Königstransfer? Darum will Dynamo-Neuzugang Nicolai Rapp davon nichts hören

Dresden - Muss man nicht machen, kann man aber! Den trainingsfreien Montag hat Nicolai Rapp (29) mal richtig lange vor dem Fernseher verbracht. "Den Tag habe ich tatsächlich für vier Stunden Tour de France genutzt", gestand Dynamo Dresdens Neuzugang. Radfahren ist sein Ding, bei der SGD will er schnell richtig in Tritt kommen.

Nicolai Rapp (29) beim Autogrammeschreiben beim Trainingsauftakt vor zwei Wochen in Weinböhla. Er ist der Neuzugang mit der meisten Zweitliga-Erfahrung.  © Lutz Hentschel

211 Spiele in der 2. Bundesliga, neun eine Klasse höher: Der Defensivspezialist Rapp bringt unfassbar viel Erfahrung mit nach Dresden, nicht nur deswegen wurde der (nun) Ex-Karlsruher von einigen Medien auch als "Königstransfer" betitelt. Druck für den Neuen?

"Ich würde mich jetzt so nicht betiteln. Von der Erfahrung her bin ich wahrscheinlich der, der die meiste hat. Aber Königstransfer will ich gar nicht sagen. Wir haben viele Jungs, die enorme Qualitäten haben, und das auch schon letztes Jahr hier gezeigt haben. Ich will einfach der Mannschaft helfen und meine Erfahrungen mit reinbringen", machte der 29-Jährige klar.

Und: "Da auch alle anderen davon profitieren lassen. Und dann einfach meinen Teil dazu beitragen, dass wir eine erfolgreiche Saison haben."

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Laut Sportboss Sören Gonther (39), der um ihn bereits seit Januar buhlte, bestenfalls eine "KSC-Saison. Nie etwas mit unten zu tun haben, ruhig im oberen Fahrwasser".

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Dynamo Dresden: Nicolai Rapp hat auch ab und zu ein paar Fragen

Rapp soll vorangehen und Führungsarbeit leisten.  © Lutz Hentschel

Doch wie spielt man so eine Saison? Nicolai Rapp weiß das aus erster Hand: "Wir müssen ab dem ersten Spieltag unsere Punkte holen. Gar nicht unten reinkommen. Aber in der Liga ist so viel möglich", sagt der Neue und fügt an:

"Jedes Jahr trifft es Mannschaften, die damit nicht rechnen und dann unten reinrutschen. Von daher müssen wir einfach hart arbeiten in der Vorbereitung. Und dann ab dem ersten Spieltag unsere Punkte holen. Versuchen, da anzuknüpfen, wo Dresden auch in der Rückrunde aufgehört hat."

Rapp soll da - um bei der Tour de France zu bleiben - durchaus fürs Team voranfahren und Führungsarbeit leisten. Nur die Vaterfigur, zu dem Jüngere aufblicken, muss es dann doch nicht sein.

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"Ich hoffe nicht. Die sollen mich einfach so nehmen, als hätte ich auch null Spiele in der 2. Liga. Mit Niklas Hauptmann ist schon einer in der Mannschaft, der da enorme Erfahrungen hat, wo einige sich daran orientieren", erklärte der Mittelfeldspieler. "Der auch die Umgebung, die Fans, das Stadion enorm gut kennt. Von daher habe ich vielleicht auch mal ein paar Fragen ab und zu."

Aber immer schön in Hochdeutsch. Denn eigentlich kann der gebürtige Heidelberger ganz anders. "Da schwätzt man bissl anders als doa", gab Rapp im Heimat-Dialekt zum Besten. "Das wäre für niemanden hier angenehm. Ich verstehe ja auch alles." Umso schneller klappt's mit der Eingewöhnung...

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