Kritik als Ansporn für Dynamo-Keeper Schreiber: Vom Wackelkandidaten zum Garant für Aufholjagd

Dresden - Ein Garant für die Aufholjagd in der Rückrunde bei Dynamo Dresden war Tim Schreiber (24). Der Keeper steigerte sich gegenüber der schwächeren Vorrunde enorm. Die Verpflichtung von Elias Bethke (23) im Winter gab ihm einen Push. Seinen Höhepunkt erlebte der 23-Jährige beim 2:1 gegen Kiel. Seine Elfmeter-Parade war Sahne – und zudem noch extrem wichtig so kurz vor der Pause.

Blieb immer ruhig und bei sich: Tim Schreiber (24) hat eine starke Entwicklung hinter (und vor) sich.  © Lutz Hentschel

"Endlich", strahlte er: "Tatsächlich der erste gehaltene Elfmeter. Das war sehr schön. Ich kann es doch mit den Elfern, das gibt mir ein gutes Gefühl für die Pause", so Schreiber.

Mit 13 Punkten war Dynamo in die Rückrunde gestartet, hat diese gerockt und sich gegen Kiel die Krone aufgesetzt.

"Das spricht für unsere Mannschaft, wie wir nach dieser Hinrunde zusammengeblieben sind. Auf der Rückfahrt aus Kiel waren alle enttäuscht. Da kann so eine Mannschaft zerbrechen. Wir sind ruhig geblieben, der Verein und die Fans auch. Wir haben so eine überragende Rückrunde gespielt. Da kann man nur ein großes Lob an alle aussprechen", war der Hüter in Lob-Geberlaune.

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"Das war nicht selbstverständlich."

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Jetzt heißt es für Tim Schreiber relaxen auf Mallorca

Der gehaltene Elfmeter gegen Kiel war für Tim Schreiber ein Saisonhöhepunkt.  © DPA/Robert Michael

Er hatte seine Aktie dran. Auf der Linie war er schon immer stark. Aber auch mit Ball am Fuß hat er sich verbessert, auch wenn nicht immer alles klappte. Aber er hatte selten grobe Schnitzer drin. Kiel war zudem ein Statement.

"Ich habe in der Rückrunde zeigen können, was ich drauf haben, habe eine sehr gute Entwicklung genommen", sagte er und holte tief Luft: "Ich habe die Kritik, die ich bekommen habe, als Ansporn genommen. Auch als ich nach meiner Verletzung erst einmal die Nummer zwei war. Den Ansporn, wieder Nummer eins zu werden. Das ist mein Herzensverein, ich fühle mich hier wohl. Das hat man dann auch auf dem Platz gesehen. Ich konnte meinen Beitrag leisten."

Was in der kommenden Saison wird, lässt er auf sich zukommen. Jetzt ist erst einmal Urlaub.

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"Ich fliege erst mit meiner Freundin, einem guten Freund und dessen Freundin nach Mallorca. Aber nicht an den Ballermann, da bin ich nicht der Typ für. Dann fliegen wir noch nach St. Tropez für eine Woche und dann bin ich noch auf der Hochzeit von Dennis Borkowski eingeladen."

Klingt nach viel Sonne und viel Spaß.

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