Dynamo-Keeper Schreiber auf der Linie stark, am Ball mit zu vielen Fehlern

Dresden - 84. Minute im Heimspiel gegen Aachen: Abstoß für Dresden, Lars Bünning spielt kurz auf seinen Keeper Tim Schreiber. Er will zurückspielen, schiebt den Ball aber an seinem Innenverteidiger vorbei ins Toraus. Ecke Aachen.

Wenn Tim Schreiber (22, l.) gegen Aachen den Ball am Fuß hatte, ging ein Raunen durchs Publikum - nicht ganz fair. Trotzdem macht Dynamos Schlussmann noch zu viele Fehler.
Wenn Tim Schreiber (22, l.) gegen Aachen den Ball am Fuß hatte, ging ein Raunen durchs Publikum - nicht ganz fair. Trotzdem macht Dynamos Schlussmann noch zu viele Fehler.  © Lutz Hentschel

Nicht auszudenken, diesen Standard hätte die Alemannia zum 1:0 genutzt. Die Pfiffe gegen die Nummer eins der SGD wären nicht verstummt.

Das Problem dabei: Es war der vierte krasse Fehler des 22-Jährigen allein an diesem Abend, auch in den Partien davor unterlief ihm immer wieder ein solcher Bock.

Schreiber wirkt derzeit noch nicht souverän, eher unruhig, mental nicht stabil. Aber nur mit Ball am Fuß, auf der Linie glänzt er immer wieder, rettete Dynamo da schon einige Male. Aber als reiner Fußballer ist es noch nicht das Gelbe vom Ei.

Mit ihm stark, ohne ihn schwach: Dynamo hat ein großes Hauptmann-Problem
Dynamo Dresden Mit ihm stark, ohne ihn schwach: Dynamo hat ein großes Hauptmann-Problem

Der Keeper erklärte im Sommer nach seinem Wechsel von Saarbrücken nach Dresden, dass für ihn ein Traum in Erfüllung geht, bei seinem Heimatverein die Kiste hüten zu dürfen, ein Privileg.

Auf der Linie ist auf ihn Verlass. Diesen Schuss hätte Tim Schreiber gehabt, er ging knapp vorbei.
Auf der Linie ist auf ihn Verlass. Diesen Schuss hätte Tim Schreiber gehabt, er ging knapp vorbei.  © Lutz Hentschel
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Spätestens seit Sonntag weiß er auch, was das heißt, wenn es nicht so läuft. Das Raunen im Stadion war nicht zu überhören, die Pfiffe gleich gar nicht. In den sozialen Medien sollte er in dieser Woche lieber nicht surfen, weil da vieles schon wieder geschmacklos ist.

Aber: Der Mann ist 22, er ist mit seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende, wird seine Lehren aus den bisherigen Spielen ziehen und definitiv Dynamo in dieser Saison noch manchen Sieg retten.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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