegen FSV Zwickau am Boden

Nach dem chaotischen Westsachsenderby durfte der FSV Zwickau einen 1:0-Auswärtssieg beim FC Erzgebirge Aue bejubeln.
Nach dem chaotischen Westsachsenderby durfte der FSV Zwickau einen 1:0-Auswärtssieg beim FC Erzgebirge Aue bejubeln.  © Picture Point/Gabor Krieg
Coach Timo Rost (44, v.) wartet noch immer auf seinen ersten Sieg mit Erzgebirge Aue.
Coach Timo Rost (44, v.) wartet noch immer auf seinen ersten Sieg mit Erzgebirge Aue.  © Picture Point/Gabor Krieg

Was für abstoßende Szenen! Beim Westsachsenderby zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem FSV Zwickau (0:1) brannten einigen Chaoten im wahrsten Sinne des Wortes die Sicherungen durch.

Bengalische Fackeln und Rauchbomben auf dem Feld, erhitzte Diskussionen von Vermummten mit Urgestein Martin Männel (34) und ein "Fan", der nach der Partie aufs Feld und auf Schwäne-Matchwinner Johan Gomez (21) zurannte.

Dass der Angreifer sich nach seinem Tor mit seiner völlig unnötigen und auch nicht gerade klugen Provokation keine Freunde im Erzgebirgsstadion gemacht hatte, war klar, doch so eine Reaktion ist schlichtweg nicht angemessen.

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Trotzdem verwundert nicht, dass der Ärger und die Sorgen bei den Fans groß sind. Dafür kostet die anhaltende Negativserie zu viele Nerven. Schließlich droht den Veilchen mehr denn je der Absturz in die Regionalliga Nordost, aus der man es nur schwer wieder in den bezahlten Fußball zurückschafft. Natürlich ist die Stimmung da am Boden. Zumal die Mannschaft trotz erkennbarem Willen alle Tugenden vermissen ließ, die es in einer solch brisanten Partie braucht.

Dabei ist die Verunsicherung verständlich, doch wie wenig Aue nach vorn machte und wie harmlos man gegen gewohnt kampfstarke Schwäne agierte, sollte den Verantwortlichen um Trainer Timo Rost (44) wirklich zu denken geben. Ändert sich das nicht bald, droht der FCE den Anschluss zu verlieren. Denn noch hat man zum rettenden Ufer nur drei Zähler Rückstand...

Einige "Fans" des FC Erzgebirge Aue warfen unterschiedliche pyrotechnische Erzeugnisse aufs Spielfeld, die Stimmung war im wahrsten Sinne des Wortes unangenehm aufgeheizt.
Einige "Fans" des FC Erzgebirge Aue warfen unterschiedliche pyrotechnische Erzeugnisse aufs Spielfeld, die Stimmung war im wahrsten Sinne des Wortes unangenehm aufgeheizt.  © Picture Point/Gabor Krieg

VSG Altglienicke müht sich beim kampfstarken SV Lichtenberg 47 zum Ostberliner Derbysieg

Da schnappt er zu! Lichtenbergs Kapitän Niklas Wollert (27, v.-r.) ist vor dem späteren Siegtorschützen Patrick Breitkreuz (30, v.-l.), Zwillingsbruder von Ex-Aue-Verteidiger Steve (30, nicht im Foto), am Ball.
Da schnappt er zu! Lichtenbergs Kapitän Niklas Wollert (27, v.-r.) ist vor dem späteren Siegtorschützen Patrick Breitkreuz (30, v.-l.), Zwillingsbruder von Ex-Aue-Verteidiger Steve (30, nicht im Foto), am Ball.  © Stefan Bröhl

Deutlich ruhiger ging es in einem kleinen Ostberliner Derby zu. Die favorisierte VSG Altglienicke setzte sich mit viel Mühe beim SV Lichtenberg 47 durch, bleibt mit elf Punkten aus fünf Begegnungen weiter ungeschlagen und oben dran.

