Dynamo gegen Fürth live: Heißt Dresdens heutiger Gegner schon bald anders?
Dresden - Dynamo Dresden hat eine Rote Laterne abzugeben! Gelingen soll das heute ab 18.30 Uhr mit Punkten unter Flutlicht vor den heimischen Fans im Rudolf-Harbig-Stadion gegen die SpVgg Greuther Fürth.
Gerade herrschte an der Elbe nach dem Sieg im DFB-Pokal gegen Schalke noch Aufbruchsstimmung, da ist diese nach dem ernüchternden 1:2 in Hannover auch schon wieder dahin.
Die Sportgemeinschaft steht mit acht Zählern nach zehn Partien punktgleich mit Kiel ganz unten in der Tabelle der 2. Bundesliga - und will das Ruder nun herumreißen. Vielleicht bringt das Kleeblatt ja das nötige Glück mit nach Sachsen.
In unserem TAG24-Liveticker zum Spiel der SGD gegen Fürth bleibt Ihr heute am Ball!
15.20 Uhr: Paul Will kehrt heute nach Dresden zurück
Auf der anderen Seite steht nur ein Profi mit Dynamo-Vergangenheit, die hat es dafür aber in sich. Paul Will kehrt heute an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Der Sechser wechselte im Sommer 2020 aus der Bayern-Jugend nach Dresden und absolvierte in den darauffolgenden vier Jahren nicht nur satte 129 Pflichtspiele für die SGD, sondern avancierte an der Elbe auch zum Vizekapitän.
Mit Dynamo stieg der defensive Mittelfeldmann 2021 in die 2. Bundesliga auf, wo er ein Jahr später den bitteren Abstieg in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern miterlebte. Zum Teil zumindest, denn Will musste im Hinspiel früh mit einer Gehirnerschütterung raus und verpasste anschließend das Rückspiel.
Zwei weitere Jahre blieb er Schwarz-Gelb daraufhin noch treu und verpasste zweimal den Wiederaufstieg. Er stand beim Debakel von Meppen auf dem Rasen und durchlitt die Horror-Rückrunde 2023/24, die den bereits sicher geglaubten Gang ins Unterhaus durchkreuzte.
Dann ging es nach Darmstadt, wo der Linksfuß aber kaum zum Einsatz kam. Nach einer Leihe in der vergangenen Rückrunde verpflichtete Fürth ihn im Sommer nun fest, bei der Spielvereinigung gehört Will nun wieder zu den Leistungsträgern.
15.03 Uhr: Vier SGD-Profis treffen heute Abend auf ihren Ex-Club
Dynamo und Fürth - da scheint es irgendeine Verbindung zu geben. Nicht bei der Deutschen Bahn, wer die Kirche St. Michael oder das Schloss Burgfarrnbach sehen will, muss irgendwo umsteigen. Wohl aber auf dem Fußballplatz.
Gleich vier aktive Dynamo-Akteure haben nämlich mal für die Spielvereinigung gekickt. Keeper Lennart Grill wurde zur Rückrunde der Saison 2024/25 von Union Berlin nach Mittelfranken verliehen, absolvierte aber nur drei Einsätze in Abwesenheit des verletzten Nahuel Noll.
Besser lief es da für Nicolai Rapp. Im zarten Alter von 19 Jahren gab die TSG Hoffenheim ihr Defensivtalent für anderthalb Jahre ans Kleeblatt ab. In Fürth etablierte sich der Defensivspezialist im Profibereich, auch wenn es noch nicht ganz zur Stammkraft reichte. Aue gefiel aber, was "Rappo" bei der Spielvereinigung zeigte. Nach dem Ende der Leihe wechselte der gebürtige Heidelberger fest ins Erzgebirge.
Nicht völlig unähnlich verlief auch der Werdegang von Tobias Raschl. Bei Borussia Dortmund blieb dem Mittelfeld-Allrounder der Sprung zur A-Mannschaft trotz Bundesligadebüt letztlich verwehrt, dafür konnte er beim BVB mit der U23 schon Erfahrung im Herrenbereich sammeln, ehe er im Winter 2022 nach Fürth ging. Das Kleeblatt spielte damals ebenfalls im Oberhaus. Zwar stieg das Team am Ende der Saison ab, Trainer Stefan Leitl gönnte Raschl aber gleich zehn Einsätze in der Bundesliga. Im Folgejahr etablierte er sich dann mit zwei Toren und drei Vorlagen in 29 Zweitligaspielen bei der SpVgg, bevor es weiter nach Kaiserslautern ging.
Großen Eindruck in Fürth hat auch Robert Wagner während seiner Leihe zur Saison 2023/24 in Fürth hinterlassen. Der Motor avancierte zum unangefochtenen Stammspieler und bewies mit vier Treffern und fünf Assists bei 31 Einsätzen auch reichlich Torgefahr. Vor dem Spiel in Dresden rückte das Kleeblatt den Ex-Schützling auch auf der eigenen Website in den Fokus und lobte dessen enorme Laufbereitschaft.
