"Torjäger" Keller will Dynamo zum Klassenerhalt knipsen, aber was passiert danach?

Dresden - "Du hast lange kein Tor mehr gemacht, was ist los?" Diese nicht ganz ernst gemeinte Frage eines Dresdner Kollegen an Thomas Keller (26) hat gesessen. Mehr oder weniger, denn Dynamos Innenverteidiger nahm es mit einem breiten Grinsen und antwortete professionell.

Schon vier Spiele ohne: Wann trifft Thomas Keller (26) wieder?
Schon vier Spiele ohne: Wann trifft Thomas Keller (26) wieder?  © Lutz Hentschel

"Richtig, eine totale Krise", scherzte Keller. "Nein, ich habe es ja schon mal gesagt, mein Hauptjob ist Verteidigen. Das Toreschießen ist ja ein Bonus. Klar will ich weiterhin gefährlich sein. Ich versuche, bei Standards gefährlich zu sein, die Gegner stellen sich natürlich auch auf gewisse Varianten ein."

Nach seinen drei Toren in den ersten vier Partien ist der 26-Jährige bereits seit vier weiteren Spielen ohne Treffer. Aber das ist tatsächlich auch nicht seine Kernaufgabe. Das Toreverteidigen schon eher, hat zuletzt in Karlsruhe aber nicht ganz so gut funktioniert.

Aber das Gute ist, schon am Sonntag (13.30 Uhr) kann man das gegen Preußen Münster direkt wieder ändern. Sowohl was das Torverteidigen als auch das -schießen betrifft.

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Beim 2:2 im Hinspiel war die Leihgabe noch Heidenheimer, aber Dresdens Tore fielen nach Standardsituationen. Der Punkt gegen den direkten Konkurrenten damals wäre dieses Mal in Sachen Abstiegskampf zu wenig. Münster ist ein Sechs-Punkte-Spiel.

Thomas Keller lässt seine Zukunft bei Dynamo Dresden vorerst offen

Hauptaufgabe von Thomas Keller (26, l.) ist natürlich das Toreverhindern. Das gelang meistens ganz gut.
Hauptaufgabe von Thomas Keller (26, l.) ist natürlich das Toreverhindern. Das gelang meistens ganz gut.  © Lutz Hentschel

"Es sind dann noch insgesamt neun Spieltage. Aber das hat schon eine gewisse Brisanz, dieses Duell. Ja, es ist natürlich eins zwischen zwei Mannschaften, die beide im Abstiegskampf sind", gab auch Keller zu.

Aber: "Sechs-Punkte-Spiel ist ja immer, was von den Medien kommt. Für uns geht es um drei Punkte, ganz normal, wie in jedem anderen Spiel auch. Natürlich ist es ein wichtiges Spiel, aber auch wie jedes Spiel ein wichtiges Spiel ist. Wir spielen zu Hause, wir wollen den Fans drei Punkte schenken und dafür werden wir alles geben."

Nicht, dass der Innenverteidiger noch das Kunststück vollführt und am Ende mit zwei Teams absteigen muss. Sein Hauptverein 1. FC Heidenheim hat kaum noch Chancen, die Bundesliga zu halten, die SGD hat auch dank ihm gute Chancen.

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Logisch, dass er Schwarz-Gelb auch nächste Saison gut zu Gesicht stehen würde. Die Verhandlungen aber könnten schwierig werden, zumal Dynamo nach TAG24-Informationen keine Kaufoption besitzt.

"Ich denke mal, dass Heidenheim ja auch irgendwo einen Anspruch hat. Ich bin dort unter Vertrag. Am Ende vom Tag ist ja erstmal der Plan, dass ich zurückgehe und alles andere werden wir dann sehen, was dann passiert", konnte Keller nichts sagen. "Ich bin auf jeden Fall glücklich hier, alles andere wird man dann im Sommer sehen. Wichtig ist der Klassenerhalt hier und alles andere ist für mich jetzt erstmal nicht entscheidend."

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Titelfoto: Lutz Hentschel

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