Dynamo plötzlich auf Platz 11: Stamm will sich von Tabelle nicht beeinflussen lassen

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Nürnberg - "Ich habe diese Woche etwas geschickt bekommen, da stand: Dynamo ist wieder zurück im Abstiegskampf. Da musste ich schmunzeln. Waren wir je raus?", fragte Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) nach dem coolen 2:0 (0:0) in Nürnberg. Beim Blick auf die Tabelle hat er absolut recht. Platz 11 klingt gut, aber es sind nur zwei Zähler auf Platz 17. Irre!

Thomas Stamm (43).
Thomas Stamm (43).  © Daniel Karmann/dpa

"Mit Blick auf die Tabelle lassen wir uns nicht zu sehr beeinflussen. Vor Kurzem wurden wir noch im Abstiegskampf gesehen, jetzt spricht man plötzlich von einer ruhigen Situation. Das zeigt, wie schnell sich Wahrnehmungen ändern", hob Stamm warnend den Finger.

Es stehen jetzt noch fünf Partien an, drei im eigenen Stadion, zwei auswärts. Da kann noch so viel passieren.

"Unser Ansatz ist klar: Wir schauen nicht auf andere Teams, sondern gehen es Spiel für Spiel an. Wir wissen ungefähr, wie viele Punkte wir noch brauchen, und sind überzeugt, dass wir diese selbst holen können – wenn wir weiterhin hart arbeiten und unsere Effizienz beibehalten", so Stamm, der anfügte: "Das Wichtigste ist, wir haben alles selbst in der Hand."

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Und: "Am Ende ist nicht entscheidend, wie andere Mannschaften spielen, sondern wie wir als Team auftreten und unsere Leistung auf den Platz bringen. Natürlich ist es Woche für Woche schwierig, konstant diese Leistung zu bringen, weil viele Spiele sehr eng sind. Aber wenn wir weiterhin so als Gruppe arbeiten, haben wir die Qualität, die nötigen Punkte zu holen."

Dynamo Dresden: Ersatzspieler nutzen ihre Chance in Nürnberg

Tony Menzel (21, l.) nutzte die Chance, die die Abwesenheit von mehreren Stammkräften im Mittelfeld bot.
Tony Menzel (21, l.) nutzte die Chance, die die Abwesenheit von mehreren Stammkräften im Mittelfeld bot.  © Daniel Karmann/dpa

Die Qualität der Gruppe war in Nürnberg da. Auch ohne vier fehlende Stammspieler. Es war die Chance für Lukas Boeder (28), Tony Menzel (21) und Luca Herrmann (27), sich in den Vordergrund zu spielen.

"Vor dem Spiel hatten wir darüber gesprochen, dass gerade solche Spiele, bei denen man es vielleicht am wenigsten erwartet, die Chance bieten, den entscheidenden Schritt zu machen. Das kann motivieren. Diese Jetzt-erst-recht-Mentalität wollten wir in die Mannschaft bringen."

Man hat im Spiel gemerkt, dass die Energie und die Intensität gestimmt haben, bei allen auf und neben dem Rasen.

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"Besonders wichtig war, dass wir effizient waren – das hat am Ende den Unterschied gemacht. In ausgeglichenen Spielen entscheiden oft Kleinigkeiten, und diesmal haben wir diese Momente besser genutzt."

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Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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