Pyro-Chaos und Schlagstöcke: Fußball-Krawallmacher sorgen für Panik in Wohngebiet

Darmstadt - Es scheint aktuell nicht gerade die Zeit zu sein, in der sich Fußballfans besonders beliebt machen. Zum Start ins Wochenende benahm sich eine Gruppe von Fans des Zweitligisten SV Darmstadt 98 ganz besonders daneben und randalierte in einem Wohngebiet.

Mit rund 50 Fußball-Rowdys aus den Fan-Reihen des SV Darmstadt 98 bekam es die Polizei am Samstagmorgen in einem Wohngebiet zu tun. (Symbolfoto)
Mit rund 50 Fußball-Rowdys aus den Fan-Reihen des SV Darmstadt 98 bekam es die Polizei am Samstagmorgen in einem Wohngebiet zu tun. (Symbolfoto)  © Montage: 123RF/katatonia, 123RF/Jög Hüttenhölscher

Am Samstagmorgen meldeten Zeugen in der Innenstadt der südhessischen Großstadt Darmstadt in den Morgenstunden eine Gruppe von Personen, die mit Pyrotechnik zündelte und zahlreiche Hauswände verschandelte.

Der Polizei gelang es zwar, die Krawallmacher festzusetzen, dennoch hoffen die Ermittler nun auf weitere zielführende Hinweise von Zeugen.

Wie Pressesprecher Sebastian Trapmann vom Polizeipräsidium in Südhessen am Samstagmittag mitteilte, seien die ersten besorgten Anwohnernotrufe gegen 5.30 Uhr bei der zuständigen Leitstelle eingegangen.

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Demnach hätte sich der randalierende Mob vor allem in der Landwehrstraße unschön bemerkbar gemacht. Eine alarmierte Streife konnte wenige Augenblicke später bestätigen, dass zahlreiche Hausfassaden rund um den gemeldeten Ort des Geschehens mit schwarzer und silberner Farbe beschmiert worden waren.

Um Schutz vor den Beamten zu suchen, flüchtete die rund 50 Mann starke Gruppe, die durchweg aus Fans der Lilien bestanden haben soll, in eine Tiefgarage unterhalb des Karolinenplatzes.

Dennoch gelang es den Ordnungshütern, die Rowdys ausfindig zu machen und schließlich nach dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray deren Personalien aufzunehmen.

Konfrontation in einer Tiefgarage: Polizei hofft auf Zeugenhinweise nach Pyrochaos in Darmstadt

In den vergangenen Wochen haben Fußballfans immer wieder für unschöne Szenen gesorgt, beispielsweise bei den Europapokalspielen des 1. FC Köln bei OGC Nizza sowie beim Champions-League-Spiel von Eintracht Frankfurt bei Olympique Marseille. Besonders verstörend war nun der Fakt, dass die Fußball-Randalierer in Darmstadt diesmal ein Szenario fernab des Stadions für ihre unbedachte Aktion wählten.

Trotz der erfolgten Personalienerfassung dauern die weiteren polizeilichen Ermittlungen zu den Hintergründen und zur jeweiligen Beteiligung an den unterschiedlichen Vergehen weiter an. Vor allem Aussagen von Zeugen sollen bei der schnellen Aufklärung der offenen Fragen helfen.

Hinweise können unter der Rufnummer 06151/9690 telefonisch an die Polizei von Darmstadt weitergegeben werden.

Titelfoto: Montage: 123RF/katatonia, 123RF/Jög Hüttenhölscher

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