Dynamo gegen Schalke live: Pokal-Ekstase in Dresden! SGD haut Knappen um und steht im Achtelfinale
Dresden - Schalke und DFB-Pokal, das liegt der SG Dynamo Dresden! Zwölf Jahre nach dem letzten Cup-Duell beider Teams hat Schwarz-Gelb erneut zugeschlagen und Königsblau hochverdient mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg aus dem Wettbewerb gekegelt. Der Zweitligist steht damit im Achtelfinale und feiert seine Pokal-Helden.
Patrice Covic brachte die Hausherren im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion in Führung, ehe der eingewechselte Christoph Daferner kurz vor Schluss nach einer Ecke den Deckel draufmachte.
Von Beginn an gab Dynamo allerdings den Ton an und ließ einen Klassenunterschied unsichtbar werden. Nur die großen Chancen fehlten in der ersten Halbzeit noch.
Schalke hingegen wachte so wirklich erst nach dem Gegentreffer auf, doch Dresden zeigte kaum Nerven und ersparte sich mit dem zweiten Tor dann auch noch das ganz große Zittern. Das war eine ganz reife Leistung der Mannschaft von Thomas Stamm!
Endstand:
Dynamo Dresden - FC Schalke 04 2:0
Torschützen: 1:0 Patrice Covic (54.), 2:0 Christoph Daferner (88.)
In unserem TAG24-Liveticker zum Zweitrunden-Knaller liefern wir Euch alle Infos, Nebengeräusche, Highlights und Tore zum Spiel!
Dynamo Dresden wirft Schalke hochverdient aus dem DFB-Pokal!
Abpfiff: Das war's, das Spiel ist aus! Dynamo gewinnt 2:0, haut Schalke hochverdient aus dem Pokal und steht im Achtelfinale.
90. Minute +4: Königsblau wirft alles nach vorn, findet aber weiterhin kaum Mittel oder Mitspieler. Nach Ballverlust unterbinden die Knappen dann einen Konter unfair, wertvolle Sekunden für Dresden.
90. Minute +1: Lemmer nimmt beim Konter wieder Fahrt auf, kann von vier Schalkern aber noch rechtzeitig gestellt werden.
90. Minute: Fünf Minuten werden noch nachgespielt.
Christoph Daferner erhöht für Dynamo Dresden!
88. Minute: TOOOOOOOR für Dynamo, Daferner macht den Deckel drauf! Der eingewechselte Stürmer steigt nach der Rossipal-Ecke am höchsten und nickt zur Entscheidung ein.
88. Minute: Katic und Rapp geraten vor der Ecke aneinander, kurz wird es hektisch im Schalker Strafraum. Beide sehen die Gelbe Karte.
86. Minute: Das muss das 2:0 sein! Lemmer setzt sich beim Konter irgendwie gegen den letzten Schalker durch, wählt dann aber nicht das Abspiel, sondern den Abschluss - der neben das Tor abgefälscht wird.
83. Minute: Beim fälligen Freistoß bleibt Rossipal gleich mehrfach an der Mauer hängen.
82. Minute: Müller muss anschließend ein paar Minuten behandelt werden, Stamm reagiert sofort. Der Youngster geht raus, Muhamedbegovic kommt.
80. Minute: Müller und der eingewechselte Adamu prallen bei einem Luftzweikampf gegeneinander, der Dresdner bekommt den Freistoß knapp 30 Meter vor dem Schalker Tor.
78. Minute: Dynamo bleibt konzentriert, Schalke findet kein Mittel. Rapp holt sich bei einem Einwurf fix etwas Gel-Elektrolyt, dann geht's weiter. Inklusive Nachspielzeit wohl noch rund 15 Minuten bis zur Pokal-Überraschung.
75. Minute: Niklas Hauptmann und Vincent Vermeij gehen raus, Christoph Daferner und Luca Herrmann sollen die Führung über die Ziellinie bringen.
75. Minute: Etwas Glück für die SGD. Schalke kommt auf der linken Seite mal durch, die flache Hereingabe kann Friedrich Müller dann aber bereinigen.
