Ganz bitterer Dynamo-Auftakt bei heftiger Pleite in Nürnberg! Sören Gonther: "Werden jetzt nicht durchdrehen"

Nürnberg - Das hatten sie sich ganz anders vorgestellt! Dynamo Dresden hat am Sonntag einen richtig bitteren Saisonauftakt in die 2. Bundesliga erlebt. Das Team von Trainer Thomas Stamm unterlag auswärts beim 1. FC Nürnberg mit 0:3 (0:2).

Dynamo Dresden erlebte in Nürnberg einen ganz bitteren Saisonauftakt. Muhamed Ali Zoma (r.) schnürte einen Dreierpack zum Sieg.  © Daniel Löb/dpa

"Egal, wie das Spiel ausgegangen ist, wir werden jetzt nicht durchdrehen. Es war ein Spiel, es war der erste Spieltag", sagte Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39) nach der Partie bei Sky.

Der überragende Mann des Spiels, Mohamed Ali Zoma, schnürte einen Dreierpack, traf in der ersten Halbzeit doppelt zum 1:0 und zum 2:0 (9. Minute und 45.+3). Nach der Pause erhöhte er per Elfmeter zum 3:0 (75. Minute). Dabei hatte SGD-Schlussmann Tim Schreiber den Strafstoß, verursacht von Neuzugang Simon Straudi, zunächst pariert, doch der Nachschuss von Zoma saß.

"Mit dem Elfmeter und dem 3:0 war sicherlich der Deckel drauf und joa, jetzt gucken wir uns sicherlich erstmal an auf der Rückfahrt. Wir haben ein paar Sachen aufzuarbeiten, aber wir haben nächste Woche gegen Darmstadt die Chance, die Sachen besser zu machen", so Gonther.

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Straudi war im Spiel, weil der Coach Rechtsverteidiger Jonas Sterner schon nach 45 Minuten vom Feld genommen hatte. Sterner hatte gegen einen unfassbar starken Zoma das Nachsehen, doch auch Straudi konnte den Mann von der Elfenbeinküste nicht stoppen.

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1. FC Nürnberg einen Tick gieriger und griffiger als Dynamo Dresden

Die Hausherren wollten den Sieg etwas mehr als die SGD.  © Daniel Löb/dpa

Insgesamt tat sich Dynamo gegen extrem temporeiche und ballsichere Nürnberger schwer, ins eigene Spiel zu finden.

Vom Willen her konnte man den Schwarz-Gelben bedingt Vorwürfe machen, sie versuchten, nach vorn zu spielen, doch der Gastgeber war am Sonntag dem Tick gieriger und griffiger als das Team von Stamm.

"Ich glaube, dass wir nicht so viel falsch gemacht haben, wie das Ergebnis jetzt es letztendlich sagt. Trotzdem haben wir gemerkt, dass wenn ein, zwei Prozentpunkte fehlen, vor allem gegen den Ball, da waren wir nicht griffig genug in den Situationen. Dass Du hier die drei Tore alle verteidigen kannst, das sehen die Jungs nachher in der Analyse auch, und dann geht es am Ende so hart aus", bilanzierte Gonther.

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Wir berichteten für Euch im Liveticker. Den gibt es hier zum Nachlesen.

Dynamo Dresdens Sportgeschäftsführer Sören Gonther bei Sky

Sören Gonther bei Sky: "Von letzter Saison ist alles vergessen, das haben wir immer gesagt. Wir müssen uns alles neu und har erarbeiten und das hat man an dem Wochenende gesehen an den Ergebnissen und das hat man bei uns heute auch gesehen. Haben wir an der einen oder anderen Stelle diesen Prozentpunkt nicht, dann wird’s schwer. Trotzdem haben wir uns nach der Halbzeit wieder gut reingearbeitet. Vor dem 3:0 haben wir ein, zwei Möglichkeiten, wo es brennt im Sechzehner und wo, mit dem Quäntchen Glück, wir vielleicht den Anschluss machen und dann geht das Spiel anders aus."

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Dynamos Sportgeschäftsführer Sören Gonther ordnete die Niederlage in Nürnberg ein.  © Picture Point / Gabor Krieg

Dynamo Dresdens Nicolai Rapp sagt nach der Partie: "Das sollte uns wachrütteln"

Nicolai Rapp nach der Partie bei Sky: "Wir hatten uns heute hier viel vorgenommen. Wir hatten eine riesige Unterstützung von den Fans, wie man sehen kann, und wir dürfen hier heute mit 3:0 nach Hause fahren. Das sollte uns wachrütteln und dann sollten wir nächste Woche auf jeden Fall eine Reaktion zeigen".

Dynamo Dresden unterliegt zum Auftakt in die 2. Bundesliga mit 0:3 beim 1. FC Nürnberg

15.29 Uhr: Jetzt ist Schluss in Nürnberg.

90.+4: Es gibt nochmal Ecke für Dynamo. Straudi probiert es mit der weiten Flanke, doch die segelt ins Aus.

90. Minute: Fünf Minuten muss Dynamo hier bei dem bislang bitteren Saisonauftakt noch überstehen.

87. Minute: Die SGD bekommt nochmal eine Ecke, doch Nürnberg kann auch die klären. Allerdings hat Otto etwas am Kopf abbekommen und muss jetzt mit Turban weiterspielen.

84. Minute: Unter tosendem Applaus verlässt der Mann des Tages, Mohamed Ali Zoma, den Platz. Alle drei Tore gehen auf sein Konto. Auch Scobel geht runter, für die beiden kommen Rayan Ghrieb und Adriano Grimaldi.

