"Größte Herausforderung der letzten 15 Jahre": Dynamo-Stadion in einer Woche umgebaut!

Dresden - In einer Woche vom Eishockey-Stadion zurück zur Fußball-Arena - samt Rasenwechsel. "Ich finde es faszinierend, dass zwei Heimspiele innerhalb von sieben Tagen mit völlig verschiedenen Setups hier stattfinden können", sagt Eva Wagner, Geschäftsführerin der Sportwerk GmbH, dem Mitorganisator des Winter Games. Stadionchef Ronald Tscherning sprach von der "größten Herausforderung der letzten 15 Jahre."

Samstag, 10. Januar, kurz vor 17 Uhr: Alles ist bereit für das DEL Winter Game. Das machte Werbung für den Sportstandort Dresden.
Samstag, 10. Januar, kurz vor 17 Uhr: Alles ist bereit für das DEL Winter Game. Das machte Werbung für den Sportstandort Dresden.  © DPA/Robert Michael

Es waren Bilder, die deutschlandweit Werbung für den Sportstandort Dresden machten. Das Winter Game war einmalig, "alles hat gepasst. Am Ende war der Schneefall am Tag vorm Spiel und die Kälte für den Rahmen richtig gut", schmunzelt Wagner.

Lange erfreuen konnte sie sich nicht. Als nach der Partie der Eislöwen gegen die Eisbären Berlin die letzte Feuerwerks-Rakete in den Himmel geschossen wurde, begann der Abbau.

Sie hält im Bauch des Stadions einen Plan in den Händen. Minütlich steht bis zum Freitag aufgeschlüsselt, was wann zu tun ist und wer für welche Arbeiten zuständig ist. Abweichungen unerwünscht. Denn: Die Zeit sitzt im Nacken.

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"Viele haben gesagt, das funktioniert nicht. Ich bin nicht der Mensch, der sagt: Geht nicht. Ich bin immer optimistisch und sage: Es geht", so Wagner. "Das hier", sagt sie, "zeigt, es ist alles möglich, wenn alle an einem Strang ziehen. Wenn man will."

Sonntag, 11. Januar, am frühen Abend: Das Eis ist abgetaut, das Eishockey-Spielfeld verschwunden.
Sonntag, 11. Januar, am frühen Abend: Das Eis ist abgetaut, das Eishockey-Spielfeld verschwunden.  © Ronald Tscherning
Montag, 12. Januar: Die letzten Schneehaufen werden vom Rasen geschippt.
Montag, 12. Januar: Die letzten Schneehaufen werden vom Rasen geschippt.  © Norbert Neumann
Dienstag, 13. Januar, zu Mittag: Nur noch an der braunen Fläche ist zu erkennen, das hier Eishockey gespielt wurde.
Dienstag, 13. Januar, zu Mittag: Nur noch an der braunen Fläche ist zu erkennen, das hier Eishockey gespielt wurde.  © Norbert Neumann

Erst am Donnerstag liegt der neue Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion

Donnerstag, 15. Januar, kurz vor 14 Uhr: Der Rollrasen liegt schon fast komplett auf der Spielfläche auf.
Donnerstag, 15. Januar, kurz vor 14 Uhr: Der Rollrasen liegt schon fast komplett auf der Spielfläche auf.  © Norbert Neumann

Der Aufbau lief seit dem Ende des Weihnachtskonzerts im Stadion. Der Abbau musste schneller gehen.

Dienstag war alles raus, nach Eishockey sah nix mehr aus, nach Rasen auch noch nicht. Schlamm dominierte. Am Mittwochvormittag hat die betreffende Firma den alten Rasen abgetragen, danach die neuen Bahnen gelegt.

Stadionchef Tscherning überwacht alles, kann sich aber auf alle verlassen, "da sind Profis am Werk", sagt er. "Reibungslos läuft so etwas nie. Es gibt immer neuer Herausforderungen. Anfang der Woche war es zum Beispiel der Regen, die Minustemperaturen und damit die verreisten Flächen", zieht er die Augenbrauen hoch.

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Aber: Es lief alles glatt - buchstäblich.

Die letzten Bahnen Rollrasen werden gelegt. Am Freitag wird aufgekreidet und die Torlinientechnik aufgebaut.
Die letzten Bahnen Rollrasen werden gelegt. Am Freitag wird aufgekreidet und die Torlinientechnik aufgebaut.  © Norbert Neumann

"Einmessen Fußballfeld + Linierung, Einmessen Torlinientechnik", stehen für Freitag als letzte Arbeiten auf dem Ablaufplan. Danach folgt nur noch ein Punkt: Samstag, 17. Januar, Spiel Dynamo Dresden.

Eva Wagner und Tscherning hoffen, dass sich all der Aufwand gelohnt hat. Sie äußern unisono einen Wunsch: "Drei Punkte für Dynamo."

Titelfoto: Bildmontage: dpa/Robert Michael, Norbert Neumann (3), Ronald Tscherning

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