73. Minute: Da ist einer dieser Umschaltmomente! Bobzien hat auf links viel Wiese vor sich, zieht in die Mitte und hält drauf. Ein Schalker Körper kann aber noch zur Ecke klären.
72. Minute: Schalke bleibt nun engagierter, doch Dynamo bietet dem Bundesligisten kaum Räume und kann jetzt selbst bei Ballgewinn schnell umschalten. Rund 20 Minuten noch, bis die mittelgroße Überraschung für Dynamo perfekt ist.
68. Minute: Stamm wechselt. Der angeschlagene Straudi geht raus, Alexander Rossipal kommt ins Spiel. Außerdem hat Torschütze Covic Feierabend, Jakob Lemmer darf für ihn ran.
67. Minute: Straudi bleibt nach einem Zweikampf liegen und muss behandelt werden.
66. Minute: Unter Mithilfe von Schiri Haslberger, der im Weg steht, verliert Dynamo den Ball vor dem eigenen Sechzehner. Tanaka verzettelt sich dann allerdings im Dribbling.
64. Minute: Wieder Dynamo im Konter, dieses Mal findet Wagner die Lücke nicht, um Bobzien einzusetzen.
63. Minute: Sterner treibt den Ball im Gegenangriff nach vorn, sein Pass in den Lauf von Hauptmann ist dann aber etwas zu steil.
63. Minute: Schalke ist mit dem Tor aufgewacht und hat gemerkt, dass man im Fußball auch mehr als vier Pässe am Stück spielen kann. Dynamo muss jetzt verteidigen, macht das bislang aber gut.
60. Minute: Nach dem Treffer ist jetzt deutlich mehr Feuer drin. Covic und Aouchiche geraten aneinander, beide sehen die Gelbe Karte.
Schalke-Trainer wird vor Dynamo-Tor fast von Becher getroffen!
55. Minute: Dresden hatte unmittelbar vor dem Tor allerdings großes Glück. Wenige Momente zuvor flog nämlich ein Becher aus dem Heimblock und hätte fast den S04-Coach Muslic getroffen. Im Dynamo-Torjubel räumte der Übungsleiter der Gäste das Wurfgeschoss auch demonstrativ vom Feld. Hätte der Becher getroffen, dann wäre wohl was los gewesen.
Patrice Covic bringt Dynamo Dresden in Führung!
54. Minute: TOOOOOOOR für Dynamo, Covic trifft zum hochverdienten 1:0! Die Hausherren spielen sich über links schön durch die Schalker Reihen, am Ende bringt Straudi die Kugel in die Mitte, wo sie an allen vorbei bis an den langen Pfosten zur Werder-Leihgabe durchrutscht. Der Youngster zieht trocken ab, Karius kann den Ball mit dem Fuß nur noch in den eigenen Kasten abwehren.
53. Minute: Straudi nimmt auf links Fahrt auf, Dina Ebimbe stoppt den Dresdner dann unfair. Der Schalker kommt aber ohne Verwarnung davon.
48. Minute: Die erste Chance nach dem Seitenwechsel hat einen königsblauen Anstrich: Dynamo verliert den Ball im Aufbau viel zu einfach und fahrlässig, das Schüsschen von Aouchiche ist aber gar kein Problem für Grill.
Schafft Dynamo Dresden in der zweiten Hälfte die Überraschung?
46. Minute: Weiter geht's im Rudolf-Harbig-Stadion, die zweite Halbzeit hat begonnen.
Halbzeit: Die SGD macht das hier eigentlich stark. Gegen den nominell höherklassigen Gegner ist Dynamo griffig in den Zweikämpfen, läuft wie immer jeden nötigen Meter und gibt über weite Strecken den Ton an - nur Torchancen sind Mangelware. Das kennen auch die Gegner der Gelsenkirchener aus der Bundesliga, in letzter Linie riegelt Königsblau ab. Selbst hat der eigentliche Favorit aber kaum Lust auf Angriffsspiel - zumindest bis kurz vor der Pause. Sicher kein Gruselkick so kurz vor Halloween, aber doch highlightarme Kost. Dafür ist hier wirklich noch alles drin.
