Setzt Dynamo-Coach Stamm zum Rückrunden-Auftakt auf die gleiche Elf wie bei der Generalprobe?

Antalya (Türkei) – Wenn das mal kein Fingerzeig auf den Rückrundenauftakt gegen Greuther Fürth war! Nicht das Ergebnis, das 1:1 (0:1) war bei der Generalprobe nebensächlich. Aber die Dynamo-Aufstellung gegen Rot-Weiss Essen war dieselbe wie gegen Aarau und könnte, bis auf minimale Änderungen, auch die erste Wahl für die Mission Klassenerhalt sein, inklusive Viererkette.

Hat Dynamo-Chefcoach Thomas Stamm (42) seine Elf für den Rückrunden-Auftakt in der 2. Bundesliga gefunden?  © Lutz Hentschel

Aber die Probleme blieben die alten. Auch im zweiten Testspiel an der türkischen Mittelmeerküste ging es nicht zu null aus, weil es kurz vor der großen Pause (59.) mal wieder zu einfach klingelte.

Danny Schmidt (22) nutzte Unstimmigkeiten gnadenlos aus, kämpfte sich gegen Thomas Keller (26) und Keeper Tim Schreiber (23) zur RWE-Führung.

"Wir machen hier einen guten Test, haben Kontrolle und bekommen kurz vor Schluss das Gegentor. Das war wieder ein einfacher Fehler. Das gibt einem ein nicht so gutes Gefühl", ärgerte sich Schreiber.

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Innenverteidiger Julian Pauli (20) wurde noch deutlicher: "Das nervt zu 100 Prozent, das fuckt uns alle ab. Das Ziel war, in den Testspielen keine Gegentore zu kriegen. Das ist scheiße, aber besser jetzt als gegen Fürth!"

Für beide – wie auch ihre neun Kollegen – war nach einer Stunde beim Stand von 0:1 Schluss. Bis dahin hätte man aber selbst schon fünf-, sechsmal treffen können.

Allein bei Nils Fröling (5./7.15./36.) wären zwei Tore Pflicht gewesen. Niklas Hauptmann (7.), Jason Ceka (50.) scheiterten am starken Keeper Jakob Golz, Kofi Amoako (51.) per Freistoß an der Latte.

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Dynamo kommt gegen Rot-Weiss Essen nicht über 1:1-Unentschieden hinaus

Dynamos Christoph Daferner (27, M.) traf per Kopf zum Ausgleich.  © Lutz Hentschel

Die zweiten 60 Minuten durften sich alle anderen beweisen, nur die zweiten Jugendkeeper, Jan-Hendrik Marx (30), Dominik Kother (25) und Jakob Zickler (19) nicht. Unter anderem aber die Doppelspitze Stefan Kutschke (37) und Christoph Daferner (27).

Der Zweite besorgte per Kopf nach einer Ecke (76.) den Ausgleich. "Es war ein wichtiges Tor für mich, aber das steht jetzt nicht im Vordergrund", gab er zu.

Sein Nebenmann ließ 23 Minuten später zwei richtig dicke Dinger liegen. Erst traf Kutschke aus sieben Metern den Pfosten, im Nachsetzen war Keeper Felix Wienand (23) zur Stelle.

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Bei Nieselregen flaute die Partie aber immer weiter ab. Auch Essen hatte inzwischen durchgewechselt, Torchancen suchte man genauso vergebens wie die Sonne der vergangenen Tage.

Ärgerte sich ganz besonders über das Gegentor im Testspiel-Duell mit dem Ruhrpott-Klub: SGD-Innenverteidiger Julian Pauli (20, l.)  © Lutz Hentschel

SGD-Sportboss Sören Gonther nicht beunruhigt

"So ein Vorbereitungsspiel ist mir vom Ergebnis her scheißegal. Da habe ich so viel erlebt. Starke Vorbereitung mit schlechtem Start und umgedreht. Wichtig ist, dass alle gesund durchgekommen sind", bilanzierte Sportboss Sören Gonther (39).

Aber vielleicht ist es ja doch ein gutes Omen. Vor einem Jahr ging die Generalprobe auch 1:1 aus, ebenfalls nach einem Standard gelang der SGD der Ausgleich.

Am Ende stand der Aufstieg, Essen hielt die Klasse. Jetzt wünschen es sich beide andersherum ...

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Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 17 22:10 37
2 SV 07 Elversberg 17 31:15 34
3 SV Darmstadt 98 17 29:17 33
4 SC Paderborn 07 17 28:18 33
5 Hannover 96 17 30:22 29
6 Hertha BSC 17 21:16 28
7 1. FC Kaiserslautern 17 29:21 27
8 1. FC Nürnberg 17 19:23 22
9 Karlsruher SC 17 25:33 22
10 VfL Bochum 1848 17 23:22 21
11 Holstein Kiel 17 20:22 20
12 SC Preußen Münster 17 22:26 20
13 Eintracht Braunschweig 17 20:29 20
14 Arminia Bielefeld 17 27:24 19
15 1. FC Magdeburg 17 21:29 17
16 Fortuna Düsseldorf 17 15:27 17
17 SpVgg Greuther Fürth 17 26:44 15
18 SG Dynamo Dresden 17 24:34 13

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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