Die spielerische Klasse im Kader ist für die Regionalliga Nordost gewaltig, weshalb es Spaß macht, der Mannschaft von Trainer Karsten Heine (67) und seinem Assistenten Torsten Mattuschka (41) zuzuschauen. Allerdings fehlt ihr im letzten Drittel noch die Effektivität. Zu oft treffen die Angreifer dort die falsche Entscheidung.

Dabei war das VSG-Übergewicht im altehrwürdigen Hans-Zoschke-Stadion phasenweise erdrückend, der Aufwand groß, der Ertrag jedoch gering. So wurde es gegen die 47er Mentalitätsmonster am Ende noch mal richtig eng. Denn obwohl es im Sommer einen Umbruch gab, agiert das Team von Neu-Coach Murat Tik (48) als kampfstarke, harmonische und disziplinierte Einheit, die nur schwer zu schlagen ist.

Trotz der individuellen Unterlegenheit gab Lichtenberg nie auf und hatte in der Schlussphase mehrere Drangphasen, die Altglienicke aber mit ein wenig Glück überstand. Einmal bekam Siegtorschütze Patrick Breitkreuz (30), Zwillingsbruder vom Ex-Auer Steve (30), den Ball an Bauch und Hand, Schiedsrichter Henry Müller (33) ließ allerdings weiterspielen, was große Proteste der Heimelf und ihrer Fans zur Folge hatte und für durchaus hitzige letzte Minuten sorgte.

Einer der besten Kicker der Regionalliga Nordost: Tolcay Cigerci (27, 2.v.l.) zieht aus 16 Metern ab ...
Einer der besten Kicker der Regionalliga Nordost: Tolcay Cigerci (27, 2.v.l.) zieht aus 16 Metern ab ...  © Stefan Bröhl
... scheitert jedoch am überragend haltenden Niklas Wollert (27) ...
... scheitert jedoch am überragend haltenden Niklas Wollert (27) ...  © Stefan Bröhl
... der erneut unter Beweis stellte, weshalb er zu den stärksten Viertliga-Keepern in Deutschland zählt.
... der erneut unter Beweis stellte, weshalb er zu den stärksten Viertliga-Keepern in Deutschland zählt.  © Stefan Bröhl
Shean Mensah (22, M.) brach dank seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke regelmäßig auf dem rechten Flügel durch, konnte daraus aber kein Kapital schlagen und ließ mehrere gute Chancen aus. Hier hat L47-Linksverteidiger Richard Ohlow (29, r.) Probleme, ihn zu stoppen, während VSG-Lenker Tolcay Cigerci (27, l.) auf den Pass seines Teamkollegen wartet.
Shean Mensah (22, M.) brach dank seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke regelmäßig auf dem rechten Flügel durch, konnte daraus aber kein Kapital schlagen und ließ mehrere gute Chancen aus. Hier hat L47-Linksverteidiger Richard Ohlow (29, r.) Probleme, ihn zu stoppen, während VSG-Lenker Tolcay Cigerci (27, l.) auf den Pass seines Teamkollegen wartet.  © Stefan Bröhl

Patrick Breitkreuz und Tolcay Cigerci führen die VSG Altglienicke beim SV Lichtenberg 47 zum Sieg

VSG-Coach Karsten Heine (67, l.) war nach Abpfiff der ersten Halbzeit beim Gang in die Kabine nicht gänzlich zufrieden mit dem Auftritt seines Teams, das erneut zu viele Chancen ausgelassen hatte.
VSG-Coach Karsten Heine (67, l.) war nach Abpfiff der ersten Halbzeit beim Gang in die Kabine nicht gänzlich zufrieden mit dem Auftritt seines Teams, das erneut zu viele Chancen ausgelassen hatte.  © Stefan Bröhl

Am Ende wurde der Unparteiische für seine durchaus nachvollziehbare Entscheidung lautstark ausgepfiffen, verließ das Feld mit seinen Assistenten und einem süffisanten Lächeln. Denn seine Schuld war es nicht, dass die Hausherren keinen Punkt holten.