Keine Tore zur Pause bei Dynamo Dresden gegen Schalke
Halbzeit: Pausenpfiff im Rudolf-Harbig-Stadion, mit einem 0:0 geht es in die Kabinen.
45. Minute: Aus der Ecke macht Schalke nichts, eine Minute wird noch nachgespielt im ersten Durchgang.
45. Minute: Die beste Gelegenheit der Partie gehört jetzt doch Schalke: Nach einer Flanke von der rechten Seite steigt Tanaka hoch und köpft, Grill muss den Arm hochreißen und zur Ecke klären.
44. Minute: Hwang beschwert sich etwas zu vehement bei Referee Haslberger und sieht die nächste Gelbe Karte.
43. Minute: Dynamo hat hier seit gut 20 Minuten deutlich mehr vom Spiel, muss sich aber, was Chancen angeht, weiterhin in Geduld üben. Bis zur Pause bleibt nicht mehr viel Zeit.
40. Minute: S04 traut sich mal nach vorn und setzt Hwang in Szene, der dann im Luftduell an Müller abprallt, liegen bleibt und sich den Kopf hält. Der Schiri pfeift kein Foul, unterbricht das Spiel dann auch erst nach einigen Sekunden. Bei Hwang geht es weiter, er muss aber kurz raus.
38. Minute: Bobzien kommt über links mal durch, bleibt mit seiner Hereingabe aber wieder an einem Akteur in Königsblau hängen.
36. Minute: Edin Dzeko foult Bobzien kurz hinter der Mitellinie und sieht die Gelbe Karte.
36. Minute: Auf der anderen Seite kann man auch den Schalkern ein Kompliment machen: Immer wenn es irgendwie gefährlich werden könnte, rauschen zwei bis drei Knappen an und setzen die Dynamos unter Druck. Das macht den Offensivspielern der Dresdner verständlicherweise gar keinen Spaß.
33. Minute: Seit Minuten spielt sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab, Dresden kontrolliert dabei die meiste Zeit das Spielgerät - ohne aber eine Lücke im Knappen-Block zu finden. Zeit, auf die Ränge zu blicken: Die Stimmung ist wie erwartet fantastisch, beide Fanlager machen ununterbrochen Lärm und peitschen die Teams an.
Dynamo Dresden liefert Schalke ein Duell auf Augenhöhe!
27. Minute: Das erste Mal seit langem setzen sich die Schalker etwas in der Dresdner Hälfte fest, dem Bundesligist fehlt aber bisher ebenfalls die Durchschlagskraft. Von einem Klassenunterschied ist hier bis dato jedoch gar nichts zu merken.
24. Minute: Erneut Rapp mit dem langen Holz, aber etwas zu lang für Covic.
22. Minute: Der nächste schnelle Vorstoß der Gastgeber, die definitiv Blut geleckt haben. Zunächst bleibt jedoch Vermeij hängen, dann Covic. Die Gäste aus dem Ruhrpott sind nach einigen aussichtsreichen Angriffen zu Beginn aktuell komplett ruhiggestellt.
20. Minute: Da ist die Chance! Mit etwas Glück flippert die Kugel im Schalker Sechzehner zu Vermeij, der das Leder aus spitzem Winkel aber nicht mehr richtig aufs Tor bekommt.
18. Minute: Rapp schickt Bobzien mit einem herrlichen Pass durch die Luft auf die Reise, anschließend bleibt Hauptmann in der Szene und bekommt noch eine zweite Chance - nur der Abschluss, der will sich für Dresden gerade einfach noch nicht ergeben.
16. Minute: Die Sportgemeinschaft macht das gut, der letzte Pass kommt aber noch nicht optimal - wie eben auf Vermeij. Dafür ist die Stamm-Elf bei den direkten Gegenstößen der Schalker jetzt wacher, was den Trainer freuen wird.
12. Minute: Dynamo kombiniert sich gekonnt auf links durch, bei Bobzien schleicht sich dann aber doch der Fehlerteufel ein.