14.47 Uhr: Heißt Dynamo Dresdens heutiger Gegner bald anders?
Es könnte heute ein historisches Spiel werden - nämlich das letzte der SGD gegen die SpVgg Greuther Fürth.
Um den Club an sich braucht sich aber niemand Sorgen machen, es geht lediglich um den Namen. Viele Kleeblatt-Fans setzen sich schon seit Jahren für eine Rückbenennung zu "Spielvereinigung Fürth" ein.
Unter diesem Namen wurde der Verein 1903 gegründet, der Zusatz "Greuther" schlich sich erst 1996 durch den Beitritt der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth ein. Ehrenpräsident Helmut Hack agierte als Triebfeder, konsolidierte die Franken anschließend finanziell und brachte den sportlichen Erfolg zurück. Trotzdem ist die Bezeichnung vielen Anhängern bis heute ein Dorn im Auge.
Am Sonntag, dem 8. November, wird auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung im Sportpark Ronhof jetzt über die Umbenennung abgestimmt. Für eine Änderung der Satzung sind 75 Prozent der Stimmen notwendig.
14.24 Uhr: Dynamo Dresden ehrt heute das 40.000. Mitglied
Auch wenn es nicht restlos voll wird, dürfen sich die Fans heute auf einen besonderen Tag freuen, denn das Spiel wird den eigenen Mitgliedern gewidmet.
Bereits vor wenigen Wochen kündigte Stephan Zimmermann an, dass der Verein im November oder Dezember die Marke von 40.000 Mitgliedern knacken wird. Jetzt ist es bereits Anfang November soweit. Das 40.000. Mitglied der Sportgemeinschaft wird gegen Fürth sogar auf dem Rasen geehrt.
Daneben dürfen sich auch die Bestandsmitglieder über ein paar Schmankerl freuen. Dynamo erhöht den Rabatt im Fanshop heute von den dauerhaften fünf Prozent für Mitglieder auf 15 Prozent. Außerdem stellt der Club vor den Eingängen an der Lennéstraße und hinter der Westtribüne Aktionsstände auf. Einige Mitglieder werden zudem in den Genuss kommen, hinter die Kulissen blicken zu dürfen, hieß es auf der Website des Vereins.
14.01 Uhr: Das Rudolf-Harbig-Stadion ist heute nicht restlos ausverkauft
Am Freitagabend werden rund 30.000 Fans im schwarz-gelben Wohnzimmer erwartet.
Etwa 500 davon reisen aus dem Frankenland mit an, komplett ausverkauft ist die Partie aber nicht. Dynamo verwies im Vorfeld auf den Zweitmarkt oder den eigenen Online-Ticketshop, um die Bude doch noch voll zu bekommen.
Der Einlass beginnt um 16.30 Uhr, außerdem ist die Begegnung zur Abwechslung mal kein Hochrisikospiel. Somit herrschen im Bereich des Stadions keine besonderen Regeln zum Mitführen von bestimmten Gegenständen.
13.43 Uhr: Wird es für Thomas Stamm bei einer Niederlage eng?
Auch bei einer Heimniederlage heute Abend gegen Fürth wackelt der Trainerstuhl von Thomas Stamm in Dresden nicht - zumindest, wenn man den Worten von Sport-Geschäftsführer Sören Gonther Glauben schenken kann.
"Die Trainerfrage stellt sich für uns nicht", bekräftigte der 39-Jährige unter der Woche gegenüber der Sächsischen Zeitung.
Der Dynamo-Übungsleiter aus der Schweiz wusste das auch gleich zu schätzen: " Seit er hier ist, spüre ich diese Unterstützung", erklärte Stamm anschließend.
Fakt bleibt aber auch, dass der Coach trotz eines hoffnungsvollen Transfersommers bislang nicht an die bärenstarke Rückrunde der vergangenen Spielzeit anknüpfen konnte, nach zehn Runden auf dem letzten Tabellenplatz steht und eine weitere Pleite - insbesondere vor heimischem Publikum und gegen einen potenziellen Konkurrenten im Abstiegskampf - die Stimmung an der Elbe nicht gerade verbessern würde.
13.25 Uhr: Heiko Vogel warnt vor "angeschlagenem Boxer" Dynamo Dresden
Diese Formulierung kennt man doch in Dresden: Fürth-Trainer Heiko Vogel hat vor dem Spiel seiner Mannschaft an der Elbe vor einem "angeschlagenen Boxer" gewarnt.
"Ich denke, dass sie in Dresden mehr Druck haben als wir", sagte der 50-Jährige auf der abschließenden Pressekonferenz zunächst. "Dresden ist ein angeschlagener Boxer, der sehr gefährlich ist. Wir können uns noch gut an das letzte Spiel erinnern, das will ich nicht mehr kommentieren müssen. In der Rückrunde waren sie Top vier. Wir sind gewarnt."
