Mit Blick aufs Frühjahr ist für Dynamo heute ein Sieg Pflicht

Dresden - Die Situation: Da die Zweite des SC Freiburg nicht aufsteigen darf, steht der SV Wehen Wiesbaden als Vierter derzeit auf dem Relegationsplatz. Die Hessen um Trainer Markus Kauczinski haben fünf Punkte mehr auf dem Konto als Dynamo. Um überhaupt im Frühjahr noch eine realistische Chance im Aufstiegskampf zu haben, ist ein Dresdner Sieg am heutigen Dienstagabend in der BRITA-Arena fast schon Pflicht.

Malt Dynamo-Trainer Markus Anfang (48) die richtige Taktik auf die Tafel? Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen ist es bei Lieblingsgegner Wiesbaden mal wieder an der Zeit.
Malt Dynamo-Trainer Markus Anfang (48) die richtige Taktik auf die Tafel? Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen ist es bei Lieblingsgegner Wiesbaden mal wieder an der Zeit.  © Lutz Hentschel

Dynamo-Coach Markus Anfang (48) redet gern über die Entwicklung seiner Mannschaft, zu möglichen Zielen zwischen Platz eins und drei sagt er nie etwas.

Dennoch ist fest davon auszugehen, dass dies sein Vorhaben ist - und auch sein sollte. Sind die beiden Spiele heute gegen Wiesbaden und am Sonnabend daheim gegen den FSV Zwickau deshalb vorentscheidend für die Spiele ab Januar?

"Wenn man es so nimmt, ist die ganze Saison immer vorentscheidend", weicht Anfang bei seiner Antwort aus. "Es geht nicht nur um diese zwei Partien. Es ist einfach so, dass wir von Spiel zu Spiel denken", haut er stattdessen eine alte Floskel raus.

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"Wir haben gegen Freiburg zwei Punkte verloren.

Das fühlt sich immer noch so an, da bin ich ehrlich. Das zieht sich von Woche zu Woche ein bisschen durch. Wir müssen einfach darum kämpfen, wieder drei Punkte zu holen, dürfen an nichts anderes denken. Bringt ja nur etwas, wenn wir unsere Spiele gewinnen. Was das für die Saison bedeutet, ist ganz schwierig zu sagen", so Anfang.

Dynamo hat auswärts in der 2. Halbzeit noch kein Gegentor kassiert

Diesen einen Tick schneller am Ball zu sein als der Gegner, das ist heute das Ziel für Manuel Schäffler (33, l.) und Co. Klappt dies, ist auch ein Dreier in Hessen möglich.
Diesen einen Tick schneller am Ball zu sein als der Gegner, das ist heute das Ziel für Manuel Schäffler (33, l.) und Co. Klappt dies, ist auch ein Dreier in Hessen möglich.  © Imago / Dennis Hetzschold

Ein Dreier! Das gelang in den letzten sieben Begegnungen nur einmal.

Das war das verrückte 3:2 gegen Osnabrück. Dresden tritt auf der Stelle, muss aber heute den Bock umstoßen.

Eine Pleite in Wiesbaden könnte schon das Ende der Zweitliga-Hoffnungen sein. Dann wäre Elversberg als Erster mindestens 13 Punkte, Wiesbaden acht und 1860 mindestens sieben Punkte weg. Dazwischen liegen zudem noch Saarbrücken und Ingolstadt.

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Zwei Dinge machen Hoffnungen: wenn es einen Lieblingsgegner für Dynamo gibt, dann Wiesbaden. In zwölf Spielen gelangen neun Siege und zwei Unentschieden, die letzten vier gewann Dynamo alle (dreimal 1:0, einmal 3:2).

Und: Sollte die SGD treffen und in der ersten Hälfte ungeschoren davonkommen, wäre das die halbe Miete.

In der zweiten Halbzeit kassierte die SGD in dieser Saison auswärts noch keinen Gegentreffer!

Titelfoto: Imago / Dennis Hetzschold

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