Viermal die Bestnote: So steigt Dynamo zu 100 Prozent nicht ab!
Dresden - War es für Dynamo Dresden vor 30.616 Zuschauer ein Schritt in Richtung Klassenerhalt oder DER Schritt? Das werden die Spiele von Braunschweig, Fürth und Münster am Sonntag zeigen. Ein Spiel, das mit einer geilen Choreo im K-Block begann, endete mit einem souveränen 2:0 (1:0)-Sieg gegen den VfL Bochum.
Wie abgezockt ist dieses Team geworden? Stark! So steigt Dynamo Dresden zu 100 Prozent nicht ab. Die TAG24-Noten.
Daniel Mesenhöler: Tim Schreiber musste aufgrund von muskulären Problemen passen. Elias Bethke ist noch nicht zu 100 Prozent fit, Lennart Grill verletzt. Dann kommt eben er – und wie. Festzuhalten bleibt: Knapp sieben Jahre nach seinem letzten Zweitligaspiel (damals für Duisburg) zeigte er eine Leistung, vor der man nur den Hut ziehen kann. Ruhig, gelassen, konzentriert und dreimal bockstark auf der Linie. Ein Torwartproblem hat Dynamo nicht. TAG24-Note: 1
Jonas Sterner: Musste auf seiner Seite aufpassen, machte das konzentriert, ging aber nicht immer im Vollsprint mit nach vorn, agierte auf Sicherheit. Note: 3
Julian Pauli: Ließ nicht viel zu, agierte zweikampfstark und kompromisslos. Der Fels in der Brandung. Note: 2
Friedrich Müller: Im Hinspiel gab er sein Debüt, mittlerweile gehört er fest dazu. Unaufgeregt, sicher, ballsicher, ohne Fehler. Der Mann ist 20 und nicht 30 – einfach abgezockt. Mit seinem ersten Ausflug nach vorn leitete er das 2:0 (58.) ein. Note: 1
Alexander Rossipal: Hatte mit dem flinken Koji Miyoshi auf seiner Seite so seine Probleme, blieb nicht immer erster Sieger. Nach vorn stabil, ohne den ganz großen Ausreißer nach oben. Note: 3
Kofi Amoako (bis 72.): Was für eine Fleißbiene! Was er alles so veranstaltet während einer Partie, ist schon irre. Nicht immer zu sehen, aber wie er die Zweikämpfe bestritt, wie er Laufwege zustellte und wie er nach vorn aktiv wurde – stark. Mit der Chance aufs frühe 2:0 (14.). Note: 2
Vincent Vermeij und Ben Bobzien ebenfalls mit den TAG24-Bestnoten
Robert Wagner (bis 85.): Ein perfekter Mittelsmann zwischen Defensive und Offensive. Gewohnt laufstark, sorgte in der Schaltzentrale für das nötige Übergewicht. Saß nach 82 Minuten mit Krämpfen auf dem Rasen. Note: 2
Niklas Hauptmann (bis 74.): Von Schulterschmerzen war nichts zu sehen. Offensiv war es diesmal gar nicht so viel von ihm selbst. Aber er war dennoch enorm wichtig, weil er mit kühlem Kopf lenkte und zahlreiche Angriffe einleitete. Auch gegen den Ball auffällig. Note: 2
Jason Ceka (bis 69.): Sein Tor zum 6:0 gegen Münster war schmückendes Beiwerk. Jetzt sein 1:0 (5.) war enorm wichtig, es gab vor allem defensiv Sicherheit. War immer auf Achse, rieb sich aber gegen seinen einen Kopf größeren Gegenspieler Leandro Morgalla auf. Note: 3
Vincent Vermeij (bis 85.): Zielspieler ja, aber doch um so vieles mehr. Ein Prellbock, der sich in den Sturm stellte, ackerte, kämpfte. Er war nicht ohne Fehler, aber so enorm wichtig. Das 1:0 leitete er ein, das 2:0 schoss er formvollendet mit der Hacke selbst. Note: 1
Ben Bobzien: Zwei Vorlagen zum 1:0 und 2:0 – seine Scorerpunkte sieben und acht im elften Spiel für Dynamo. Ein wertvoller Junge. Konnte er seine Schnelligkeit ausspielen, war er einfach nicht zu halten, wie bei seiner Chance zum 3:0 (72.). Note: 1
Jakob Lemmer (ab 69.): Vorbildlicher Joker. War sofort da, schuf Räume und gab Vollgas. Wurde auf dem Weg zum 3:0 (79.), warum auch immer, von Schiri Robert Schröder aufgehalten. Note: 2
Tony Menzel (ab 74.), Lukas Boeder (ab 74.), Christoph Daferner (ab 85.), Luca Herrmann (ab 85.): - alle ohne Note.
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Titelfoto: Robert Michael/dpa

