Aufwärtstrend von 1860 München hält an! Giannikis lobt und hadert, Richter im Fokus

München - Löwen-Fans dürften mit einem breiten Grinsen in die neue Arbeitswoche gestartet sein. Der Grund dafür: Der TSV 1860 München hat am gestrigen Sonntagabend auch den Halleschen FC bezwungen. Es geht weiter nach oben!

1860-Trainer Argirios Giannikis hat derzeit allen Grund zur Freude: Unter dem 43-Jährigen läuft es bei den Münchner Löwen endlich wieder.
1860-Trainer Argirios Giannikis hat derzeit allen Grund zur Freude: Unter dem 43-Jährigen läuft es bei den Münchner Löwen endlich wieder.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Laut Sechzig-Coach Argirios Giannikis (43) hat sich bestätigt, was er und sein Trainerteam bereits vor dem Kräftemessen vermutet hatten. Trotz der Serie von fünf sieglosen Spielen des Halleschen FC und der aufsteigenden Form der Löwen hatte im Vorfeld der Partie niemand mit einem Selbstläufer gerechnet - und der wurde es letztlich auch nicht.

Ein Schlüsselmoment war die Führung durch Julian Guttau in der 17. Minute. Der Mittelfeldspieler, der sich nach der Partie sichtlich über seinen goldenen Treffer des Tages freute, hatte einen Freistoß mit dem starken linken Fuß in die Maschen gezaubert.

"Nach dem 1:0 haben wir nach einem Standard tatsächlich dann Glück gehabt, dass David [Richter, Anm. d. Red.] auch sehr gut hält", erklärte Giannikis auf der Pressekonferenz zu einem weiteren.

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Das sah auch sein Gegenüber, Halle-Übungsleiter Sreto Ristić (48), so, der die "sensationelle Parade" des Löwen-Schlussmanns gar als eine der besten Taten der laufenden Saison der 3. Liga bewertete. Widersprechen dürften ihm dabei nicht allzu viele.

Julian Eitschberger (19) war in der 30. Minute komplett mittig an der Strafraumgrenze an den Ball gekommen, hatte sich ein Herz gefasst und eine wuchtige Direktabnahme auf den Kasten der Hausherren abgefeuert. Richter tauchte ab, konnte das Leder aus der unteren rechten Ecke des Tores kratzen und an die Latte (!) lenken. Können und Glück!

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Fans von 1860 München dürften am heutigen Montag gut gelaunt in die Arbeitswoche gestartet sein. Die Löwen sind zurück in der Erfolgsspur.  © Angelika Warmuth/dpa

Sein Team habe es im weiteren Verlauf allerdings verpasst, durch einen zweiten Treffer "etwas Ruhe" in das Spiel zu bringen, haderte Giannikis. In der Tat gelang es nicht, den Gästen vollends den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das Gegenteil war der Fall.

Die entsprechende Folge: "In der zweiten Halbzeit haben wir uns ein bisschen reindrücken lassen."

Halle habe "mit aller Macht und viel auch mit der Brechstange" versucht, einen eigenen Treffer zu erzwingen, resümierte der 43-Jährige weiter. "Wir mussten sehr viele intensive Duelle führen." Seinen Spielern habe es an Druck auf den Ball gemangelt.

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Auch mit den aus dem HFC-Druck resultierenden Konterchancen seiner Mannschaft war er nach Schlusspfiff nicht zufrieden. Diese hätten seine Spieler vor einmal mehr ausverkauften Haus schlicht "schlampig" ausgespielt.

Dennoch habe seine Truppe natürlich alles für den Sieg getan und darüber hinaus das nötige Glück gehabt, um zu gewinnen.

Für die Löwen ist es der dritte Sieg in Folge, der Aufwärtstrend unter dem neuen Trainer Giannikis, der in diesem Jahr ungeschlagen ist, hält an. Die Münchner liegen aktuell zwar weiterhin auf einem alles andere als zufriedenstellenden 13. Platz der Tabelle, haben zu den Abstiegsrängen allerdings inzwischen ein Puffer von satten elf Punkten aufgebaut.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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