Gegen die VSG-Abwehr um Ex-Dynamo Philipp Zeiger (32), seinen Nebenmann Tim Häußler (25) und die umsichtigen Außenverteidiger Florijon Belegu (29) sowie Stephan Brehmer (29) konnte man sich schlichtweg zu wenig Chancen herausarbeiten. Die wenigen, die man hatte, nutzte man dann nicht.

Deshalb reichte den Gästen eine Kombination der beiden Ex-Drittliga-Angreifer Tolcay Cigerci (27), jüngerer Bruder vom ehemaligen Hertha-Profi Tolga (31), und Breitkreuz. Zusätzlich hatten sie mehrfach die Möglichkeit, den Sack zuzumachen, doch L47-Keeper Niklas Wollert (27) wies einige Male nach, weshalb er zu den besten Viertliga-Keepern Deutschlands gehört.

Allgemein macht seine Mannschaft, die sich oft anfeuerte und aufmunterte, und auch der ganze Verein einen sehr sympathischen Eindruck. Ich war als Fotograf akkreditiert und durfte mich hinter den Toren hinsetzen bzw. -stellen, wo ich wollte. Nach dem Abpfiff ließ man mich auch aufs Spielfeld, was wahrlich nicht auf jedem Sportplatz/in jedem Stadion gestattet ist. Darüber hinaus waren auch die Ordner allesamt sehr freundlich. So macht das Arbeiten Spaß, weiter so, Lichtenberg!

Patrick Breitkreuz (30) schlittert nach seinem Tor vor Freude auf dem Rasen ...
Patrick Breitkreuz (30) schlittert nach seinem Tor vor Freude auf dem Rasen ...  © Stefan Bröhl
... dann klatscht der als Mittelstürmer aufgebotene Offensivmann (2.v.l.) mit Vorlagengeber Tolcay Cigerci (27, 2.v.r.) ab. Auch Shean Mensah (22, l.) und Philip Fontein (28) jubeln mit.
... dann klatscht der als Mittelstürmer aufgebotene Offensivmann (2.v.l.) mit Vorlagengeber Tolcay Cigerci (27, 2.v.r.) ab. Auch Shean Mensah (22, l.) und Philip Fontein (28) jubeln mit.  © Stefan Bröhl
L47-Coach Murat Tik (48, v., 2.v.l.) diskutiert hier nach dem Schlusspfiff mit Schiedsrichter Henry Müller (33, M.) die strittige Handszene.
L47-Coach Murat Tik (48, v., 2.v.l.) diskutiert hier nach dem Schlusspfiff mit Schiedsrichter Henry Müller (33, M.) die strittige Handszene.  © Stefan Bröhl
Feines Gespür für die aufopferungsvolle Leistung ihrer Mannschaft: Lichtenbergs Fans bedachten ihr Team nach dem Abpfiff mit Applaus und aufmunternden Worten.
Feines Gespür für die aufopferungsvolle Leistung ihrer Mannschaft: Lichtenbergs Fans bedachten ihr Team nach dem Abpfiff mit Applaus und aufmunternden Worten.  © Stefan Bröhl

U19 des SV Babelsberg 03 liefert der TSG 1899 Hoffenheim einen großen DFB-Pokalkampf!

Beim SV Babelsberg 03 war die Stimmung schon vor diesem Highlight-Spiel richtig gut, auch nach dem Pokalfight wurde die U19 mit viel Applaus bedacht.
Beim SV Babelsberg 03 war die Stimmung schon vor diesem Highlight-Spiel richtig gut, auch nach dem Pokalfight wurde die U19 mit viel Applaus bedacht.  © Stefan Bröhl
Der SV Babelsberg 03 um Matti Fischer (18, r.) warf gegen die haushoch favorisierte TSG 1899 Hoffenheim um Denis Perrone (17) alles in die Waagschale, stand defensiv weitgehend sicher und machte dem Spitzenteam der A-Junioren Bundesliga Staffel Süd/Südwest das Leben richtig schwer.
Der SV Babelsberg 03 um Matti Fischer (18, r.) warf gegen die haushoch favorisierte TSG 1899 Hoffenheim um Denis Perrone (17) alles in die Waagschale, stand defensiv weitgehend sicher und machte dem Spitzenteam der A-Junioren Bundesliga Staffel Süd/Südwest das Leben richtig schwer.  © Stefan Bröhl

