Neuzugang Muhamedbegovic freut sich aufs Dynamo-Tollhaus: "Ist schon der Wahnsinn, richtig geil"
Dresden - In Dresden weht ein anderer Wind, das hat Dynamo-Neuzugang Ahmet Muhamedbegovic (27) schnell gemerkt. Am Samstag beim Test gegen den 1. FC Union Berlin darf er erstmals die Atmosphäre im Rudolf-Harbig-Stadion aufsaugen - und freut sich drauf. Doch der Innenverteidiger weiß auch, dass er sich auf und neben dem Platz an ein neues Kaliber gewöhnen muss.
"Ich glaube, live wird es noch intensiver, aber im Video und von den Erzählungen, die man da so hört, ist das schon der Wahnsinn. Richtig geil, würde ich sagen", gab der 27-Jährige seinen bisherigen Kenntnisstand zur Atmosphäre im Wohnzimmer der SGD zum Besten.
Im RHS war der gebürtige Wiener noch nie, dafür hat er jedoch bereits einiges mitbekommen. "Spiele habe ich schon gesehen, ja", so der Abwehrmann. "Es ist ja allgemein bekannt, dass der Verein eine sehr große Fanbasis hat. Ich habe schon vieles gesehen."
Allein die Anzahl der Anhänger vor Ort wird für den Österreicher eine Umstellung. Zuletzt kickte er im slowenischen Oberhaus bei NK Olimpija vor einer bescheideneren Kulisse.
"Bei den Derbys mit meinem Verein gegen Maribor waren es zu Hause zwischen 10.000 und 15.000 und bei denen auch so", erklärte Muhamedbegovic. Zu normalen Partien kamen hingegen "nicht viele". An der Elbe erwartet ihn jetzt also mindestens mal das Doppelte.
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Ahmet Muhamedbegovic spürt das höhere Tempo bei Dynamo Dresden
Die schwarz-gelben Zuschauer lassen ihre Spieler zudem gern wissen, wie ihre Gemütslage gerade ausschaut. Selbst in der so starken Rückrunde der vergangenen Saison waren vereinzelt noch Pfiffe zu hören, wenn es mal nicht lief.
"In Slowenien hat man daheim nicht unbedingt irgendeinen Druck gehabt von den Fans", zog der Verteidiger den Vergleich. "Da waren nicht wirklich viele Zuschauer da. Das ist dann hier wieder ganz anders. Ich kann mir schon vorstellen, dass es ganz anders sein wird."
Anders wird es auch auf dem Rasen zugehen, das hat Muhamedbegovic in den intensiven Vorbereitungswochen gemerkt: "Auf jeden Fall ein ganz anderes Tempo, als ich es in Slowenien gewohnt war", sagte er. "Allgemein ist die Qualität höher, ist auch klar, weil die zweite deutsche Liga qualitativ höher zu bewerten ist als die slowenische Liga."
Die gerade in der Abwehr entscheidende Körperlichkeit kann der Linksfuß zwar noch nicht einschätzen, doch hier rechnet er ebenfalls "ziemlich sicher" mit mehr Gegenwehr.
Ob sich der Neuzugang von den großen Veränderungen abschrecken lässt? "Nein, gar nicht", stellte er unmissverständlich klar.
Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

