Dynamo-Verteidiger Chris Löwe ist nach schwerer Corona-Erkrankung nicht mehr positiv

Dresden - Die Welt ist noch nicht verloren! Es gibt durchaus Menschen, die Empathie zeigen, die Gefühle haben, die gute Besserung wünschen.

Dynamo-Coach Alexander Schmidt (53, r.) hofft, dass Routinier Chris Löwe (32, v.-l.) noch in diesem Jahr wieder eingreifen kann.
Dynamo-Coach Alexander Schmidt (53, r.) hofft, dass Routinier Chris Löwe (32, v.-l.) noch in diesem Jahr wieder eingreifen kann.  © Lutz Hentschel

Als nach dem Testspiel vor einer Woche gegen den FK Usti nad Labem die schwerer verlaufende Corona-Erkrankung von Dynamo Dresdens Verteidiger Chris Löwe (32) bekannt wurde, erhielt TAG24 unzählige Nachrichten über alle Kanäle.

Bei einem Briefkasten würde man sagen, er war voll. Randvoll. Viele wünschten dem 32-Jährigen auf diesem Weg eine gute Besserung, dass er bald wieder auf die Beine kommen soll.

Schon das sind Dinge, die (leider) selten geworden sind in einer Zeit, in der es nur Schwarz oder Weiß gibt, in der die eigene Meinung mehr zählt als die des anderen.

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Eine Nachricht war rührend: "Können Sie nicht mal einen Artikel schreiben, dass ihm alle Dynamo-Fans von ganzem Herzen nur das Beste wünschen? Gesundheit ist das Wichtigste." Das ist hiermit getan.

Nach dem Testspiel äußerte sich Trainer Alexander Schmidt (53) zu seinem derzeit beständigsten Profi: "Ich habe mit Chris telefoniert. Er geht vom Bett zehn Schritte und ist fix und fertig."

Das zeigt, dass trotz doppelter Impfung das Virus eine verheerende Wirkung haben kann. Nicht auszudenken, was ohne gewesen wäre.

Dynamo-Verteidiger Chris Löwe keine Option gegen Düsseldorf, Tim Knipping klar für Corona-Impfung

Dynamo-Verteidiger Chris Löwe (32) hat schwere Wochen hinter sich, die Corona-Erkrankung aber endlich überwunden.
Dynamo-Verteidiger Chris Löwe (32) hat schwere Wochen hinter sich, die Corona-Erkrankung aber endlich überwunden.  © imago images/Eibner

Jetzt, eine Woche später, ist Löwe nach TAG24-Informationen wieder auf dem Damm, er ist nicht mehr positiv. Dennoch kann er weiterhin nicht am Training teilnehmen.

Das wird auch noch ein Stück dauern. Für die Partie am Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf fällt er auf alle Fälle aus. Ob es danach was wird, muss der Heilungsverlauf zeigen.

Das Thema Impfen/Impfpflicht ist auch bei Dynamo ein Dauer-Thema. Laut Vereinsangaben herrscht im Team eine überdurchschnittlich hohe Impfquote vor.

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Seine ganz eigene Meinung hat der derzeit verletzte Tim Knipping (28): "Ich hoffe, das doch noch die eine oder andere Person mehr einsieht, dass die Impfung ein großes Hilfsmittel ist. Ich habe sowieso meine eigene Meinung dazu, weil ich persönlich einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen musste", sagte er in einem Interview mit der "Sächsischen Zeitung". Im Mai starb sein Stiefvater an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

"Für mich gibt es keine zwei Meinungen, was man machen sollte. Ich hoffe, dass die Menschen wieder ein bisschen vorsichtiger werden, Respekt voreinander haben und sich schützen", so Knipping.

Titelfoto: imago images/Eibner

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