Konkurrenz für Schreiber: Neuer Dynamo-Keeper im Anflug!

Dresden - Nach dem letzten Akt im Trainingslager an der türkischen Mittelmeerküste stieg exemplarisch weißer Rauch auf. Zwar verkündete Sören Gonther (39) noch nicht Vollzug, aber die Art und Weise, wie weit sich Dynamos Sportgeschäftsführer aus dem Fenster lehnte, sprach Bände.

Dynamo-Boss Sören Gonther (39) kündigte die Verpflichtung eines neuen Torhüters an.
Dynamo-Boss Sören Gonther (39) kündigte die Verpflichtung eines neuen Torhüters an.  © Lutz Hentschel

"Da bin ich sehr zuversichtlich. Ich habe zwar Höhenangst, lehne mich aber jetzt so weit aus dem Fenster, dass ich sage: Am Dienstag trainiert noch ein Torhüter mit", prophezeite er mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Der Herausforderer für Tim Schreiber (23) ist gefunden. Dresdens aktuelle Nummer eins nimmt das aber sehr gelassen.

"Ich habe mein Ding gemacht und denke, ich habe zwei gute Testspiele absolviert. Am Ende wird man die Woche sehen, ob sich was verändert. Mir ist es relativ egal. Ich fokussiere mich auf mich und die Mannschaft, alles andere kommt auf mich zu", sagte der Keeper fast schon trotzig, nur um zu unterstreichen.

Das große Trainingslager-Fazit von Dynamos Coach Thomas Stamm
Dynamo Dresden Das große Trainingslager-Fazit von Dynamos Coach Thomas Stamm

"Am Ende ist mir das ganze Thema relativ egal. Es geht um Dynamo und dass wir unsere Hausaufgaben machen. Die heißen Klassenerhalt. Das ist unser Ziel."

Fest steht: Der 23-jährige SGD-Schlussmann wird seinen Stammplatz nicht so einfach hergeben.
Fest steht: Der 23-jährige SGD-Schlussmann wird seinen Stammplatz nicht so einfach hergeben.  © Lutz Hentschel

Wer hütet das Dynamo-Tor gegen Greuther Fürth?

Muss sich auf Konkurrenz einstellen: Dynamo-Keeper Tim Schreiber (23, r.).
Muss sich auf Konkurrenz einstellen: Dynamo-Keeper Tim Schreiber (23, r.).  © Lutz Hentschel

Aber reichen vier Tage Training überhaupt, um einen neuen Schlussmann bereits so weit zu integrieren, dass er am Samstag gegen Greuther Fürth schon die neue Nummer eins werden kann?

"Grundsätzlich sollte man im Fußball nie was ausschließen, aber es muss passen. Abläufe müssen passen, der Leistungsstand muss passen. Es muss sich gut anfühlen für alle, in erster Linie für David Yelldell. Der Torwarttrainer ist da immer der, der noch mal das bessere Gefühl haben muss, wie es dann bei mir ist", so Coach Thomas Stamm (42).

Aber der Schweizer trifft letztlich als Chef die Entscheidung: "Ich werde immer meine Meinung reingeben, bin mit David im Austausch. Am Ende werden wir eine gute Entscheidung treffen. Aber erst einmal abwarten, was die nächsten Tage dann wirklich auch passiert."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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