Sapina bei Dynamo derzeit auf dem Abstellgleis: "Noch nie in dieser Situation"

Dresden - 22. September 2025, es lief die 54. Minute: Vinko Sapina (30) traf Hannovers Enzo Leopold (ungewollt) hart am Knöchel, flog vom Platz und musste anschließend zwei Spiele zuschauen. Hat Dynamos Mittelfeldspieler mit der Partie noch eine Rechnung offen?

Im September kassierte Vinko Sapina (30, M.) gegen Hannover 96 einen Platzverweis.
Im September kassierte Vinko Sapina (30, M.) gegen Hannover 96 einen Platzverweis.  © Lutz Hentschel

"Höchstens mit dem Schiedsrichter. Aber wenn man die Bilder anschaut, hat man es ja verstanden. Es ist Kacke gelaufen und ich war froh, dass die Jungs noch das Unentschieden rausgeholt haben", gesteht Sapina, der die Dresdner Führung damals vorbereitet hatte.

"Hannover ist eine sehr spielstarke Mannschaft, deswegen erwarte ich am Sonntag eigentlich ein ähnliches Spiel. Ich würde natürlich gerne helfen, aber das wird sich zeigen."

Denn Fakt ist: Nach der abgesessenen Sperre damals hat der 30-Jährige nur noch zwei Partien über die volle Distanz gemacht. Er wurde an Spieltagen zum Kurzzeitarbeiter. In der Rückrunde erst recht. Die vergangenen drei Partien war Sapina nur noch Tribünengast.

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"Es ist eine Herausforderung. Ich war in meiner Karriere noch nie in dieser Situation, nicht mal annähernd. Gut, ich war aber auch noch nie in der 2. Liga, das muss man halt auch dazu sagen. Trotzdem muss man erst mal einen Weg finden, damit umzugehen", so der Routinier.

Vinko Sapina im TAG24-Interview

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Vinko Sapina bleibt positiv und belebt den Konkurrenzkampf

Bei Vinko Sapina (30) läuft es sportlich im Moment nicht rund. Aber der Deutsch-Kroate will sich nicht hängen lassen.
Bei Vinko Sapina (30) läuft es sportlich im Moment nicht rund. Aber der Deutsch-Kroate will sich nicht hängen lassen.  © Lutz Hentschel

Dafür setzt er sich kleine Ziele, sei es bei Spielformen im Training, die er gewinnen und sich einfach gut präsentieren will.

"Die große Herausforderung ist, dass man für diese Ziele auch fit bleiben muss, weil sich immer irgendwie eine Chance auftun kann. Wenn man nicht regelmäßig spielt, dann ist es schon mal eine Herausforderung. Und die andere ist natürlich, wenn man die Mannschaftsziele betrachtet, man will ja der Mannschaft trotzdem helfen, so gut man kann, auch in dieser Rolle."

Sapina ist Teil des Mannschaftsrates, hat "auch eine Verpflichtung und Verantwortung gegenüber den Jungs und auch dem Trainerteam", wie er sagt. Trotzdem gibt er zu: "Es ist natürlich nicht so einfach, wenn man dann auf dem Platz im Moment nicht so gebraucht wird wie sonst."

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Der Deutsch-Kroate ist einer der vielen Härtefälle, die Coach Thomas Stamm (43) und Sportboss Sören Gonther (39) aktuell moderieren müssen. Gerade Dynamos Trainer soll sich dafür in Einzelgesprächen einiges an Zeit nehmen - vermutlich gar nicht so einfach.

"Es gibt schon auch Phasen und Tage, wo es schwieriger ist, auch Motivation zu finden, auch mal die schlechte Laune wegzubekommen. Aber ich glaube, ich finde es schon einen guten Weg bisher, dass das Gegenteil der Fall ist", gesteht Sapina.

Aber wie? "Indem man die Entscheidungen akzeptiert, positiv bleibt und auch weiterhin Konkurrenz macht, um die Leistung zu fördern."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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