Zuletzt waberte die Bezeichnung für einen Gegner durch Elbflorenz, als Dynamo nach dem ersten Saisonsieg gegen Darmstadt in Heidenheim ranmusste, das gerade in der Liga von Hertha (1:4) und im DFB-Pokal vom Regionalligisten SSV Jeddeloh II (2:5) zerlegt worden war. Die SGD verlor nach einem extrem bitteren Spielverlauf an der Brenz mit 3:5.
Stamm nahm das geflügelte Wort Ende August zwar selbst in den Mund, jedoch nur, um es explizit abzulehnen, da er Heidenheim immer für gefährlich halte, nicht nur mit dem Rücken zur Wand. Trotzdem dürfte er sich heute einen Lucky Punch seiner taumelnden Boxer wünschen.
13.08 Uhr: Abwehrsorgen bei Dynamo Dresden vor dem Spiel gegen Greuther Fürth
Thomas Stamm ist am Freitag nicht unbedingt zu beneiden, denn vor allem in der Defensive drückt in der sächsischen Landeshauptstadt ganz schön der Schuh.
Neben den Langzeitverletzten Lars Bünning und Kenneth Schmidt fällt auch Thomas Keller nach seiner Gehirnerschütterung weiter aus. Daneben fehlt Youngster Friedrich Müller nach seiner Ampelkarte in Hannover gesperrt.
Auch Nicolai Rapp musste in Niedersachsen frühzeitig runter, allerdings aufgrund einer Verletzung. Die hat der Neuzugang inzwischen auskuriert, er steht für das Spiel am Freitagabend glücklicherweise zur Verfügung, wie Stamm auf der abschließenden Pressekonferenz erklärte. Sonst wären nur noch Ahmet Muhamedbegovic und Till Neininger als Innenverteidiger übrig gewesen.
Eventuell könnte es trotzdem zu einer unerwarteten Umstellung in der Viererkette kommen, denn der SGD-Coach betonte ungewohnt offensiv, dass auch Alexander Rossipal in der Innenverteidigung auflaufen kann und das in Rostock bereits getan hat. Dadurch würde Straudi seinen Platz hinten links behalten, der Standardkünstler würde reinrücken.
12.45 Uhr: Bilanz und Ausgangslage
Insgesamt sieht die Statistik zum Duell gegen die Spielvereinigung aus Dresdner Sicht allerdings nicht gerade rosig aus.
18 Mal trafen beide Clubs bislang zu Pflichtspielen aufeinander, nur viermal hat Schwarz-Gelb dabei das Feld als Sieger verlassen. Der Triumph im Januar beendete sogar eine fast neunjährige Durststrecke. Auf der anderen Seite feierte das Kleeblatt neun Erfolge, fünf Partien endeten mit einem Unentschieden.
Der Austragungsort dürfte Dynamo allerdings Mut machen, denn die beiden bisherigen Saisonsiege gegen Darmstadt und Magdeburg gelangen jeweils vor heimischer Kulisse.
Außerdem waren die Franken selbst in dieser Saison noch nicht mit Konstanz gesegnet. Zwei Siege am Stück konnte das Team von Coach Heiko Vogel beispielsweise noch nicht einfahren, vergangenen Sonntag holte Fürth aber einen 1:0-Erfolg im Sportpark Ronhof gegen Holstein Kiel.
12.30 Uhr: Wird Greuther Fürth für Dynamo Dresden wieder zum Wegweiser?
Der Blick in die vergangene Spielzeit zeigt, was für ein gutes Omen ein Sieg gegen die Gäste aus dem Frankenland sein könnte.
Denn da war das Kleeblatt praktisch der Wegweiser für die Sportgemeinschaft. Zum Saisonauftakt Anfang August 2025 setzte es nämlich eine bittere 2:3-Pleite in Fürth - es war der Auftakt einer horrenden Hinrunde, in welcher Schwarz-Gelb lediglich drei Siege feiern durfte.
Nach der Winterpause traf Dynamo dann wieder als Erstes auf die Spielvereinigung, gewann durch die Treffer von Thomas Keller und Jakob Lemmer mit 2:0 und läutete eine herausragende Rückrunde ein, die im Klassenerhalt gipfelte.
12 Uhr: Dynamo Dresden gegen die SpVgg Greuther Fürth im Liveticker
Hallo und herzlich willkommen zu unserem Liveticker zur Partie am 11. Spieltag der 2. Liga zwischen Dynamo und Fürth.
Ab 18.30 geht es im RHS rund, vorher versorgen wir euch hier mit allen Infos, Hintergrundgeschichten und Impressionen.
Titelfoto: Lutz Hentschel