Ralf Becker vor Wiedersehen mit Dynamo: "Traue es Dresden zu"
Dresden - Als Dynamo vor zwei Wochen auf Schalke (2:2) gastierte, war Hannovers Sportchef Ralf Becker (55) unter den Zuschauern. Er schlug zwei Fliegen mit einer Klappe. Er schaute den nächsten Heimgegner seiner 96er an und er beobachtete Jonas Sterner (23), der von den Niedersachsen an Dresden ausgeliehen ist. Danach hat er sich mit TAG24 unterhalten - auch über sein Aus vor zwei Jahren bei der SGD.
TAG24: Herr Becker, wie fanden Sie Dynamos Auftritt in Gelsenkirchen?
Ralf Becker: "Sehr mutig. Dresden hat sich in der ersten Halbzeit sehr gut präsentiert und lag dann Mitte der zweiten Hälfte doch mit 0:2 zurück. In der Situation dann so zurückzukommen, war schon stark. Das 2:2 war mehr als verdient und zeigte, dass es in der Mannschaft stimmt."
TAG24: Haben Sie sich danach auch mit Ihrem Trainer Christian Titz ausgetauscht und Ihre Eindrücke übermittelt?
Becker: "Wir sind, was Analysen angeht, über verschiedene Tools sehr gut aufgestellt, wissen über alles Bescheid. Aber ja, ich habe mich mit dem Trainer über Dynamo unterhalten."
TAG24: Wie schätzen Sie Dynamo jetzt ein, kann der Klassenerhalt gelingen?
Becker: "Dynamo tritt mittlerweile, siehe Schalke, sehr gefestigt auf, ist stabiler als noch in der Hinrunde. Im Winter haben Sören Gonther und Thomas Stamm viele gute Dinge über die Bühne gebracht. Ich traue es Dresden zu und würde mich darüber auch freuen."
Ralf Becker: "Wir wären schon ein Jahr eher wieder aufgestiegen"
TAG24: Ihr Aus in Dresden ist nun fast auf den Tag genau zwei Jahre her. Wie schätzen Sie die damalige Situation rückblickend ein?
Becker: "Sie sagen es selbst, es ist zwei Jahre her. Es macht fast keinen Sinn mehr, das alles zu besprechen. Es kam überraschend, ich habe nicht damit gerechnet. Ich fand es schade. Ja, wir haben in dieser Phase nicht die Ergebnisse geliefert, aber wir standen in der Tabelle dennoch gut da. Und ich bin überzeugt: Wenn das nicht passiert wäre, wir wären schon ein Jahr eher wieder aufgestiegen."
TAG24: Was ist in knapp vier Jahren Dynamo bei Ihnen hängen geblieben?
Becker: "Das sind viele verschiedene Themen. Als ich im Juli 2020 kam, war noch Corona. Das war nicht so prickelnd. Aber ich habe in der gesamten Zeit viele Menschen kennengelernt, die ich liebgewonnen habe. Es war schön, vier Jahre in dieser tollen Stadt zu leben, die Region und die Menschen kennenzulernen. Nicht zuletzt durfte ich so lange in einem hochemotionalen Verein mit den besonderen Fans arbeiten. Wir hatten etliche gute Zeiten und auch einige, die nicht so liefen. Die vier Jahre in Dresden möchte ich nicht missen."
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Exklusive News rund um die SGD
- Spielberichte, Transfers & Hintergrundinfos
- Jederzeit abbestellbar
Titelfoto: imago/Jan Huebner