11. Minute: Becker bekommt auf der linken Schalker Seite viel Platz, dann blockt Sterner die Flanke aber stark.
9. Minute: Beide Teams bekommen in der Mitte inzwischen etwas mehr Zugriff und bauen deshalb gemächlicher auf.
5. Minute: Es geht früh auf und ab. Dynamo lässt Schalke viel zu leicht durchs Mittelfeld marschieren, dann setzt Hwang seinen Kollegen Dina Ebimbe in Szene, doch Straudi rettet als letzte Bastion zur Ecke. Aus der kann Königsblau nichts Zählbares machen.
4. Minute: Wieder die Hausherren, dieses Mal wird Bobzien auf die Reise geschickt. Der Dresdner Offensivmann lässt sich aber noch von einem Knappen abdrängen und haut das Leder dann weit drüber. Auch hier kann wesentlich mehr rausspringen, aber ein guter Start der Sportgemeinschaft.
3. Minute: Die SGD bricht über die linke Seite durch, wo Straudi dann auf den perfekten Moment wartet, um Vermeij auf die Reise zu schicken. Er wählt den falschen, ein Schalker Bein ist dazwischen. Da war mehr drin.
2. Minute: Rapp spielt einen Rückpass auf Grill viel zu ungenau, der Dynamo-Keeper muss den Ball ins Aus klären und Schalke das Spielgerät damit schenken.
Der Pokal-Kracher zwischen Dynamo Dresden und Schalke läuft!
1. Minute: Der Ball in Dresden rollt!
18 Uhr: Der Anpfiff verzögert sich
Schiedsrichter Haslberger wartet etwas mit dem Spielbeginn, damit der gelbe Rauch wegziehen kann. Das sollte aber nur wenige Minuten dauern.
17.55 Uhr: Gleich geht es los!
Die Mannschaften betreten den Rasen, alles ist angerichtet für ein Fußballfest.
Die Dynamo-Fans präsentieren schon vor dem Anpfiff ein riesiges "Forza Dynamo"-Banner. Die Schalker Fans begleiten die Präsentation mit einem Gesang, den wir an dieser Stelle mal lieber nicht wörtlich nennen, dann werden sie aber von den Heimfans übertönt. Anschließend hüllt der K-Block das Transparent in eine große Lichtershow mit gelbem Rauch und Raketen.
17.45 Uhr: Auch die Schalke-Anhänger machen ordentlich Stimmung
Schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff haben auch die mitgereisten Schalker Fans angefangen zu singen.
Und das in durchaus beeindruckender Lautstärke. Der Auswärtsblock ist bereits vor dem Spiel lauter als oftmals während einer Partie.
17.43 Uhr: Der K-Block stimmt die Dynamo-Spieler ein
Wie immer holen sich die SGD-Profis vor dem K-Block noch einmal eine Extraportion Motivation ab, ehe es wieder in die Kabine geht.
17.40 Uhr: Thomas Stamm wäre wohl fast bei Schalke gelandet
Bevor es ans Eingemachte geht, werfen wir noch einmal einen Blick in die Vergangenheit: Wäre die Schalker Trainersuche vor ein paar Jahren etwas anders gelaufen, dann würde Thomas Stamm heute vielleicht beim Gegner auf der Bank sitzen.
Wie die Badische Zeitung im Sommer 2022 berichtete, war der damalige Trainer-Shootingstar vom SC Freiburg II nämlich ein Kandidat in Gelsenkirchen. Mike Büskens hatte die Knappen zu diesem Zeitpunkt gerade zurück ins Oberhaus geführt, allerdings sprang die Vereinslegende nur interimsweise für den während der Zweitliga-Saison entlassenen Dimitrios Grammozis ein.
Letztlich entschied sich Königsblau damals für Frank Kramer, der nach zwölf Partien bereits wieder gefeuert wurde. Stamm blieb noch zwei weitere Jahre in Freiburg, ehe sich Dynamo Dresden meldete und den Übungsleiter auf die eigene Bank holte.
17.28 Uhr: Die Spieler wärmen sich auf, Fans bereiten Choreografie vor
Inzwischen sind beide Mannschaften auf dem Rasen und wärmen sich auf.
