Dresden - Wie bereits in der Vorwoche hatten die Dresdner auch beim 28:29 in Hüttenberg nicht das letzte Wort. Kämpferisch kann man dem Team von André Haber (39) nichts vorwerfen, die zweite Pleite in Serie setzte es trotzdem - und damit in Summe eine Niederlage zu viel.
Denn während sich die Dresdner über ausgelassene Chancen und eine weggeworfene Drei-Tore-Führung (48. Minute) ärgerten, flogen in Bietigheim die Korken durch die Luft.
Der Tabellenführer hatte den Aufstieg durch die HCE-Pleite bereits vor dem eigenen Spiel am Samstag sicher. Und mit Balingen zog gestern noch das andere Top-Team nach, gab sich in Krefeld keine Blöße und tütete den Aufstieg ebenso ein.
"Ich bin sehr traurig über den Spielausgang", so Haber. "Wir hatten nach dem Fehlstart alles repariert, haben sehr gut verteidigt. Wir haben uns drei Tore Vorsprung herausgespielt. Und dann war der TV Hüttenberg die bessere Mannschaft. Das, was uns schon oft und gerade in der Hinrunde ausgezeichnet hat, die Crunchtime, das haben wir nicht gut gemacht."
Was den Coach so erzürnte war weniger die Tatsache, dass mit der Niederlage der Aufstieg endgültig futsch war, sondern eher, dass seine Jungs in der Rückrunde schon die vierte Schlappe mit einem Tor Differenz hinnehmen mussten. Und das lag eben auch daran, weil die Tiger die Schlussphase klar 4:8 abgaben.
"Das ist schon sehr bitter", befand der 39-Jährige. Denn nicht nur das Thema Aufstieg ist damit futsch, Potsdam könnte den Sachsen den dritten Rang auch noch einmal streitig machen, liegt nur noch einen Punkt zurück.
Da kommt die Länderspielpause wahrscheinlich gerade recht. "Es geht jetzt zunächst um Regeneration und darum, sich körperlich für die letzten drei Partien wieder herzurichten", erklärt der Coach. Viel wichtiger wird aber wohl der mentale Teil, denn der verpasste Aufstieg scheint größere Spuren hinterlassen zu haben.