Zwei Elfmeter kosten Dynamo den Sieg: Das sagt Stamm zu den Pfiffen

Karlsruhe - Wild ging es zu im Wildpark vor 33.180 Fans! Was wären das für Big Points in Sachen Abstiegskampf gewesen, wären da nicht Schiedsrichter Florian Badstübner (35) und der Videoschiedsrichter involviert gewesen? Beim 3:3 (3:1) musste Dynamo Dresden gleich zwei Gegentore nach Elfmeter hinnehmen - alles richtig, sagte Thomas Stamm (43).

Marvin Wanitzek (32) glich zum 1:1 aus, Tim Schreiber (23) hatte sich für die falsche Seite entschieden.
Marvin Wanitzek (32) glich zum 1:1 aus, Tim Schreiber (23) hatte sich für die falsche Seite entschieden.  © Marc Schüler/dpa

"Beide berechtigt", befand Dynamos Coach kurz und knapp, um danach zu begründen, warum: "Weil die Regelauslegung bei Handspiel so ist, wie sie ist, da es nicht direkt zu einem Torerfolg führt. Dann musst du den Ersten geben."

Roko Simic hatte sich nach einem Eckball in der 21. Minute selbst an die Hand geköpft, im Anschluss brachte Tim Schreiber Karlsruhes Christoph Kobald zu Fall, weil er eine Sekunde zu leicht zögerte. Nicht strafwürdig, fand Dresdens Keeper.

"Ich gehe hin, gehe aber eben halt nicht zum Ball, sondern in eine Blockposition. Er spitzelt den Ball weg und sucht einen Kontakt. Ich kann mich ja nicht in Luft auflösen", erklärte Schreiber.

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"Einen Kontakt hatte ich, das kann ich ihm jetzt nicht vorwerfen. Aber als Torwart gehst du in eine Blocksituation und denkst dir halt nicht, du haust jetzt den Spieler um. Wenn der Ball irgendwo zur Ecke geht, und dann suchen die eben nur einen Kontakt. Kann man nichts machen."

Marvin Wanitzek (23. Minute) verwandelte den fälligen Strafstoß, der nach VAR-Überprüfung Bestand hatte, weil das Handspiel nur abgepfiffen worden wäre, hätte Simic selbst ins Tor getroffen. Merkwürdige Regel, ist doch der Vorteil so oder so da.

Thomas Stamm (43) fand beide Elfmeterpfiffe gegen seine Mannschaft berechtigt.
Thomas Stamm (43) fand beide Elfmeterpfiffe gegen seine Mannschaft berechtigt.  © Marc Schüler/dpa
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Dynamo Dresden: Thomas Stamm ist mit der Leistung des Schiedsrichters zufrieden

Auch kurz vor dem Schlusspfiff überwand Wanitzek den Dresdner Schlussmann.
Auch kurz vor dem Schlusspfiff überwand Wanitzek den Dresdner Schlussmann.  © IMAGO/Steinsiek.ch

Doch auch nach dem Ausgleich war die SGD deutlich abgezockter. Niklas Hauptmann (3./28.) schnürte den Doppelpack, nachdem er Schwarz-Gelb schon in Führung gebracht hatte, Ben Bobzien (44.) erhöhte mit der Fußspitze zur eigentlich komfortablen Pausenführung.

Das Problem: In Durchgang zwei fehlte spätestens in den letzten 30 Minuten die Griffigkeit in den Zweikämpfen. Der KSC dank Louey Ben Farhat (68.) mit dem Anschluss und eben erneut mit dem Elfmeterglück in der Nachspielzeit.

Alexander Rossipal mit dem Foul, Badstübner mit dem Freistoß-Pfiff, den der VAR zum Elfmeter überstimmte. "Zu viel Passivität, zu wenig Tiefe und Doppelpass verteidigen", monierte Stamm. "Dann haben wir Kontakt auf der Linie, und die gehört zum Strafraum."

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Für den Schweizer waren die zwei Entscheidungen kein Streitthema. Insgesamt war Stamm mit der Leistung des Unparteiischen zufrieden: "Deswegen haben wir nicht verloren", sagte er über den Punktgewinn, der sich wie eine Niederlage anfühlte.

"Sehr gute Schiedsrichterleistung, sehr klar in beide Richtungen. Er hat eine sehr gute Linie gehabt und sehr viel laufen lassen. Wir müssen es einfach besser verteidigen, dass es nicht dazu kommt."

Titelfoto: Bildmontage: Marc Schüler/dpa (2)

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