Dynamo-Keeper Schreiber lüftet Geheimnis: Was ihm vor jedem Spiel hilft
Dresden - Er wirkt ganz cool, ganz abgeklärt und in sich gekehrt, als könne Tim Schreiber (23) weder Sieg noch Niederlage irgendetwas anhaben. Sein Geheimnis? Die Musik! Dynamos Keeper setzt sich vor dem Spiel die Kopfhörer auf und bringt sich mit damit in die richtige mentale Verfassung.
"Ich versuche dann trotzdem, mir ab und zu noch mal ein paar Spielszenen anzuschauen, worauf ich achten muss, Standards etc., und was ich alles organisieren muss. Ich gehe sozusagen noch mal meine Aufgaben durch", sagt er.
Dazu gibt's aber nicht etwa Smooth Jazz oder sonstiges seichtes Gedudel auf die Ohren, Schreiber fährt sich mit etwas ganz anderem herunter: "Ich höre sehr, sehr gerne immer Rockmusik. So komme ich in meine Ruhe", gibt er zu. "Ich höre meistens Wolfmother, Black Sabbath oder ähnliches. So komme ich in meine Stimmung."
Auch für Samstag wird der 23-Jährige wieder die richtige Playlist auflegen, denn beim SC Paderborn im eher beschaulichen und ruhigen Ostwestfalen wollen Schreiber & Co. wieder die 2. Bundesliga rocken - wie schon beim 6:0-Erfolg zuletzt gegen Preußen Münster.
"Es zeigt einfach den Charakter der Mannschaft, dass wir jetzt auf dem Boden der Tatsachen bleiben und einfach an den Dingen weiterarbeiten, wo wir stehen geblieben sind. Weil wir sind auf jeden Fall noch lange nicht am Ende. Es war nur ein Spiel und jetzt gegen Paderborn geht es wieder bei null los", macht Dynamos Keeper klar.
SGD-Torhüter Schreiber blickt voraus auf das Spiel beim SC Paderborn
Paderborn sei eine "sehr starke Mannschaft, wie alle Zweitligisten. Da kommt auf uns wieder eine sehr, sehr harte Aufgabe zu", vermutet Schreiber. Er fordert: "Jetzt in den letzten acht Spielen heißt es: Wenn wir irgendwie Zählbares greifen können, dann müssen wir es nehmen. Weil das wird jetzt so eine enge Partie bis zum Schluss werden."
Und vermutlich wird er gegen Paderborn deutlich mehr zu tun bekommen als zuletzt gegen Preußen. "Ich stelle mich voll in den Dienst der Mannschaft. Wenn ich jetzt nichts zu tun habe und wir zu null spielen, ist es mir mehr wert, als wenn ich so viel zu tun habe", stellt der Keeper klar.
Für Schreiber ist nach eigener Aussage wichtig: "Die Leistungen, die wir derzeit bringen, das ist einfach eine Teamleistung. Wenn das jetzt solche Spiele wie gegen Münster werden, wo ich kaum was zu tun habe, dann hätte ich auch nichts dagegen. Am Ende steht das Team im Vordergrund, nicht meine Paraden."
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Titelfoto: Lutz Hentschel
