Dynamo-Kapitän Hauptmann mit klarer Ansage vor Zweitliga-Showdown
Dresden - Die Konstellationen, wie Dynamo den Klassenerhalt schaffen kann, sind ausgiebig beschrieben. Niklas Hauptmann (29) hat sich vor dem Showdown am Sonntag gegen Kiel nicht groß damit beschäftigt. "Nicht nach links oder rechts schauen", gibt er die Devise vor. "Wir werden uns nur auf unser Spiel konzentrieren."
Erst einmal ist Hauptmann froh, dass er dabei sein kann. Am 22. Februar in Hannover sah er seine vierte Gelbe. Seither war die Sperre nach der fünften Verwarnung immer in der Nähe. Er ist neun Spiele, in Nürnberg fehlte er verletzt, ohne durchgekommen.
"Tatsächlich, das waren einige Wochen. Im Spiel denkst du nicht daran. Jetzt bin ich glücklicherweise durchgekommen", nickt er zufrieden.
Die Anspannung vor dem Finale furioso ist schon zum Greifen - auch bei ihm. Die Niederlage in Braunschweig hat dafür gesorgt, dass Dynamo punkten muss. Am besten ist ein Sieg, dann ist ein Blick auf die anderen Plätze nicht nötig. Dann ist alles klar. "Die Anspannung wird eine andere sein", gibt der 29-Jährige zu. "Abstiegskampf ist nicht immer schön, da entscheidet vor allem der Kopf."
Und der stimmte in der Regel seit Januar. Mit 25 Punkten hat sich Dynamo zur viertbesten Mannschaft der Rückrunde aufgeschwungen. Gerade daheim hat Dresden fleißig gepunktet, holte da 16 Punkte.
Die SGD gewann gegen Fürth (2:0), Darmstadt (3:1), Münster (6:0), Bochum (2:0) und Kaiserslautern (1:0). Ein Punkt kam noch gegen Bielefeld (1:1) dazu. Niederlagen gab es gegen Elversberg (1:2) und die Hertha (0:1). Und nun also Kiel.
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Dynamos setzen Fokus voll auf Klassenerhalt
"Der Fokus von mir und der Mannschaft liegt nur auf dem Klassenerhalt", sagt der Vize-Kapitän. "Wir dürfen uns nicht damit beschäftigen, was wäre, wenn ... Wir hätten dann nicht die Klarheit, die du brauchst. Kiel will auch einen guten Saisonabschluss haben. Holstein wird uns nichts schenken. Es geht nur darum, klar zu sein."
Irgendetwas Verrücktes vor dem sonntäglichen Finale war bei Dynamo nicht geplant. Die Jungs um Trainer Thomas Stamm (43) werden einen ganz normalen Ablauf haben.
"Das ist das Ziel. Die bestmögliche Leistung werden wir zeigen, wenn wir die Woche so normal wie möglich gestalten. Trotzdem müssen wir nicht drumherumreden. Das ist ein besonderes Spiel und das ist jedem bewusst", sagt Hauptmann.
Und dann möchte er in den Medien nach dem Spiel nur eine große Schlagzeile lesen: "Klassenerhalt geschafft - der bestmögliche Abschluss für Stefan Kutschke (37)." Wir alle, "Haupe", wir alle.
Titelfoto: IMAGO/DeFodi Images