Das Pokal-Motto "Alle in Gelb" hat mit Blick auf den K-Block funktioniert: Die Fans bilden dort bereits eine gelbe Wand. Zudem haben die Dresdner Anhänger eine XXL-Choreo geplant, die bereits vorbereitet wurde. Wir dürfen gespannt sein.
17.15 Uhr: Dieser Schiedsrichter bringt Dynamo Dresden (meistens) Glück!
Wolfgang Haslberger aus St. Wolfgang ist heute als Haupt-Schiedsrichter beim Pokal-Kracher im Einsatz.
Für die SGD ist das eigentlich ein gutes Omen, denn in sechs Partien unter der Leitung des 33-Jährigen sprangen für Dynamo fünf Siege heraus. Zuletzt war er vergangene Saison zwar bei der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn in der 2. Bundesliga bei einem Spiel mit Dresdner Beteiligung an der Pfeife, zuvor brachte er den Schwarz-Gelben zwischen 2022 und 2025 aber fünfmal in der 3. Liga Glück. Aber: Bei der Pleite gegen den SCP gewährte er den Ostwestfalen einen umstrittenen Elfmeter, nachdem Konrad Faber aus kurzer Distanz an die Hand geschossen wurde.
Die Schalker Erfahrungen mit dem Unparteiischen sind insgesamt deutlich gemischter. Seit 2022 pfiff der Referee zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage der Gelsenkirchener.
Unterstützt wird Haslberger heute von seinen Assistenten Tobias Endriß und Maximilian Lotz, als Vierter Offizieller steht Tom Bauer an der Seitenlinie. VAR der Partie ist Guido Winkmann, Markus Wollenweber sitzt mit im Keller.
16.55 Uhr: Die Aufstellungen sind da!
Dynamo-Trainer Thomas Stamm nimmt im Vergleich zur Niederlage in Kiel keine Veränderung vor und schickt zum vierten Mal in Folge dieselbe Startelf ins Rennen!
16.34 Uhr: Jetzt sind auch die Dynamos angekommen!
Jetzt ist auch Dynamo da. Kurz nach 16.30 Uhr und damit eine gute Viertelstunde nach den Königsblauen rollte der Bus der SGD ins Rudolf-Harbig-Stadion.
16.18 Uhr: Die Knappen sind da!
Schalke macht 16.18 Uhr den Anfang und ist am Rudolf-Harbig-Stadion angekommen.
16.03 Uhr: Fan-Andrang hält sich noch in Grenzen
Wegen des Regens ist es noch nicht brechend voll vorm K-Block, aber einige Fans sind pünktlich zum Einlass um 16 Uhr trotzdem schon da.
Ans Motto "Alle in Gelb" hat sich auf den ersten Blick nicht jeder gehalten, einige werden das Trikot aber sicher unter der dunklen Jacke tragen.
15.40 Uhr: Stadt und Polizei wappnen sich für Hochrisikospiel
Eine wirkliche Rivalität zwischen Dynamo und Schalke besteht zwar nicht, aber wie bei Abend- und Pokalspielen üblich, wurde das Duell als Hochrisikospiel eingestuft.
Daher hat die Stadt eine Allgemeinverfügung erlassen, die am heutigen Mittwoch zwischen 15 und 23 Uhr das Mitführen zahlreicher Gegenstände in der Nähe des Stadions verbietet. Darunter pyrotechnische Gegenstände, Sturmhauben, Protektorenhandschuhe, Messer, Helme, Schlauchschals und Schutzwesten. Das Verbot gilt für den Lennéplatz, die Parkstraße in westlicher Richtung bis Einmündung Zinzendorfstraße, Zinzendorfstraße in nordöstlicher Richtung über die Lingnerallee bis zur Grunaer Straße, Grunaer Straße in landwärtiger Richtung bis Straßburger Platz sowie Lennéstraße ab Straßburger Platz bis Lennéplatz.
Der Verein weist außerdem auf das geltende Alkoholverbot an Bahnhöfen hin. Die Stadiontore öffnen um 16 Uhr.
15.20 Uhr: So wollen die Fans Dynamo Dresden in die nächste Runde peitschen!
"Alle in Gelb", lautet heute das Pokal-Motto der Dynamo-Fans!
