Dresden - Zweimal in Folge verlor der HC Elbflorenz zuletzt auswärts hintereinander. Doch nach den beiden Pleiten in Lübbecke und Nordhorn meldeten sich die Tiger mit einem intensiven Kampf gegen den TuS Ferndorf und dem knappen 31:28-Sieg zurück und zeigten dabei bekannte, aber auch neue Stärken.
Zum entscheidenden Mann avancierte neben Zehn-Tore-Mann Julius Dierberg (33, versenkte fünf Siebenmeter) Viktor Petersen Norberg (26). Um Kapitän Sebastian Greß "Luft zum Atmen zu geben", bot HCE-Coach André Haber (39) seinen rechten Rückraum Norberg als Spielmacher auf. "Victor hat voll im Laktat gespielt und gute Entscheidungen getroffen", lobte der 39-Jährige.
Vier Treffer, aber vor allem mit seinen sieben Assists überzeugte der Norweger in der für ihn ungewohnten Rolle. Und ebnete dann in der entscheidenden Phase mit seinem Treffer zur ersten Zwei-Tore-Führung (24:22, 52. Minute) der Dresdner in Hälfte zwei den Weg zum Auswärtssieg.
Dabei hätten es die Tiger gar nicht erst so spannend machen müssen. Aber auf den Hammer-Auftakt inklusive 5:0-Lauf folgte die Ernüchterung. Acht Minuten kein eigener Treffer. Die Konsequenz: 9:9 nach 20 Minuten.
Haber-Analyse zum Spiel in Ferndorf: "Wir hatten dicke die Möglichkeit"
"Wenn man acht Angriffe kein Tor macht, dann ist das Spiel danach wieder ausgeglichen", so Haber. "Wir hatten dicke die Möglichkeit, in dieser Phase auch Tore zu machen. Da sind drei Eins-Null-Duelle gegen Can Adanir (26) dabei, die wir nicht reintun."
Adanir, Torhüter der Ferndorfer, parierte insgesamt zehn Würfe - wie sein Gegenüber Marino Mallwitz.
Der Faktor, weshalb sich beide Teams im zweiten Durchgang lange mit dem Torewerfen schwertaten, wurde das nicht.
"Beide Abwehrreihen haben richtig geackert", erklärt Haber die fahrige zweite Hälfte, die durch Unterbrechungen, noch mehr Körperkontakt als ohnehin schon, einigen Zwei-Minuten-Strafen und weniger durch Tore geprägt war.
Bis zur Crunchtime.