Bei den A-Junioren stand an diesem Wochenende hingegen die 1. Runde des DFB-Pokals an. Nach langer Überlegung entschied ich mich, nicht zum FC Hertha 03 Zehlendorf gegen Hertha BSC (0:1) zu gehen, sondern zum SV Babelsberg 03 gegen die TSG 1899 Hoffenheim (0:1). Wann bekommt man die Kraichgauer hier in dieser Region schon zu sehen?

Vor dem Anpfiff war es ein extrem ungleiches Duell. Ein Spitzenteam der Bundesliga-Staffel Süd/Südwest gegen einen Abstiegskandidaten der zweitklassigen Regionalliga Nordost. Der qualitative Unterschied zwischen beiden Ligen ist in den vergangenen Jahren zwar ein wenig kleiner geworden, aber immer noch zwei Klassen groß.

Davon war am Sonntagmittag im Karl-Liebknecht-Stadion aber wenig zu sehen. Die jungen und teilweise sehr schmächtigen Nulldreier hielten gegen den haushohen Favoriten überraschend gut mit, ließen defensiv insgesamt wenig zu und drückten in der Schlussphase sogar noch mal.

Eine echte Großchance sprang dabei zwar nicht heraus, doch Babelsbergs U19 wurde nach dem Schlusspfiff mit viel Applaus bedacht. Diese herausragende kämpferische Leistung wird den Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben. Trotzdem kam kein gutes Spiel zustande, denn Hoffenheim agierte merkwürdig fehlerhaft, ging oft nicht richtig in die Zweikämpfe und verließ sich (fast) zu sehr auf die individuelle Klasse, die aber nur phasenweise mal aufblitzte.

Das krankheits- bzw. verletzungsbedingte Fehlen der offensiven Unterschiedsspieler Tom Bischof, Adam Mulele (beide 17) und Uche Obiogumu (18) machte sich deutlich bemerkbar. Denn Babelsberg gab jederzeit alles, für viele Akteure war es das Spiel des Jahres, was deutlich zu spüren war. Zwar agierten sie manchmal naiv in den Zweikämpfen und bei Pässen, arbeiteten sich jedoch immer mehr in die Begegnung und agierten dank ihrer Eigenschaften um Kampf, Geschlossenheit, Disziplin und Mut teilweise auf Augenhöhe.

Denis Perrone (17, 2.v.r.) zielt mit der rechten Innenseite in die von ihm aus gesehen linke Ecke, überwindet Nulldrei-Keeper Linus Löffler (18, l.) und trifft zum goldenen 1:0 für die TSG 1899 Hoffenheim.
Denis Perrone (17, 2.v.r.) zielt mit der rechten Innenseite in die von ihm aus gesehen linke Ecke, überwindet Nulldrei-Keeper Linus Löffler (18, l.) und trifft zum goldenen 1:0 für die TSG 1899 Hoffenheim.  © Stefan Bröhl
Denis Perrone (17, r.) dreht nach seinem Tor mit Ricardo Wagner (17, 3.v.r.) zum Jubeln ab.
Denis Perrone (17, r.) dreht nach seinem Tor mit Ricardo Wagner (17, 3.v.r.) zum Jubeln ab.  © Stefan Bröhl
Der österreichische U17-Nationalspieler Benedikt Huber (17, v.-l.) musste sich gegen Babelsberg gehörig strecken.
Der österreichische U17-Nationalspieler Benedikt Huber (17, v.-l.) musste sich gegen Babelsberg gehörig strecken.  © Stefan Bröhl
Wenn die Kamera die entscheidende Millisekunde zu spät auslöst: Matti Fischer (18, v.-l.) und Denis Perrone (17, r.) beim synchronen Beinheben. Wenige Augenblicke zuvor hat der SVB-Abwehrmann den Ball aus der Gefahrenzone geschlagen.
Wenn die Kamera die entscheidende Millisekunde zu spät auslöst: Matti Fischer (18, v.-l.) und Denis Perrone (17, r.) beim synchronen Beinheben. Wenige Augenblicke zuvor hat der SVB-Abwehrmann den Ball aus der Gefahrenzone geschlagen.  © Stefan Bröhl