83. Minute: Den Willen kann man Dynamo überhaupt nicht absprechen, jetzt versucht es Straudi mit einer scharfen Flanke, die der Nürnberg-Keeper aber abfangen kann.

Luca Herrmann und Nils Fröling kommen für Nicolai Rapp und Ben Bobzien

78. Minute: Doppelwechsel bei Dynamo Dresden! Nicolai Rapp und Ben Bobzien verlassen den Rasen, Luca Herrmann und Nils Fröling kommen.

Tim Schreiber hält den Elfmeter von Zoma, doch der trifft im Nachschuss zum 3:0 für Nürnberg

75. Minute: Ist das bitter! Tim Schreiber pariert den Elfmeter von Zoma, doch kein Dynamo-Spieler kann ihn vor dem Nachschuss bewahren, bei dem der SGD-Keeper keine Chance mehr hat - 0:3!

Jetzt kommt es knüppeldick für Dynamo: Straudi verursacht Elfmeter

75. Minute: Jetzt kommt es knüppeldick für Dynamo, Simon Straudi verursacht einen Elfmeter und sieht Gelb.

74. Minute: Thomas Keller sieht die erste Gelbe Karte der Saison und der Begegnung.

72. Minute: Nürnberg wechselt erneut. Janisch geht raus, für ihn kommt Masouras, Justvan wird durch Lubach ersetzt.

Thomas Keller bewahrt Dynamo vor dem dritten Gegentor durch Zoma

69. Minute: Jetzt hatte auch Straudi das Nachsehen gegen Zoma, der schon wieder Gefahr kreiert, am Ende rettet Keller, bevor ein Nachschuss vom eingewechselten Heß daneben geht. Jetzt gibt es erst einmal die Trinkpause.

68. Minute: Dynamo versucht jetzt mit ganz viel Tempo, irgendwie die Wende einzuleiten. Nach einer Hauptmann-Flanke von links kommt Daferner an den Ball, kann das Leder aber nicht mehr entscheidend kontrollieren. Sofort sind aber die Fans da und das noch lautstärker als vorher.

67. Minute: Beim Freistoß von Rossipal laufen gleich mehrere Dynamo-Spieler ins Abseits, die Situation wird abgepfiffen.

65. Minute: Hauptmann schnappt sich das Leder, sieht Inanoglu, dessen Idee gerochen wird. Doch der Neuzugang gibt nicht auf, tänzelt mit dem Ball und holt am Ende einen Freistoß aus aussichtsreicher Position heraus. Vor der Ausführung wechselt Nürnberg noch, für Porstner ist jetzt Tobias Heß drin.

Christoph Daferner und Kaan Inanoglu kommen für Vincent Vermeij und Jakob Lemmer

60. Minute: Jetzt vollzieht Dynamo den Doppelwechsel. Lemmer und Geburtstagskind müssen raus, dafür kommen Neuzugang Kaan Inanoglu und Christoph Daferner positionsgetreu.

59. Minute: Dynamo bekommt den Ball aber auch nicht aus der eigenen Zone, so gibt es erneut Ecke für die Gastgeber. Fernandez kommt an die Kugel, doch seinen Kopfball fängt Schreiber sicher.

58. Minute: Wieder landet der Ball bei Dynamos Alptraum Zoma, doch Straudi kann in letzter Sekunde den Ball aufs Tor blocken. Es gibt Ecke. Aus der kreiert Nürnberg keine Torgefahr.

57. Minute: Schreiber macht das Spiel schnell, der Ball kommt dann zu Hauptmann, der Lemmer findet. Doch der sieht den freien Straudi rechts neben sich nicht, zieht selbst ab, der Ball zischt übers Tor.

56. Minute: An der Seitenlinie streifen sich Christoph Daferner und Neuzugang Kaan Inanoglu bereits das Trikot über. Die beiden werden jetzt gleich kommen.

54. Minute: Es bleibt eine ganz schwierige Aufgabe für die SGD gegen die Nürnberger, die mit zwei Toren im Rücken nicht mehr alles in die Offensive schmeißen müssen, aber trotzdem immer noch enorm ballsicher sind und mit Tempo den Dresdnern die Kugel immer wieder ganz schnell abnehmen.

52. Minute: Wieder mal ein Kopfball für Vermeij, doch die Flanke passt nicht genau auf seinen Kopf, weshalb er das Leder nichts aufs Tor bringt.

49. Minute: Straudi traut sich gleich mal nach vorn, doch seine Flanke segelt am langen Pfosten vorbei.

45. Minute: Der Ball rollt wieder.

Jonas Sterner muss raus, Simon Straudi feiert sein Debüt für Dynamo Dresden

Das ist bitter für Jonas Sterner. Nachdem über seine Seite mächtig viel Betrieb war und vor allem Zoma nicht zu halten, muss der Rechtsverteidiger zur Halbzeit raus. Für ihn kommt Neuzugang Simon Straudi, der damit sein Pflichtspieldebüt für die SGD feiert.

Jonas Sterner (r.) musste zur Halbzeit seinen Platz räumen.  © Daniel Löb/dpa

Heidenheim-Coach Frank Schmidt auf der Tribüne

Heidenheim-Coach Frank Schmidt guckt sich das genauer an. Er sitzt im Max-Morlock-Stadion auf der Tribüne. Ende August empfängt sein Team die SGD daheim.

14.29 Uhr: Dynamos Coach Thomas Stamm notierte in der ersten Halbzeit eifrig Dinge auf seinem Notizzettel, tauschte sich immer wieder mit den Co-Trainern aus. Mal sehen, ob die SGD ein Rezept in den zweiten 45 Minuten gegen diese starken Nürnberger findet.

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