Dynamo-Ikone Sammer fordert: Nächste Saison aufsteigen!

Radeberg - Wenn es sportlich nicht so läuft, dann kann man schon einmal in deutlich erfolgreichere Zeiten schweifen. Da gibt's bei Dynamo so einige. Und weil demnächst der 70. Klub-Geburtstag ansteht, ergibt der Blick zurück gleich doppelt Sinn.

Jürgen Wehlend (v.l.n.r.), Klaus Sammer, Moderator Jens Umbreit, Präsident Holger Scholze und Mittelfeldspieler Niklas Hauptmann bei der Podiumsdiskussion.
Jürgen Wehlend (v.l.n.r.), Klaus Sammer, Moderator Jens Umbreit, Präsident Holger Scholze und Mittelfeldspieler Niklas Hauptmann bei der Podiumsdiskussion.  © Lutz Hentschel

Aus diesem Grund fand am gestrigen Mittwoch im Radeberger Brauerei-Ausschank auch die Auftaktveranstaltung für das zwölf Wochen andauernde Programm statt.

"Zeit für eine rauschende Party ist sicherlich nicht", erklärte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend, der zusammen mit SGD-Legende Klaus Sammer, Präsident Holger Scholze und Mittelfeldspieler Niklas Hauptmann an der Podiumsrunde teilnahm.

"Die Grundidee ist eine andere. 70 Jahre Dynamo Dresden soll ein Aufbruch begründet in den erfolgreichen Zeiten sein. Den 75. wollen wir als etablierter Zweitligist feiern - auch wenn da etwas mehr als nur die Liga dazugehört", so Wehlend.

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Identität und Werte sollen die Grundlage der anstehenden Feierlichkeiten bilden. Für beides stand auch immer Sammer, sowohl als Spieler (1965 bis 1975) als auch als Trainer in den 1980er- und 1990er-Jahren.

Dynamo Dresden: Klaus Sammer fordert Aufstieg in der nächsten Saison

Klaus Sammer (80) fordert den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.
Klaus Sammer (80) fordert den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.  © Lutz Hentschel

Dass dem Idol seine Schwarz-Gelben noch immer am Herzen liegen, daraus machte der 80-Jährige natürlich vor den rund 250 Gästen kein Geheimnis. "Ihr sollt nicht absteigen. Diese Saison die Klasse halten und nächste den Aufstieg", leitete Sammer zu Beginn des Abends ein. Und er schloss mit einem Appell an das Team: "Jungs, steigt auf!"

Dynamos Trainergespann und der Mannschaftsrat um Tim Knipping, Stefan Kutschke, Paul Will, Ahmet Arslan und Kevin Ehlers werden es verstanden haben. Weniger Anklang dürfte dagegen Sammers Vorschlag gefunden haben, wieder deutlich mehr auf Jugendspieler statt auf Transfers von außerhalb zu setzen. In Sachen Identität verständlich, sportlich aber nicht wirklich konkurrenzfähig.

Dazwischen gab's jede Menge Anekdoten der Anwesenden auf dem Podium - auch über Dynamos wohl erfolgreichste Zeit in den 70er-Jahren. Die anwesenden Helden früherer Tage Frank Richter, Rainer Sachse, Udo Schmuck, Hans-Jürgen Kreische oder auch Eduard Geyer werden diese sicherlich gern gehört haben.

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Neben Vorschlägen für jede Menge Identitätsstiftung gab's von Wehlend auch noch eine Ankündigung: Am Jubiläumstag, dem 12. April, könnte es "die größte Geburtstagstafel" geben, "die Dresden je gesehen hat".

Titelfoto: Lutz Hentschel

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