Dynamo-Verteidiger Rossipal lehrt die 2. Liga das Fürchten!

Dresden - Alexander Rossipal (29) ist seit Monaten nicht wegzudenken aus der Startelf von Dynamo Dresden. Ein Glücksgriff für Trainer Thomas Stamm, der heute seinen 43. Geburtstag feiert. Der Neuzugang von Hansa Rostock ist mittlerweile mit vier Toren und fünf Vorlagen bester Scorer im Team, zog beim 1:2 gegen Elversberg an Christoph Daferner (6/2) vorbei.

Dynamos Offensiv-Akteure feiern ihren besten Scorer, Außenverteidiger Alexander Rossipal (29, M.).
Dynamos Offensiv-Akteure feiern ihren besten Scorer, Außenverteidiger Alexander Rossipal (29, M.).  © Lutz Hentschel

Mit 114 km/h jagte er die Kugel zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen Elversberg in die Maschen. Im Übrigen waren alle seine Treffer Führungstore.

"Da bin ich volles Risiko gegangen, hatte fast schon zu viel Zeit. Der Ball kam relativ langsam, aber dann hab' ich ihn perfekt getroffen", sagte er zu seinem Treffer. "Geil, das freut mich", war seine Antwort, als er hörte, er führe nun intern die Scorerliste an.

Und nicht nur das, er ist ligaweit der beste Außenverteidiger. "Natürlich versuche ich immer, Offensiv-Akzente zu setzen. Egal, ob über Standards oder aus dem Spiel raus. Wenn das so klappt wie gegen Elversberg, freue ich mich darüber. Obwohl ich natürlich lieber die Punkte gehabt hätte."

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Auf der anderen Seite ist das natürlich für die Offensive nicht das Gelbe vom Ei, wenn der Mann aus der Viererkette vorn der Effektivste ist. Und da kommt Daferner ins Spiel. Die beiden sind ein gutes Beispiel, wenn man den Unterschied zwischen Stammspieler und Ergänzungsspieler erklären muss.

So sieht Überzeugung aus: Alexander Rossipal (l.) feuerte das Leder ins Netz.
So sieht Überzeugung aus: Alexander Rossipal (l.) feuerte das Leder ins Netz.  © imago/Jan Huebner
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Alexander Rossipal ist beim Thema Klassenerhalt zuversichtlich

Wie konnte der nicht reingehen? Christoph Daferner (28, l.) verpasste den späten Ausgleich.
Wie konnte der nicht reingehen? Christoph Daferner (28, l.) verpasste den späten Ausgleich.  © dpa/Frank Hammerschmidt

Rossipal ist im Flow, Stürmer Daferner nicht. Seit Vincent Vermeij (31) fit ist, kommt er meist nur als Joker. "Dafi" kommt auf 19 Partien, wurde sechsmal ein- und 13-mal ausgewechselt! Den Rhythmus findest du so eher nicht, das Selbstvertrauen stärkt es ebenfalls nicht.

Bestes Beispiel war seine Großchance zum 2:2 kurz vor dem Ende. Er musste nur die gefühlvolle Flanke von Stefan Kutschke (37) auf den zweiten Pfosten irgendwie über die Linie drücken. Elversbergs Lukas Petkov (25), kurz vorher Schütze zum 2:1, spitzelte die Kugel artistisch weg.

"Ich weiß gar nicht, wie der Ball nicht reingehen konnte", so Rossipal, dem aber kein Vorwurf über die Lippen kam. Ein Daferner im Rhythmus und in der Form des Vorjahres hätte nur müde gelächelt und dann gejubelt.

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Trotz der Niederlage glaubt Rossipal weiter fest an den Klassenerhalt, denn die Leistung war gut. "Wie wir auch solche Gegner bespielen können und spielstarke Lösungen finden, sollte uns Mut geben. Wir müssen uns vor keinem verstecken. Wenn wir solche Leistungen zeigen, holen wir unsere Punkte", sagt er.

Weitere Tore von ihm könnten dabei helfen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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