Knackt Dynamo-Coach Stamm das Ende-System nach 40 Tagen ein zweites Mal?

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Dresden - Wenn die Gespräche danach länger dauern als die eigentliche Pressekonferenz, dann ist das mitunter ein gutes Zeichen. So läuft es bei Dynamo Dresden nach zuletzt zwei Siegen – ganz im Gegensatz zum Gegner am Freitagabend. Fortuna Düsseldorf schwankt gewaltig, auch noch unter dem neuen Trainer.

Von sechs Partien gegen Alexander Ende (46, r.) gewann Thomas Stamm (43, l.) drei bei einem Remis und 16:6 Toren.
Von sechs Partien gegen Alexander Ende (46, r.) gewann Thomas Stamm (43, l.) drei bei einem Remis und 16:6 Toren.  © IMAGO/Picture Point LE

"Wir müssen das als Gruppe jetzt so angehen, dass wir eine Jetzt-erst-recht-Mentalität nach vorne kehren", beschwor Alexander Ende (46) seine Fortunen, die allerdings mit einigen Ausfällen zu kämpfen haben: "Natürlich sind das Ausfälle, die wehtun. Aber es gibt ein Zitat: Es gibt Momente, da werden Helden geboren."

Düsseldorf und Ende sind als Tabellen-17. (31 Punkte) am Freitagabend (18.30 Uhr) mächtig unter Zugzwang, Dynamo ist als Elfter aktuell vier Punkte weg.

Das Problem: Der neue Fortuna-Coach befand sich vor genau 40 Tagen in einer ähnlichen Situation - noch als Trainer von Preußen Münster.

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Am 15. März gab's mit den Nordrhein-Westfalen in Dresden eine derbe 0:6-Klatsche, Endes Amtszeit bei den Preußen war damit vorbei.

"Ich glaube, grundsätzlich gibt es schon Momente, wo man in sich geht, wo man auch an den Trainerkollegen denkt, wenn man ihn gut kennt oder wenn man vielleicht noch mal eine intensive Beziehung hat", gibt Thomas Stamm (43) mit Blick auf diese Thematik zu.

Für Dynamos Coach ist es "trotzdem Bestandteil dieses Businesses. So schnell wie er in Münster weg war, hat er auch wieder einen Job. Von daher freue ich mich, weil ich ihn sehr schätze und er auch schon gezeigt hat, dass er einen erfolgreichen Fußball spielen lassen kann. Jetzt hat er eine Mannschaft mit hoher individueller Qualität."

Thomas Stamm sieht bei Fortuna Düsseldorf bereits die Handschrift von Alexander Ende

Thomas Stamm will sein Team wieder gut auf das System von Alexander Ende einstellen.
Thomas Stamm will sein Team wieder gut auf das System von Alexander Ende einstellen.  © Lutz Hentschel

Trotzdem könnte sein Trainerkollege mit dem Gedanken an die jüngere Vergangenheit vielleicht ein bisschen schlechter geschlafen haben. Stamm dagegen sieht das Ende-System, das er ja schon paar Mal gut geknackt hat, in Düsseldorf noch nicht vollständig umgesetzt.

"Dass ein Trainer, der zwei Wochen da ist, jetzt auch nicht alles um 180 Grad drehen kann, bzw. seine Idee noch nicht so drin hat, das ist einfach so", meint Dynamos Coach.

Aber: "Es waren schon Dinge ersichtlich, die er auf dem Platz haben möchte. Und gerade im Spiel mit Ball, was das letzte Viertel anbelangt, gibt es schon sehr, sehr viele Dinge, die man in Verl und auch in Münster gesehen hat."

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Vor allem das Thema Standardsituationen hat Dynamo in dieser Woche beschäftigt - und das werden sie laut dem Schweizer auch am Freitagabend: "Wir müssen uns da auf ein paar Varianten, die er mit seinen Teams immer wieder hat, vorbereiten. Da wird es schon auch darum gehen, dass wir sehr wach, sehr fokussiert sind."

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