Die SGD-Anhänger sollen heute also in der wohl verhasstesten Farbe für den Gegner erscheinen. "Egal in welchem Block, gemeinsam ins Achtelfinale", stellte der K-Block zudem in den sozialen Netzwerken klar.
30.600 Zuschauer werden heute insgesamt im Rudolf-Harbig-Stadion erwartet, das Spiel ist seit Wochen ausverkauft. Rund 2700 Gästefans reisen aus Gelsenkirchen mit an.
Schalke-Trainer Miron Muslic erwartet eine "unfassbare Stimmung" in der sächsischen Landeshauptstadt, wie er auf der abschließenden Pressekonferenz erklärte. "Wir müssen uns auf eine fantastische Atmosphäre vorbereiten. Das müssen wir auf dem Platz auch sofort annehmen", fügte der Coach des heutigen Gegners an.
15 Uhr: Erlebt die SGD heute Abend das nächste "Wunder von Dresden"?
Auf den Tag genau vor zwölf Jahren, am 28. Oktober 2014, hat Dynamo Dresden als damaliger Drittligist den eine Liga höher spielenden VfL Bochum in der 2. Runde des DFB-Pokals nach Verlängerung mit 2:1 niedergerungen. Es war bei Weitem nicht der einzige legendäre Cup-Abend, der sich unweit der Elbe abgespielt hat.
Für immer unvergessen wird natürlich der 4:3-Erfolg nach Verlängerung gegen Bayer Leverkusen aus der Saison 2011/12 bleiben. Damals lag die SGD als Zweitligist gegen den haushohen Favoriten vom Rhein bis zur Stundenmarke mit 0:3 zurück, ehe Sebastian Schuppan und Doppelpacker Robert Koch die Schwarz-Gelben zurückbrachten und in die Verlängerung bugsierten. In der 117. Minute lief Alexander Schnetzler schließlich bei einem Konter durch und versetzte Dresden mit seinem Lupfer über den heutigen Dynamo-Torwarttrainer David Yelldell in Ekstase. Das Spiel ging als "Wunder von Dresden" in die Geschichte ein.
Ins kollektive Dresdner Gedächtnis hat sich auch der Sieg gegen RB Leipzig in der Saison 2016/17 eingebrannt. Die ungeliebten Messestädter reisten als Bundesligist zum Zweitliga-Vertreter und gingen zunächst mit 2:0 in Führung. Stefan Kutschke rettete Dynamo mit einem Doppelpack aber in die Verlängerung, nach 120 hochspannenden Minuten brachen im Zuge des Triumphs im Elfmeterschießen alle Dämme.
Schreibt die SGD heute Abend die nächste unvergessliche Pokal-Geschichte?
14.40 Uhr: Hier seht Ihr Dynamo Dresden gegen Schalke heute im TV
Wer es nicht ins Stadion schafft, braucht heute Abend ein kostenpflichtiges Abo beim Pay-TV-Sender Sky oder dem dazugehörigen Streamingdienst WOW.
Während am gestrigen Dienstag auch ein 18-Uhr-Spiel im linearen Fernsehen lief, ist das heute nicht der Fall. Nur das spätere Abendspiel zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Magdeburg wird in der ARD übertragen.
Dynamo gegen Schalke läuft als Einzeloption auf Sky Sport 3 oder in der Konferenz.
14.20 Uhr: Auch Lukas Boeder spielte einst für Schalke 04
Der zweite Dynamo-Profi mit Schalke-Vergangenheit ist Lukas Boeder. Von 2006 bis 2012 war der Innenverteidiger in Gelsenkirchen am Ball.
In der Knappenschmiede lernte der gebürtige Essener sein Handwerk, allerdings lediglich in ganz jungen Jahren im Nachwuchsbereich. Schon zur U17, also zur B-Jugend, verließ er S04 und wechselte zu Bayer Leverkusen. Dort stand er später mehrmals im Profikader, sein Profidebüt feierte Boeder aber erst während seiner Leihe zum damaligen Drittligisten SC Paderborn.
