Enttäuschter Vermeij gibt die Richtung für Dynamo vor: "Mund abwischen, weitermachen"

Düsseldorf - Als wäre die Rückkehr nach Düsseldorf für Vincent Vermeij beim 1:3 nicht schon nervig genug gewesen, musste er auch noch zur Dopingkontrolle. "Das gehört eben dazu. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es immer gerade nach solchen Spielen passiert", so der 31-Jährige frustriert.

Bei seiner Rückkehr hatte Vincent Vermeij (M.) keinen leichten Stand.  © imago/Beautiful Sports

So hatte er keine große Zeit, die Niederlage zu analysieren. Der Kontrolleur stand hinter ihm, hörte zu. Einige klare Worte fand er doch. 

Ein Sieg in Düsseldorf wäre wohl der Klassenerhalt gewesen. Aber so wird’s eng. "Mund abwischen, weitermachen", so Vermeij. "Anders geht es nicht."

Fußballerisch war es oft gar nicht so schlecht, was Dresden am Rhein zeigte. Aber das Abgezockte der letzten Wochen fehlte, war weg.

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"Offensiv waren die Möglichkeiten da, aber wir haben sie nicht sauber ausgespielt. Es gab ein paar Szenen, in denen wir näher am Tor sein müssen oder die Abschlüsse besser setzen müssen. Gerade im letzten Drittel waren wir zu ungenau. Im Mittelfeld haben wir vieles gut gemacht, wir hatten Kontrolle – aber vorne hat die Konsequenz gefehlt", erklärte der Niederländer.

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Vincent Vermeij hatte bis zuletzt das Gefühl, dass für Dynamo Dresden in Düsseldorf etwas möglich ist

Gegen Düsseldorfs Keeper Florian Kastenmeier (h.) gelang Vincent Vermeij kein Treffer. Auch seine Teamkollegen hatten meistens das Nachsehen.  © IMAGO/HMB-Media International

Es war eine Partie, die in der Tat schwer zu erklären war. Bis zum 0:3 war Dynamo drin im Spiel, hatte seine Möglichkeiten. Deutlich mehr als in Nürnberg. "Unterm Strich bin ich überzeugt, dass wir die bessere Mannschaft waren. Deshalb fühlt sich die Niederlage auch ärgerlich und irgendwie nicht verdient an", sagte Vermeij. 

Aber auf der anderen Seite stand ein starker Florian Kastenmeier (28) im Tor oder Dresden kam gar nicht erst bis zu ihm, weil der letzte Pass fehlte. Irgendwie standen sich die Sachsen an diesem gebrauchten Abend selbst im Weg. Bestes Beispiel war dafür die Nachspielzeit, als der Schuss von Luca Herrmann (27) sicherlich gefährlich gekommen wäre, er aber Christoph Daferner (28) anschoss. 

"Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, während Düsseldorf selbst die halben Chancen verwertet haben. Das waren am Ende auch Fehler von uns. Trotzdem hatte ich bis zur letzten Minute das Gefühl, dass noch etwas möglich ist. Wenn wir da noch ein Tor machen oder die eine Szene am Ende eben besser ausspielen, dann kann das Spiel nochmal kippen", sagte Vermeij kopfschüttelnd, bevor der Dopingkontrolleur das Gespräch beendete.

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Jetzt heißt es für alle: Die Niederlage abschütteln, die Effektivität zurückgewinnen und Kaiserslautern daheim schlagen.

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 30 45:26 61
2 SC Paderborn 07 30 52:35 58
3 SV 07 Elversberg 30 52:32 55
4 Hannover 96 30 50:36 54
5 SV Darmstadt 98 30 52:37 50
6 Hertha BSC 30 44:35 48
7 1. FC Kaiserslautern 31 49:46 46
8 Karlsruher SC 30 47:56 40
9 1. FC Nürnberg 30 39:41 38
10 VfL Bochum 1848 30 43:43 36
11 SG Dynamo Dresden 31 50:50 35
12 Holstein Kiel 30 39:43 35
13 Eintracht Braunschweig 31 34:50 34
14 Fortuna Düsseldorf 31 30:48 34
15 1. FC Magdeburg 30 48:55 33
16 SpVgg Greuther Fürth 30 43:63 33
17 Arminia Bielefeld 30 43:45 32
18 SC Preußen Münster 30 32:51 28

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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