Mannheim - Bittere Pille für die Rhein-Neckar Löwen! Dem Handball-Bundesligisten wird ein Sieg nachträglich aberkannt - wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Vorschriften.
Wie die HBL am Montag bekannt gab, wird das Heimspiel gegen den TBV Lemgo Lippe, das die Löwen am 20. Februar mit 32:30 (13:17) für sich entscheiden konnten, jetzt mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren gegen das Team aus der Metropolregion Rhein-Neckar gewertet.
Der zweifache Deutsche Meister habe einen Spieler eingesetzt, von dem keine unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung vorlag, hieß es in der Mitteilung. Diese sei seit dem 1. Januar 2026 zwingend erforderlich, um am Spielbetrieb teilzunehmen, und werde bei Nicht-Erbringung mit dem Spielverlust geahndet.
Drei Tage haben die Rhein-Neckar Löwen jetzt Zeit, um gegen die Entscheidung vorzugehen - und kündigten prompt an, das zu tun.
"Die Handball-Bundesliga hat uns über den Sachverhalt und die daraus resultierende Entscheidung seitens der HBL informiert. Wir als Rhein-Neckar Löwen leiten innerhalb der von der HBL gesetzten Frist gegen diesen Bescheid rechtliche Schritte ein", sagte Geschäftsführer Holger Bachert.
Er bat um Verständnis, dass sich der in Mannheim ansässige Klub nicht zu weiteren Vorgehen oder zum laufenden Verfahren äußern wird.
Handball-Bundesliga: Punktabzug noch nicht in der Tabelle sichtbar
In der Tabelle ist der Punktabzug noch nicht zu merken, dieser sowie die Übertragung an den TBV werde erst nach Abschluss des Verfahrens erfolgen, schrieb die HBL.
Für die Rhein-Neckar Löwen dürfte der Punktabzug tabellarisch ohnehin keinen großen Unterschied mehr machen, elf Spieltage vor Schluss hat der Tabellen-Siebte bereits acht Punkte Rückstand auf das internationale Geschäft.
Für Lemgo hingegen wären die Bonus-Punkte ein Boost im Kampf um die Champions League: Als Tabellen-Vierter belegt der TBV aktuell einen European-League-Platz, hat allerdings nur vier Zähler Rückstand auf die Füchse Berlin auf Rang zwei, der zur Champions-League-Teilnahme berechtigt, und zudem ein Spiel weniger bestritten.