Nach Zwangsabstieg kommt's knüppeldick! Nächster Rückschlag für 1860 München
München - Als wäre der Zwangsabstieg nicht schon genug! Beim TSV 1860 München kommt es aktuell knüppeldick: Nachdem die Löwen keine Lizenz für die 3. Liga erhalten haben und den bitteren Gang in die Regionalliga antreten müssen, springt jetzt auch noch Hauptsponsor "Die Bayerische" ab.
Wie die Versicherung am Mittwochabend nach dem Beben in Giesing mitteilte, werde man den eigentlich noch bis 2027 laufenden Vertrag vorzeitig beenden.
"Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Entzug der Lizenz für die 3. Liga und dem damit verbundenen Zwangsabstieg des TSV 1860 München zur Kenntnis genommen", schrieb "Die Bayerische" in einem Statement.
"Mit dem Verlust der Lizenz tritt nun ein vertraglich geregelter Sonderfall ein, der ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt. Von diesem Recht werden wir Gebrauch machen. Dies haben wir dem Präsidium gegenüber in sehr vertrauensvollen Gesprächen bereits erläutert."
Seit zehn Jahren war die Versicherung Haupt- und Premiumsponsor der Sechzger. Dabei sei eine enge Verbundenheit entstanden, umso schmerzhaft sei der heutige Tag, hieß es weiter: "Wir wünschen dem TSV 1860 München die Kraft, aus dieser schweren Krise wieder aufzustehen."
Für den TSV ist das der nächste Tiefschlag, denn der Hauptsponsor zahlte dem Vernehmen nach bisher mehr als eine Million Euro pro Jahr an die Giesinger. Einen neuen Trikotsponsor zu finden, der in ähnlichen Regionen zahlt, dürfte unmöglich sein.
TSV 1860 München will sich in der Regionalliga Bayern neu aufstellen
Nach einem Finanzierungsstreit mit Investor Hasan Ismaik (48), der am 21. Mai einen Darlehensvertrag einseitig gekündigt hatte, fehlten 1860 2,7 Millionen Euro, die dem DFB bis zum Mittwoch hätten nachgewiesen werden müssen. Das war nicht möglich, weshalb der Klub keine Lizenz für die 3. Liga erteilt bekam.
Die fehlende Summe, der Zwangsabstieg sowie das Aus des Hauptsponsors bringen die chronisch klammen Löwen nun in noch stärkere finanzielle Bedrängnis.
Dazu kommt, dass möglicherweise nicht alle Verträge Gültigkeit für die Regionalliga haben. Durch den Zwangsabstieg könnten München also Ablösesummen durch die Lappen gehen.
Geschäftsführer Manfred Paula (61) gab sich trotzdem kämpferisch: "Wir werden nun all unsere Energie darauf verwenden, einen schlagkräftigen Kader für die kommende Saison in der Regionalliga Bayern aufzustellen."
Titelfoto: Helen Fiona/dpa