SV Babelsberg 03 unterliegt der TSG 1899 Hoffenheim, FC Hertha 03 Zehlendorf schlägt Schwerin klar

Am Ende warf Nulldrei um Otis Tetteh (2.v.l.) mit letzter Kraft alles nach vorne, konnte sich gegen die jungen Kraichgauer um die früheren deutschen Junioren-Nationalspieler Linus Weik (17, r.) und Ricardo Wagner (17, l.) aber nicht mehr entscheidend in Szene setzen.
Am Ende warf Nulldrei um Otis Tetteh (2.v.l.) mit letzter Kraft alles nach vorne, konnte sich gegen die jungen Kraichgauer um die früheren deutschen Junioren-Nationalspieler Linus Weik (17, r.) und Ricardo Wagner (17, l.) aber nicht mehr entscheidend in Szene setzen.  © Stefan Bröhl

Gerade im ersten Abschnitt hatte man mehrere Chancen, zudem sorgten einige Angreifer wie Emanuel Kristo und Tjalf Geue mit Beinschüssen und Dribblings für Gejohle auf der Tribüne und steigendes Selbstvertrauen, weil die Spieler sahen, dass sie durchaus mithalten können.

Dabei spielte hier David gegen Goliath, Regionalliga-Kicker gegen eine mit (Ex-) Junioren-Nationalspielern gespickte Truppe, der es aber nicht gelang, diesen Unterschied auf dem Rasen wirklich deutlich zu machen. Doch das wird der TSG letztlich egal sein, sie ist in die nächste Runde eingezogen und könnte - sofern sie es bis ins Finale schafft - erneut im Karl-Liebknecht-Stadion spielen.

Zu guter Letzt war ich anschließend auch noch in der Herren-NOFV-Oberliga Nord, wo Hertha 03 das Schlusslicht FC Mecklenburg Schwerin empfing, verdient und deutlich mit 4:1 (3:0) gewann. Die Zehlendorfer haben viele Spieler aus der eigenen U19, die in die Bundesliga aufgestiegen ist, in die erste Mannschaft hochgezogen, was sich als sehr belebend erweist.

Gegen Schwerin reichte der kleinen Hertha eine gute Halbzeit, um sich klar durchzusetzen. Im zweiten Durchgang plätscherte die Partie im Ernst-Reuter-Stadion weitgehend vor sich hin. Das ist seit Jahren ein Problem für den ambitionierten Verein, der eigentlich immer oben mitmischt. In zu vielen Partien müssen die Akteure nicht an ihr Limit gehen und ist das dann in Spitzenspielen nicht gewohnt.

2:0 von Hertha 03 Zehlendorf wurde doch Zulu Ernst und nicht Dennis Dombrowe zugeschrieben

Zulu Ernst legt das 3:0 für den FC Hertha 03 Zehlendorf gegen den FC Mecklenburg Schwerin nach

Traumtor! Tim Grabow schießt zum 4:0 für den FC Hertha 03 Zehlendorf ein

Möglicherweise reicht es aber am Ende dieser Saison für den ersehnten Aufstieg in die Regionalliga. Denn aktuell liegt die Truppe von Trainer Robert Schröder (34) mit 13 Punkten dank des überragenden Torverhältnisses von 12:2 auf Platz eins. Doch das Feld im oberen Drittel ist (noch) eng zusammen, bis Rang sechs sind es lediglich drei Zähler. Dennoch ist der Saisonstart dieser neuformierten Hertha-Mannschaft zweifelsohne geglückt.

Titelfoto: IMAGO/Dennis Hetzschold/PICTURE POINT/Gabor Krieg

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