Wieder die Chancenverwertung! Dynamo-Coach: "Sie müssen einfach das Tor machen!"

Dresden - "Das größte Manko: Wir haben kein Tor geschossen. Und das muss man ehrlich sagen, nicht nur in diesem Spiel. Das zieht sich wie ein roter Faden durch", bilanzierte Markus Anfang (49) nach dem 0:1 von Dynamo Dresden im Spitzenspiel der 3. Liga gegen Jahn Regensburg.

Tom Zimmerschied (25, M.) vergab mehrere klare Chancen im Heimspiel gegen Jahn Regensburg.
Tom Zimmerschied (25, M.) vergab mehrere klare Chancen im Heimspiel gegen Jahn Regensburg.  © Lutz Hentschel

Der Coach bringt es auf den Punkt. Denn das Spiel hat seine Mannschaft nicht mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit durch den Kopfball von Florian Ballas (30) verloren. Kern dieser vierten Saisonniederlage war die mangelnde Chancenverwertung.

Gegen Regensburg war es eine Mischung aus Unvermögen, Pech und einem Tick Unkonzentriertheit. Der Pfostentreffer von Tom Zimmerschied (25) in der 16. Minute war einfach nur fehlendes Glück, ebenso sein geblockter Versuch in der 22. Minute.

Dass sein Abschluss nach dem Seitenwechsel (50.) ins (eigentlich schon leere Tore) doch noch von Louis Breunig (20) auf der Linie gerettet wurde, lag aber eher an der schlechten Ballbehandlung davor.

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"Da ist keiner sauer, aber wenn du drei Meter vor dem Tor bist und das ist leer, dann sollte man schon davon ausgehen, dass das klappen kann", ärgert sich Anfang, ohne seinem Außenbahnspieler einen Vorwurf machen zu wollen: "Er frisst sich selber am meisten auf."

Dynamo Dresdens Coach Markus Anfang weiß: "Wir müssen schon zehn Tore mehr auf dem Konto haben"

Trainer Markus Anfang (49, l.) fordert endlich mehr Konsequenz vor dem Tor.
Trainer Markus Anfang (49, l.) fordert endlich mehr Konsequenz vor dem Tor.  © Bildmontage: Lutz Hentschel

Auch Jakob Lemmer (23) brauchte mit der ersten Offensiv-Aktion des Spiels in der 7. Minute auf Flanke von Lars Bünning (25) einen Tick zu lang. Sein Kopfball (71.) nach perfekter Zimmerschied-Vorarbeit geriet einfach zu zentral.

Anfang: "Das Thema wiederholt sich und es ist genau das Problem, das wir haben. Ich kann den Jungs nichts vorwerfen, sie haben ein richtig gutes Spiel gegen eine Top-Mannschaft gemacht. Wir waren klar besser, habe viele Chancen herausgespielt", so der 49-Jährige.

"Aber sie müssen einfach das Tor machen. Da haben wir seit Saisonstart unsere Schwierigkeiten. Wir müssten sicherlich schon zehn Tore mehr auf dem Konto haben. Daran müssen wir arbeiten!"

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Werden sie auch. Und dass Dynamos Spieler wissen, wie der Ball ins Tor gehört, haben sie auch schon in dieser Saison bewiesen. Zuletzt erst vor wenigen Wochen beim furiosen 5:1-Erfolg in Köln. Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel

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