Emotionale Mitglieder-Versammlung: Das ist Dynamos neuer Aufsichtsrat!

Dresden - Als auf der ordentlichen Mitgliederversammlung der SG Dynamo Dresden der neue Aufsichtsrat gewählt wurde, war es längst dunkel. Um 10 Uhr begann die Versammlung, um 18.50 Uhr wurde das Ergebnis der 753 stimmberechtigten Mitglieder bekannt gegeben.

Das ist der neue Aufsichtsrat der SG Dynamo mit dem Präsidium: Michael Bürger (v.l.n.r.), Thomas Blümel, Sylvie Löffler, Michael Grafe, Michael Ziegenbalg, Jörg Heinig, Jens Hieckmann, Dr. Jürg Kasper und Holger Scholze.
Das ist der neue Aufsichtsrat der SG Dynamo mit dem Präsidium: Michael Bürger (v.l.n.r.), Thomas Blümel, Sylvie Löffler, Michael Grafe, Michael Ziegenbalg, Jörg Heinig, Jens Hieckmann, Dr. Jürg Kasper und Holger Scholze.  © Thomas Nahrendorf

Diese bewiesen Sitzfleisch. Sechs Plätze waren im Aufsichtsrat zu vergeben, zusätzliche drei Mitglieder werden von der Fangemeinschaft Dynamo, dem Jugendrat und dem Ehrenrat der SGD kooptiert, also entsandt. 15 Kandidaten standen zur Wahl.

So sieht der neue Aufsichtsrat für die kommenden drei Jahre aus: Jens Heinig, Michael Ziegenbalg, Dr. Jürg Kasper, Jens Hieckmann, Michael Grafe, Thomas Blümel und als kooptierte Mitglieder Sylvie Löffler (Fangemeinschaft) sowie Robert Pesch (Jugendrat).

Der Ehrenrat benennt sein Mitglied später. Neu ist Blümel, vom alten wurde Andre Gubsch nicht wiedergewählt.

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Somit stand auch fest: Matthias Döschner, der einst mit Dynamo dreimal DDR-Meister und viermal FDGB-Pokalsieger geworden war, wurde nicht gewählt. Ihm fehlten zwölf Stimmen. Er ist erster Nachrücker.

753 stimmberechtigte Mitglieder waren bei der Mitgliederversammlung der SG Dynamo im Kongresszentrum dabei. Um 10 Uhr ging's los und erst kurz nach 19 Uhr war Schluss.
753 stimmberechtigte Mitglieder waren bei der Mitgliederversammlung der SG Dynamo im Kongresszentrum dabei. Um 10 Uhr ging's los und erst kurz nach 19 Uhr war Schluss.  © Dennis Hetzschold
Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung war die Wahl eines neuen Aufsichtsrates.
Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung war die Wahl eines neuen Aufsichtsrates.  © Dennis Hetzschold
Im Dresdner Congress Center fand die Ordentliche und Außerordentliche Mitgliederversammlung statt.
Im Dresdner Congress Center fand die Ordentliche und Außerordentliche Mitgliederversammlung statt.  © Dennis Hetzschold

Geschäftsführer Wehlend fehlte krank - Sportchef Becker bekam ordentlich Kritik und kündigte Maßnahmen an

Sportgeschäftsführer Ralf Becker musste sich einige Kritik anhören. Er kündigte an, ab dem 8. Dezember die Zügel bei der Mannschaft anzuziehen.
Sportgeschäftsführer Ralf Becker musste sich einige Kritik anhören. Er kündigte an, ab dem 8. Dezember die Zügel bei der Mannschaft anzuziehen.  © Dennis Hetzschold

Bevor es zur Wahl kam, standen die Berichte des Präsidiums, der sportlichen Geschäftsführung, des Aufsichts-, Ehren- und Jugendrats zum Geschäftsjahr 2020/21 an.

Zwischen den Berichten gab es hochemotionale Diskussionen mit den Mitgliedern. Allein die zum sportlichen Bereich des Drittliga-Teams dauerte eine Stunde. Sportgeschäftsführer Ralf Becker musste sich aufgrund der schlechten Hinrunde ordentlich Kritik gefallen lassen. Er kündigte an, mit Beginn des Trainings am 8. Dezember die Zügel bei der Mannschaft anzuziehen und einige Privilegien zu streichen.

In Abwesenheit des erkrankten Jürgen Wehlend fand die Entlastung des kaufmännischen Geschäftsführers für das Jahr 2021/22 nicht statt, der Antrag wurde zurückgestellt. Becker als Geschäftsführer Sport hingegen wurde mit deutlicher Mehrheit entlastet.

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Vor der Ordentlichen zu Beginn des Tages ging die Außerordentliche Mitgliederversammlung über die Bühne. Themen waren dabei die "Beschlussfassung über die Beteiligung an der gemeinnützigen Dixie-Dörner-Stiftung" mit einem Startkapital von 100.000 Euro. "Das ist eine Stiftung, die uns am Herzen liegt", so Präsident Holger Scholze. 603 gültige Stimmen wurden abgegeben, 601 stimmten mit ja. Der nächste Punkt war die Beitrittserklärung der SGD zur Interessengemeinschaft TeamsportSachsen e.V.

Zu ihm gehören 25 sächsische Vereine. Jetzt nur noch 24. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Von 494 abgegebenen gültigen Stimmen stimmten 418 dagegen. Dynamo wird dem Verein also nicht beitreten.

Titelfoto: Bildmontage: Dennis Hetzschold

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