In Dresden kam der Defensivspezialist aufgrund muskulärer Probleme seit August nicht mehr zum Einsatz. Seine letzte Partie war das 3:5 in Heidenheim. Inzwischen ist der 29-Jährige zwar wieder fit, gegen Kiel schaffte er es aber noch nicht in den Kader.
14 Uhr: Thomas Stamm kann gegen Schalke fast aus dem Vollen schöpfen
Personell tritt Dynamo heute mit der Mannschaft an, die am vergangenen Wochenende 0:3 in Kiel verloren hat.
Nur der langzeitverletzte Lars Bünning sowie Thomas Keller und Kenneth Schmidt fallen weiterhin aus. Brooklyn Ezeh kassierte für seine Rote Karte bei der U23 zwar eine Sperre für vier Partien, diese gilt jedoch nur in der Liga. Im Pokal wäre der Linksverteidiger also spielberechtigt, fraglich ist trotzdem, ob er im Kader stehen wird.
Für den Abwehrmann wäre es aber ein besonderes Spiel, denn der gebürtige Hamburger wechselte 2019 aus der HSV-Jugend in die Schalker Knappenschmiede zur U19. Dreimal schaffte er es anschließend sogar in den Bundesligakader, ohne jedoch sein Debüt feiern zu dürfen. Für die U19 und die zweite Mannschaft von Königsblau absolvierte er insgesamt 54 Partien, 2022 zog er weiter zu Viktoria Berlin.
13.40 Uhr: So viel Kohle winkt Dynamo Dresden im Falle des Weiterkommens
684.566 Euro hat die SGD mit dem Einzug in die zweite Runde bereits verdient, bei einem Sieg gegen Schalke winkt eine knappe Million mehr.
228.189 Euro gab es allein für die Qualifikation und Teilnahme am DFB-Pokal, in jeder weiteren Runde verdoppeln sich die Prämien und kumulieren sich. Das bedeutet: Das Weiterkommen in Runde eins hat Dresden weitere 456.377 Euro eingebracht, der Einzug ins Achtelfinale ließe weitere 912.755 Euro in die schwarz-gelbe Kasse fließen.
Falls Dynamo im Achtelfinale dann ausscheidet, hätte der Club also insgesamt rund 1,597 Millionen Euro verdient. Der Pokalsieger erhält für den Triumph im Finale übrigens eine Prämie in Höhe von etwa sechs Millionen Euro, nimmt mit einem Cup-Run insgesamt aber 13,110 Millionen Euro ein. Alles in allem schüttet der DFB etwa 83 Millionen Euro an die 64 Teilnehmer aus.
13.20 Uhr: So haben sich die Teams in der 1. Runde geschlagen
Zum Start in die DFB-Pokalsaison 2026/27 ließ Dynamo Dresden bei Westfalia Rhynern gar keine Zweifel aufkommen und fegte den Regionalligisten mit 6:0 vom Platz.
Damit brach die SGD am 23. August sogar ihren eigenen Pokalrekord, zuvor war ein 5:0 im Jahr 1991 gegen den Suhler SV der höchste Cup-Sieg in der schwarz-gelben Vereinshistorie. Die Treffer vor zwei Monaten erzielten Jonas Sterner, Niklas Hauptmann, Vincent Vermeij, Ben Bobzien, Kaan Inanoglu und Robert Wagner.
Schalke tat sich gegen den Halleschen FC in der 1. Runde hingegen deutlich schwerer. Der Viertligist zwang den Bundesligisten durch den 2:2-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit in die Verlängerung, wo den Sachsen-Anhaltern dann aber die Puste ausging. Sylla, Adamu und Edin Dzeko machten es im Nachsitzen deutlich, Königsblau gewann mit 5:2 nach Verlängerung.
13.05 Uhr: Quo vadis, Dynamo Dresden?
Ja, wo zeigt sie bloß hin, die Formkurve von Dynamo Dresden? Im Pokal kann die SGD das Ruder für den nötigen Kurswechsel jetzt vielleicht endgültig herumreißen.
