"Historisch" schlechter Angriff! HCE verballert letzte Chance

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Dresden - Die Reaktionen der Tiger nach der bitteren 27:28-Pleite gegen die HSG Krefeld Niederrhein sprachen Bände. Der verletzte Ivar Stavast (28) saß hinter der Wechselbank und starrte ins Leere, Kapitän Sebastian Greß (31) ließ seinem Frust freien Lauf und donnerte eine Trinkflasche auf den Hallenboden. Die Enttäuschung in der BallsportARENA war greifbar.

Sebastian Greß (31, M.) scheiterten gegen Krefeld an der eigenen Abschlussquote - und am starken Torhüter Pau Guitart (29, r.).
Sebastian Greß (31, M.) scheiterten gegen Krefeld an der eigenen Abschlussquote - und am starken Torhüter Pau Guitart (29, r.).  © Lutz Hentschel

Der Plan für den Start ins Wochenende war eigentlich ein ganz anderer: Heimsieg gegen den Drittletzten, auf zwei Punkte an Balingen ranschieben und Druck auf die beiden Konkurrenten im Aufstiegsrennen ausüben. Dieses Vorhaben ging allerdings gehörig schief.

"Wir haben zu viele Bälle verworfen", machte Greß die eigene Chancenverwertung für die Schlappe verantwortlich. 31 eigene Angriffe brachte er mit seinem Team nicht im gegnerischen Tor unter - bei nur 27 erzielten Toren.

Sowohl der Schnitt von unter 50 Prozent Angriffseffizienz als auch die Gesamtzahl der geworfenen Tore sind absolut untypisch für die Elbestädter, die auf die Saison gesehen fast 34 Treffer pro Partie warfen.

Peinlich-Pleite gegen Kellerkind Krefeld: Dresdner Aufstiegs-Traum geplatzt

Die Enttäuschung sah man Greß und allen Dresdnern an. Mit der Niederlage sind die Aufstiegschancen auf nahezu null gesunken.
Die Enttäuschung sah man Greß und allen Dresdnern an. Mit der Niederlage sind die Aufstiegschancen auf nahezu null gesunken.  © Lutz Hentschel

"Für mich ist das historisch", kommentierte André Haber (39) den persönlichen Negativrekord in seiner vierzehnten Saison als Trainer.

Mit der Schlappe schrumpfte die ohnehin nicht mehr riesengroße Aufstiegs-Chance auf fast null. "Jetzt fühlt es sich auf jeden Fall so an", gestand der Kapitän zum geplatzten Traum: "Keine Ahnung, was noch alles passiert. Aber jetzt fühlt es sich an."

Weil beide Kontrahenten ihre Hausaufgaben erledigten, wuchs der Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz.

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Weil beide Kontrahenten ihre Hausaufgaben besser erledigten, wuchs der Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz.

Vier Spieltage vor Saisonende beträgt die Differenz zu Balingen fünf Zähler. Anzeichen für Schwächen zeigten weder Bietigheim noch Balingen, holten nur drei Pünktchen in der Rückrunde nicht.

Eine Gewissheit brachte das Wochenende: Bei der Planung für die kommende Spielzeit können sich die Dresdner auf die zweite Liga konzentrieren.

Titelfoto: Fotomontage (2): Lutz Hentschel

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