Dresden - Dynamo Dresden hat am Mittwoch in den sozialen Netzwerken wieder für Schlagzeilen gesorgt - und kann überhaupt nichts dafür. Schuld waren die Ansetzungen der DFL für die Spieltage drei bis sechs. In Heidenheim, gegen Bochum, in Braunschweig - alles normal. Aber dann. Gegen Hertha BSC am Samstag, 19. September. Anstoßzeit 20.30 Uhr. "Genau mein Humor", schrieb ein User.
Rückblick: Karsamstag 2026, Anstoßzeit 20.30 Uhr. Die Partie eskalierte. Beide Vereine erhielten nach den Ausschreitungen in der ersten Hälfte harte Strafen.
Dynamo scheiterte mit seinem Einspruch zwecks gesperrtem K-Block zweimal vor dem DFB-Gericht. Der Verein zog vors Bundesgericht. Dort gibt es noch kein Urteil, weil bisher kein Verhandlungstermin gefunden wurde. Seit Mittwoch steht fest: Verhandelt wird am Dienstag (ab 12.30 Uhr) vor dem DFB-Bundesgericht.
Viele vermuten, die Partie, bei der die Hertha nur die Hälfte der personalisierten Gästetickets bekommt, wurde bewusst erneut auf Samstagabend gelegt. Primetime, kein anderes Spiel. Ganz Fußball-Deutschland schaut auf jene Begegnung. Und einige hoffen wohl, dass es erneut kracht. Das hätte richtig weitreichende Folgen für wohl beide Klubs.
Auch, wenn man keinem eine böse Absicht unterstellt, auf die Idee muss man erst einmal kommen.
Dynamo Dresden: Stephan Zimmermann gibt sich gelassen
Bei Dynamo wird man sicher auch komisch geschaut haben, auch wenn sich Geschäftsführer Stephan Zimmermann (39) auf TAG24-Anfrage gelassen gibt.
"Mit der Ansetzung der Spieltage drei bis sechs haben wir nun frühzeitig Planungssicherheit für den Saisonstart. Wir werden als gelebte Praxis jede Partie und insbesondere unsere Heimspiele mit der nötigen Sorgfalt und Professionalität vorbereiten – auch jenes gegen Hertha BSC", erklärt der 39-Jährige
Er ergänzt speziell zum Spiel gegen Berlin: "Unabhängig von den Vorkommnissen im Vorjahr und der wiederholten Ansetzung als Samstagabend-Topspiel liegt unser Fokus immer darauf, gemeinsam mit allen Beteiligten einen friedlichen, stimmungsvollen und sportlich attraktiven Fußballabend für sämtliche Zuschauer zu organisieren."
Allgemein scheint einer mit den Ansetzungen zwischen Dresden und der Hertha Schabernack zu treiben.
Das Rückspiel steigt vom 26. bis 28. Februar 2027 im Olympiastadion. Zur gleichen Zeit ist das Regionalligaspiel zwischen der kleinen Hertha im 300 Meter entfernten Amateurstadion gegen Erzgebirge Aue angesetzt. Man darf auf die genauen Termine gespannt sein ...