Trauriger Grund: Gegner-Fans reagieren mit Pfiffen, aber dieser Jubel geht ganz tief unter die Haut

Heidenheim - Bewegende Aktion der TSG 1899 Hoffenheim: Nach dem 1:0-Führungstreffer am Samstagnachmittag von Alexander Prass im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim versammelte sich plötzlich die ganze Mannschaft und hielt das Trikot von Mitspieler Ihlas Bebou in die Kamera. Den Fans der Gastgeber gefiel das gar nicht, doch hinter dem Jubel steckte ein unfassbar trauriger Grund.

Alexander Prass (r.) widmete sein erstes Tor dem Kollegen Ihlas Bebou und seiner Familie.  © Imago / Jan Huebner

Nur wenige Stunden zuvor hatten der Angreifer der Sinsheimer und seine Ehefrau Amira die Fehlgeburt ihres Sohnes Naim auf Instagram öffentlich gemacht.

"8 Monate habe ich dich unter meinem Herzen getragen, deine Bewegungen und deine Liebe gespürt. Und doch bist du still auf die Welt gekommen, bevor du richtig da warst", schrieben die beiden zu einem herzzerreißenden Bild aus dem Krankenhaus.

"Auch wenn ich nie erfahren werde, wie dein Lachen klingt, wie dein Charakter gewesen wäre oder wie deine Augen strahlen, bin ich dankbar für die Schwangerschaft mit dir und für alles, was du uns gezeigt und beigebracht hast", so die ergreifenden Abschiedsworte der Eltern. "Ich hoffe, du tobst mit Opa im Himmel und schaust lachend auf uns herab."

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Unter dem Beitrag bekundeten andere Spielerfrauen wie Alicia Andrich oder Anna Adamyan, aber auch aktuelle und ehemalige Mitspieler wie Oliver Baumann, Tom Bischof und Fisnik Asllani ihre Anteilnahme.

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Heidenheim-Fans strafen Trkot-Aktion der TSG 1899 Hoffenheim mit Pfiffen

Ihlas Bebou und seine Frau Amira mussten einen unfassbar harten Schicksalsschlag verkraften.  © Bildmontage: Uwe Anspach/dpa, Screenshot/Instagram/amirabebou

Kurz nach dem Treffer des Österreichers Prass während der Bundesligapartie in der Voith-Arena teilte die TSG zudem ein Foto der Aktion in den sozialen Netzwerken. "Wir sind bei euch, Ihlas", versicherte der Klub.

Da sich der besondere Torjubel in der Nähe der Heimtribüne vollzog, reagierten die Heidenheim-Anhänger jedoch zunächst mit Unverständnis und pfiffen die Gäste aus. Vereinzelt flogen sogar Becher auf die Hoffenheimer Kicker.

Sportlich herrschten derweil recht früh klare Verhältnisse. Prass legte kurz vor Ende der ersten Hälfte selbst gegen das Schlusslicht nach und schnürte seinen ersten Bundesliga-Doppelpack (45.+1), Asllani erhöhte umgehend nach dem Seitenwechsel auf 3:0 für den Europa-Anwärter (49.).

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Zwischenzeitlich gelang Luca Kerber zwar zweimal der Anschluss (63./84.), doch Tim Lemperle sorgte bereits in der 78. Minute mit dem vierten TSG-Streich für die Vorentscheidung beim 4:2-Auswärtserfolg der Ilzer-Elf.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 25 92:24 66
2 Borussia Dortmund 25 53:26 55
3 TSG 1899 Hoffenheim 25 53:33 49
4 VfB Stuttgart 25 50:34 47
5 RB Leipzig 25 48:34 47
6 Bayer 04 Leverkusen 25 48:32 44
7 Eintracht Frankfurt 24 48:49 34
8 SC Freiburg 25 37:42 34
9 FC Augsburg 25 31:43 31
10 Hamburger SV 25 28:36 29
11 1. FC Union Berlin 24 29:38 28
12 Borussia Mönchengladbach 25 28:43 25
13 1. FC Köln 25 34:43 24
14 1. FSV Mainz 05 25 29:41 24
15 FC St. Pauli 24 23:40 23
16 SV Werder Bremen 24 25:44 22
17 VfL Wolfsburg 25 34:55 20
18 1. FC Heidenheim 25 24:57 14

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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