Dresden - Das Wintertrainingslager war so etwas wie ein Test. Schauen, ob Sebastian König (38) auch in das Trainerteam von Thomas Stamm (43) passt. Hat gefunkt, möchte man sagen. Seit Donnerstag steht der U21-Coach der SG Dynamo als Co-Trainer an der Seite des Schweizers. Eine in vielen Dingen herausfordernde Aufgabe für den gebürtigen Dresdner.
Denn: Er betreut auch weiterhin den ältesten Nachwuchs der Dynamos. Dieser war noch nicht einmal eine Woche fertig mit der Saison, da ging es für König schon weiter. Urlaub? Überbewertet.
"Es wurde schon eine Regelung gefunden, dass ich auch mal ein paar Tage Urlaub machen kann", verriet der 38-Jährige bei "Schwarz-Gelb - der Dynamo-Podcast".
Aber jetzt noch nicht. "Ich freue mich total auf die Aufgabe, bin dankbar, dass ich die Chance bekomme. Es gibt klare Absprachen, klare Erwartungshaltungen. Was wird sich oben im Profiteam erhofft, wo kann ich unterstützen, wo liegen meine Aufgaben? Am Ende geht es um eine bessere Verzahnung zwischen Profis und Nachwuchs. Dass es für die Jungs klarer wird, was wird für oben gebraucht. Das Feedback für sie ist ehrlicher", erklärte König seinen neuen Job.
In der Türkei im Januar ist es ihm bewusst geworden, dass ihm die Aufgabe bei den Profis sehr viel Spaß macht. "Das war eine tolle Erfahrung. Alle haben gesehen, okay, das kann funktionieren. Das kann der Mehrwert für alle Parteien sein", so König.
Dynamo Dresden: Sebastian König hat "super Verhältnis" mit Chefcoach Thomas Stamm
Das Zeitmanagement bei ihm wird in den nächsten Wochen und Monaten das Wichtigste. Ständig wird er nicht beim Team um Chefcoach Stamm sein.
"Abgesprochen sind vier Einheiten pro Woche", sagte König: "Es ist immer abhängig, wann spielen die Profis, wann die U21. Aber die Trainingszeiten der Profis kommen mir entgegen. Da bin ich sowieso im Trainingszentrum." Aber seine Hauptaufgabe bleibt die U21. Das heißt 24/7 Dynamo Dresden! Da braucht es schon eine Familie, die das mit lebt.
König hat auch gemerkt, dass er mit Stamm von der Fußball-Philosophie auf einer Wellenlänge liegt - und mehr. Das wurde im Camp in Antalya noch einmal verstärkt. "Da haben wir uns noch ein bisschen näher kennengelernt. Aber durch seine offene Art hatten wir zuvor schon ein super Verhältnis. Seine große Stärke ist, dass du ihm die Anspannung nicht anmerkst. Unser Verhältnis ist sehr loyal, sehr ehrlich."
Und genau das war und ist dem Chef schon immer das Wichtigste.