Viele Fans hatten sich das 2:0 im Derby gegen Magdeburg sicherlich als Wendepunkt einer bis dato durchwachsenen SGD-Saison erhofft, doch am vergangenen Wochenende folgte beim 0:3 in Kiel die Bauchlandung. Das bedeutet Platz 15 in der aktuellen Zweitliga-Tabelle und bleibende Abstiegssorgen. Bevor es am Sonntag zum ebenfalls kriselnden Wagner-Club nach Hannover geht, kann die Sportgemeinschaft gegen Schalke aber einen Funken entzünden, dessen Feuer sich vielleicht auch auf die Liga ausbreitet.
Schalke ist in der Formfrage dagegen selbst nicht auf Rosen gebettet. Nach dem beachtlichen Punktgewinn gegen die Bayern und dem anschließenden Sieg bei Union sah die Knappen-Welt zwar noch rosig aus, inzwischen haben sich aber zwei Pleiten sowie zwei biedere 0:0-Partien angeschlossen. Und mehr zu verlieren hat eindeutig der Bundesligist.
12.48 Uhr: Die Bilanz zwischen Dynamo Dresden und Schalke 04
Insgesamt sprechen die historischen Zahlen beim Duell der beiden Vereine eine ausgeglichene Sprache.
13 Mal trafen die Clubs bislang aufeinander, das Pokalspiel von 2014 mit eingeschlossen. Fünfmal verließen Dynamo und Schalke den Rasen dabei je als Sieger, drei weitere Partien endeten mit einem Unentschieden.
Zuletzt trafen die beiden Traditionsvereine vergangene Zweitliga-Spielzeit in der Aufstiegssaison der Knappen aufeinander. Schalke setzte sich am 4. Spieltag in Dresden durch einen Elfmeter in der 84. Minute von Kenan Karaman mit 1:0 durch, in der Rückrunde erkämpfte sich Dynamo beim damaligen Tabellenführer in Gelsenkirchen ein 2:2-Remis. Schwarz-Gelb holte einen 0:2-Rückstand auf, Thomas Keller köpfte in der 87. Minute nach einer Ecke zum Punktgewinn ein.
12.30 Uhr: Dynamo Dresden hat Schalke schon einmal aus dem DFB-Pokal geworfen!
Das letzte Pokal-Duell gegen S04 dürfte den Sachsen Mut machen, denn am 18. August 2014 kegelte die Sportgemeinschaft die Knappen schon einmal aus dem Cup.
Beim 2:1-Erfolg in der 1. Runde der Saison 2014/15 vor 29.590 Zuschauern im RHS schossen Justin Eilers per Elfmeter und Nils Texeira die Dresdner in Führung, der späte Anschluss von Joel Matip brachte Königsblau am Ende nichts mehr. Die SGD kämpfte sich mit einer Willensleistung weiter.
Und beide Clubs trennten damals deutlich größere sportliche Welten als heute: Schalke kickte in jener Spielzeit noch in der Königsklasse, bekam es unter anderem mit Chelsea und Real Madrid zu tun und beendete die Bundesliga auf Platz sechs.
Bei Dynamo saß damals Stefan Böger auf der Trainerbank, unter dessen Leitung der damalige Drittligist irgendwann den Anschluss an die Aufstiegsränge verpasste. Nach einer Pleite in Kiel wurde der Übungsleiter schließlich entlassen und zunächst bis Saisonende von Co-Trainer Peter Németh ersetzt, der anschließend unter Uwe Neuhaus in seine alte Funktion zurückkehrte.
Dresden beendete die Spielzeit auf Platz sieben, im Pokal war nach einem weiteren Sieg gegen den VfL Bochum schließlich im Achtelfinale gegen Borussia Dortmund Schluss.
12.15 Uhr: Dynamo Dresden gegen Schalke 04 im Liveticker
Hallo und herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Pokalspiel zwischen der SGD und S04!
Ab 18 Uhr rollt der Ball im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Dann will Dynamo den höherklassigen Gegner ärgern und vor heimischer Traumkulisse ein Fußballfest feiern. Schafft das Team von Trainer Thomas Stamm die Überraschung?
Titelfoto: Robert Michael/dpa